Pfaffinger Umschau

upf schaut hin, hört zu und schreibt's auf

Zu wenig Zeit für alles

Gerade habe ich die Bundesarbeitsministerin in den Fernsehnachrichten sagen sehen, bis wann das etwas werden soll mit der Frauenquote in den Vorständen: „bis zweiachtzehn“. Sie treibt damit die geistlose Sitte auf die Spitze, dass sich vermeintlich wichtige Menschen in der Öffentlichkeit zu schade sind, den Jahreszahlen der Zeit, in der wir leben, die nötige Referenz zu erweisen und sie so auszusprechen, wie sie auf dem Papier stehen. Was treibt sie und die etwas weniger reudzierten „zwanzig-zwölf“-Sager zu ihrem Tun? Zwischen „zweiachtzehn“ und „zweitausendachtzehn“ besteht ein Unterschied von zwei Silben, sieben Buchstaben und einem kleinen Sekundenbruchteil. Mathematisch geht die Differenz zwischen der ministerial gekürzten Null und der verschwiegenen „1000“ indes gegen Unendlich, ein Zustand, den Philosophen und Psychologen deuten mögen. Was ich sehe: Ein winziger Zugewinn an Coolness, das, Frau BuMin Vau-de-El. Sparen wäre an anderer Stelle angesagt.

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