Pfaffinger Umschau

upf schaut hin, hört zu und schreibt's auf

Month: August, 2012

Naturschutz und Umweltschutz im Konflikt

Binnenschiff und Lkw im Vergleich. Grafik: RMD Wasserstraßen GmbH

Es gibt keine hundertprozentigen lösungen für die Probleme dieser Welt. Dies zeigt sich dieser Tage gerade wieder einmal am aufkeimenden Konflikt rund um den vermeintlichen Biosprit „E10„. Eigentlich soll dieser Fahrzeugtreibstoff mit Bioethanol-Beimischung ja dazu beitragen, dass unsere Umwelt weniger belastet wird. Gleichzeitig aber belastet er die Natur, weil die vorhandenen Ressourcen auch hier wieder nicht ausreichen und landwirtschaftlich erzeugt werden müssen. Was heißt „landwirtschaftlich“ – agro-industriell ist das richtige Wort. Und damit ist vorprogrammiert, dass sich Naturschutz und Umweltschutz in die Haare kommen, weil beides zugleich nicht zu haben ist. Wenigstens nicht beim gewählten Verfahren. Wenigstens nicht unter nachhaltigen Bedingungen. Wenigstens nicht bei verantwortungsbewusstem Vorgehen. Selbst ein verringerter Verbrauch würde nur die Dimension des Problems verkleinern – aus der Welt wäre es nicht.

Was den Blick auf eine ähnlich gelagerte Situation lenkt, die sich derzeit auf der bayerischen Donau abspielt. Dort ist wegen der Trockenheit der Wasserstand derzeit zu niedrig, um gewerbliche Schifffahrt zu betreiben. Die Frachtschiffe liegen fest. Seit Jahrzehnten versuchen die Verkehrspolitik und Transportwirtschaft, inzwischen sogar aktiv von der EU unterstützt, durch technische Maßnahmen die Schiffbarkeit der Donau zu erhöhen: Vertiefung, Staustufen etc. sind immer wieder ins Gespräch gebracht worden – und gescheitert. Die Zahl der Gutachten nähert sich dem dritten Dutzend, die Zahl der gescheiterten Versuche ebenfalls. Im Zweifelsfall war es für die politischen Entscheider stets opportun, sich als Naturschützer zu gerieren und den Ausbau abzulehnen.

Mit dem Zuwachs der transportierten Güter, die aus Osteuropa zu uns gelangen und durch Deutschland reisen, entsteht nun auch hier ein Konflikt mit dem Umweltschutz: Denn verglichen mit dem Lkw verursacht das Binnenschiff nur etwas mehr als die Hälfte der Emissionen. Und auch im Vergleich mit der Bahn steht es noch gut da. Für die zusätzlichen Verkehre müssten sowohl Schiene wie Straße deutlich ausgebaut werden. Womit Landschaftsverbrauch programmiert und negative Folgen für den Naturschutz unvermeidlich sind. Oder für den Umweltschutz. Oder für beide.

Wer geht nun hin und erklärt diese komplizierte Situation dem vermeintlich mündigen Wähler? Wer übernimmt die Verantwortung? Oder läuft die Sache darauf hinaus, erst einmal nichts zu tun und abzuwarten, ob jemand anderer aus der Deckung kommt und einen Fluchtweg öffnet? Ich fürchte, wir haben keine Wahl.

Und jährlich lockt die „Foliage“

Newport, Rhode Island (c) Discover New England

Neuengland ist nicht nur ein beliebtes Ziel für USA-Reisende, die das Meer und abwechslungsreiche Landschaften lieben,und etwas übrig haben für eher kleine Ortschaften und überschaubare Landstriche. Ins den Mittelpunkt des Interesses rückt die Region jedes Jahr im Herbst, weil sich dann für Fotografen und Fotografieinteressierte während des berühmten Indian Summers von Ende September bis Ende Oktober spektakuläre Motive bieten.

In dieser Zeit werden die sechs zu Neuengland gehörenden US-Bundesstaaten zur perfekten Kulisse für grandiose Aufnahmen, wenn das bunte Herbstlaub für ein überwältigendes Farbschauspiel sorgt. Die Laubfärbung verläuft von Norden in Richtung Süden und endet in der Regel um den 20. Oktober, wobei die beste Zeit zur Beobachtung die erste Oktoberhälfte ist. Einen sehr präzisen Überblick über den jeweiligen Stand der Dinge liefern Websites wie das Foliage Network, der Weather Channel oder Yankee Foliage.

Obwohl die Herbstfarben natürlich in der gesamten Region vorkommen, sind die Berge und Hügel mit ihren großartigen Ausblicken auf das Farbmeer aus gelb, orange und rot der eindrucksvollste Ort, um den Indian Summer zu erleben. Der Tourismusverband „Discover New England“ hat für Besucher einige Empfehlungen zusammengestellt, die zu besonders spektakulären Blickpunkten führen.

Der Kent Falls State Park an der Route 7 in Connecticut ist bekannt für seine schönen Wasserfälle, die über viele Felsen 75 m hinab in den Housatonic River stürzen und im Herbst ein großartiges Motiv abgeben www.berkshirehiking.com/hikes/kent_falls.html.

In New Hampshire sollte man zur Motivsuche mit der Zahnradbahn auf den Gipfel des Mount Washington fahren. Vom höchsten Berg im Nordosten der USA hat man eine gewaltige Aussicht. Alternativ können Besucher auch mit dem Auto hinauf fahren oder an einer geführten Tour teilnehmen www.thecog.com.

Auch in den White Mountains gibt es spektakuläre Ausblicke auf das bunte Herbstlaub, wie zum Beispiel bei einer atemberaubenden Fahrt auf der wunderschönen Panoramastraße Kancamagus Byway www.kancamagushighway.com.

In Rhode Island empfiehlt sich eine Bootstour durch das Blackstone River Valley, der Geburtsstätte der industriellen Revolution www.rivertourblackstone.com.

Ebenfalls sehr beliebt zur Zeit des Indian Summer ist ein Besuch des Roger Williams Park Zoo mit seinen vielen Tieren, dem botanischem Garten und herrlichen Bootstouren www.rwpzoo.org.

Der Camden Hills State Park in Maine ist ein riesiger Park, wo Besucher auf rund 50 km an Wanderwegen atemberaubende Panoramaausblicke auf herrliche Seen und dicht bewaldete Hügel zur Verfügung haben www.camdenmainevacation.com/camden-hills-state-park.php.

Auch der Moosehead Lake, der mit über 80 Inseln größte See im US-Bundesstaat Maine und der größte Bergsee in den östlichen Vereinigten Staaten, ist ein begehrter Fotospot www.moosehead.net.

In Vermont zählen die überdachten Brücken von Montgomery, die urigen Bauernhöfe von Windsor County und die ländliche Schönheit der Route 100 zu den besten Plätzen, um den Indian Summer mit der Kamera einzufangen www.vermontvacation.com/fall.aspx.

Interessierte können kostenlose Neuengland Broschüren Email an und Kartenmaterial bei Discover New England anfordern. Per Mail über discovernewengland@getitacross.de oder direkt im Internet unter www.neuenglandusa.de.

 

Das hat doch gepasst

Die olympischen Spiele in London sind zu Ende und ich bin beeindruckt. Nicht nur von der Professionalität der Organisation und der bunten Stimmung, die ich am Fernseher mitbekommen habe, sondern auch von den Leistungen der Sportlerinnen und Sportler mit den deutschen Farben. Ich habe mich über jedes Gold, jedes Silber und jede Bronzemedaille gefreut – genauso wie über jeden anderen Athleten, der in seinem Wettkampf das Beste gegeben hat. Manchmal reicht das halt nicht, weil andere auch ihr Bestes geben und den entscheidenden Tick besser sind. Ich unterstelle keinem einzigen im „Team Deutschland“, dass er als Tourist nach London gereist wäre. Ich bin überzeugt, dass jeder seine Chance gesucht hat – und manchmal eben Konkurrenten gefunden hat, die bei der gleichen Suche etwas erfolgreicher waren. Die Miesepeterei und das gequälte Suchen nach Negativem, nach Versagen und nach Schuldigen nervt. Nicht zuletzt deshalb, weil es auch die Erfolge jener abwertet, die es aufs Treppchen geschafft haben. Es ist eine unglaubliche Leistung, zu den Besten der Welt in einer Sportdisziplin zu gehören. Das gilt für den Erstplazierten genauso wie für Rang 8 oder Rang 30. Ich bin sicher, dass keiner der Kritiker – insbesondere wir Journalisten – seine Physis auch nur annähernd in einem Zustand hätte, die ein ähnliches Leistungsniveau zuließe. Darum freue ich mich jetzt noch eine Weile lang und erkläre kraft meines Amtes alle Olympioniken zu Siegern. Darin schließe ich Tommy Haas ausdrücklich mit ein; im Gegensatz zu anderen, die London links liegen ließen. Die Siegesgöttin Nike wird’s bestätigen.

„Drive hin“ statt „drive in“

Chef at work (credits: Pinus Text & Bild)

Chef at work (credits: Pinus Text & Bild)

Kulinarisch unterwegs in den Vereinigten Staaten: Wer mit automobil typisch amerikanische Delikatessen entdecken möchte, für den hat das Team von Holiday Autos, Experten für Autoreisen weltweit, eine Top 10 Liste zusammengestellt – Tipps für die Routenplanung inklusive:

Caesars Salad soll Erzählungen zufolge ursprünglich im mexikanischen Tijuana serviert worden sein, von Erfinder und Namensgeber Caesar Cardini. Heute kommen im angrenzenden Kalifornien köstliche Variationen des berühmten Salatgerichts auf den Tisch, beispielsweise im Manhattan of La Jolla im gleichnamigen Stadtteil von San Diego (7766 Fay Avenue, CA). Für die Anfahrt sollte man einige Meilen den La Jolla Scenic Drive entlangfahren und Gärten, Parkanlagen und Architektur der Kleinstadt an der Klippe bewundern. Nicht verpassen: die schlafenden Robben, denen die schäumende Brandung nichts auszumachen scheint und eine Fahrt in den Sonnenuntergang zum höchsten Punkt auf den Soledad Mountain.

Einen Hot Dog gibt es überall in New York, wirklich beeindruckend ist die Auswahl auf der Karte des Crif Dogs (113 Saint Marks Place, NY) im East Village. Hier gibt es das Würstchen im Brot mit vielen Namen: New Yorker, Chili Dog, Sour Cheese Dog oder Corn Dog, auch ein Veggie Special ist dabei. Die Auswahl an Toppings reicht von Senf, Ketchup, Relish und Sauerkraut über Chili, Jalapenos, Ei, Speck oder Avocado. Beim Vorbeifahren nicht zu übersehen ist das metergroße Würstchen mit der Aufschrift „Eat me“. Um hinzukommen sollte man den Franklin-D-Roosevelt-Drive am East River entlangfahren und bei hoffentlich schönem Wetter über dem Fluss die Bauten New Yorks bestaunen.

Ob man Barbecue oder Barbeque schreibt, es BBQ abkürzt: so viele Schreibweisen es auch gibt, noch vielfältiger sind die Geschmacksrichtungen eines typisch amerikanischen Barbecues. Fans finden auf dem Southern BBQ Trail, vor allem in Virginia, South und North Carolina, nicht nur gute Restaurants, sondern auch authentische Tradition und Geschichte sowie kulinarische Experimente. Genau richtig, um sich nach einem Besuch im Cherokee National Forest, Steele Creek Park oder Roan Mountain State Park zu stärken ist das Ridgewood Barbecue (900 Elizabethton Highway, TN) in Bluff City. Hier stimmen Preis und Geschmackserlebnis.

Bagels gibt es in den USA in allen Varianten, sehr gelobt wird das Angebot der Bagel King Bakery in Deltona (777 Deltona Blvd, FL): es gibt 19 verschiedene Sorten, zum Beispiel Weizen, Sesam, Salz, Vollkorn oder eine italienische Variante. Der Belag reicht von süß mit Schokolade oder Frucht über herzhaft mit Schinken, Käse, gegrillter Hühnerbrust, Salami, Fisch oder Gemüse. Ein Besuch lässt sich wunderbar mit einem Tag am Lake Monroe verbinden, am besten im Mietwagen einmal um den See fahren und überall da anhalten, wo es gefällt. Dann auf dem Lakeshore Drive nach Deltona fahren und Bagels genießen.

Richtig gut sind Chicken Wings im The Wing Dome in Seattle (7818 Greenwood Ave. N, WA), nette Kellner, gute Auswahl, scharfe Saucen und eine exakte Bedienungsanleitung zum Ablauf des Restaurantbesuchs: erst Hunger und Anzahl der Chicken Wings definieren, Saucenschärfe von „kindergeeignet“ bis „herausfordernd“ bestimmen, ordern, essen und genießen. Für die Anfahrt empfiehlt das Team von Holiday Autos, vom Norden her auf dem Pacific Highway nach Seattle zu fahren, dann Richtung Richmond Highlands, den Blick auf die Bay genießen, nächster Stopp sind die Golden Gardens, dann in die NW 80th Street abbiegen und an der Greenwood Avenue nach Norden abbiegen, Mietwagen parken und auf die Chicken Wings freuen.

Das La Lupita Tacos Mexicanos in Providence ist ein zu empfehlendes Taco Restaurant. Alle Zutaten sind frisch, das Gemüse knackig, die Schärfe überraschend und das Fleisch sehr gut mariniert. Wer sich im Laden nicht entscheiden kann, kombiniert wild oder probiert ein Special, Guacamole, Käse und Sour Cream gibt’s reichlich zum Dippen – oder einfach eine der scharfen Salsas kosten. Aus dem Süden kommt man auf der US Historic Route 1. In Providence die Adresse 1950 Westminster Street, RI anfahren, das Auto abstellen und für weniger als fünf US-Dollar leckere Tacos essen.

Wird der amerikanische Präsident Obama gefragt, wo man in den USA gute Pizza bekommt, nennt er oft das Italian Fiesta am Hyde Park in Chicago. Hinter dem Tipp verbirgt sich ein Straßenkiosk (1400 E. 47th Street, IL). Die Pizzen werden in vierter Generation nach altem Familienrezept mit dünnem Boden, Tomatensauce und Mozzarella zubereitet. Jeder kann sich seine Pizza ganz nach Gusto belegen lassen, von italienischer Wurst bis Jalapenos, von Shrimps bis Knoblauch, aber immer mit würzigem Oregano für den hauseigenen Geschmack. Die Pizza ist köstlich, wenn man sie im Mietwagen mit in den Park nimmt und mit Blick auf den Lake Michigan verspeist.

Täglich um 22 Uhr ist im Holeman&Finch „Burger-Time“: zwei Dutzend handgemachte doppelte Cheeseburger kommen frisch aus der Küche. Die Burger sind original amerikanisch, Rindfleisch, Zwiebeln, Käse, Essiggurken, Ketchup, Mayo in einem Brötchen, dazu dick geschnittene Pommes gut frittiert. Reservierungen gibt es nicht, wer rechtzeitig da ist und einen Platz ergattert, ist dabei. Das erlebt man in Atlanta (2277 Peachtree Road, GA). Ein Tipp des Kochs: Burger gibt es auch beim sonntäglichen Brunch.

Maccaroni n’Cheese – kurz Mac&Cheese – macht man in amerikanischen Haushalten in der Regel eben mal schnell zu Hause. Unterwegs kann man sich das Gericht aber auch in tollen Restaurants servieren lassen, zum Beispiel in Pete’s Cafe & Bar in Downtown Los Angeles (400 S. Main Street, CA). Hier werden die Nudeln mit unterschiedlichen Käsesorten von cremigem Ziegenkäse über Cheddar aus Vermont bis zu Asiago Käse verfeinert und mit frischen Kräutern angerichtet. Für die Anfahrt ist der Highway 101 zu empfehlen, aus dem Norden ein gutes Stück weit über den El Camino Real.

Pommes Frites wurden nicht in den USA erfunden, dafür werden sie hier aber weltweit am meisten serviert. Sehr gute „French Fries“ bekommt man im Duckfat Restaurant in Portland, Maine (43 Middle Street). Kartoffeln aus der Region werden von Hand in Stifte geschnitten, ordentlich frittiert und in Tüten serviert. Die eigentliche Delikatesse sind die Saucen: Ketchup, Mayo, Aioli, Thai Chili, Sweet & Spicy oder Trüffel-Ketchup. Zu viel, um sich leicht entscheiden zu können. Wer mag kombiniert den Besuch im Duckfat mit einer Mietwagentour auf der Ocean Street über Cape Elizabeth, ehe man im Hafen von Portland den Pausensnack bestellt.

On the record: Memphis

Sun Studio in Memphis (credits: Memphis Convention and Visitors Bureau)

Memphis is still in our days one of the greatest names in music – as are the recording places there. Sun Studio makes you think of Elvis Presley and Jerry Lee Lewis. Hi Records makes you think of Al Green and Ann Peebles. Worldwide, people know about the recordings of music icons like Booker T and the MGs, Isaac Hayes, Johnny Cash, Otis Redding and many others who put Memphis on the musical map.

While the explosion of Memphis music from the 1950s and 60s has been well chronicled, less attention has been given to the hundreds of today’s headlining acts that have recorded in Memphis. Among today’s artists who have recorded in the home of the blues and birth place of rock ’n‘ roll – U2, White Stripes, Gin Blossoms, Dave Matthews Band, John Mayer, Tom Petty and Cyndi Lauper. According to Ardent Studios‘ engineer, John Hampton, musical legends continue to come to Memphis to „bathe in the water“ of Memphis‘ historical music vibe.

To pay proper tribute to the present-day projects and the producers who continue to serve as the guardians of Memphis‘ musical legacy, the Memphis Rock ’n‘ Soul Museum has created the „Recorded in Memphis“ exhibit. The names of those who book Studio A, B or C in many of Memphis‘ actively successful studios cover the walls of the museum’s final exhibition gallery.

„Many tourists are aware of Memphis‘ rich musical past,“ said John Doyle, executive director of the Memphis Rock ’n‘ Soul Museum. „But many don’t realize that almost weekly Memphis studios are hosting some of the biggest names in the music industry and are creating the music we listen to everyday.“

„These studios and engineers are as critical to Memphis‘ unequalled musical legacy as the musicians themselves,“ Doyle added.

While visiting the exhibition you’ll learn about:

The exhibit will run through September 2012 and will be included in regular admission. For more information, visit www.memphisrocknsoul.org.