Pfaffinger Umschau

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Month: Mai, 2014

Fittes Futter für Vielflieger

Chicago - O'Hare Airport - Aeroponic Garden - Kräuter- und Gemüseanbau 7 - (C) Chicago Department of Aviation

Chicago – O’Hare Airport – Aeroponic Garden – Kräuter- und Gemüseanbau – (C) Chicago Department of Aviation

Verkehrsknotenpunkte wie große internationale Flughäfen stehen nicht unbedingt im Ruf, Orte zu sein, an denen man sich bewusst und gesund ernähren kann. Die beiden Airports der US-Metropole Chicago, O’Hare und Midway, zeigen jetzt, dass es auch anders geht. So bieten dort zahlreiche Restaurants und Imbissstellen gesunde und gut bekömmliche Mahlzeiten und Snacks aus Waren an, die von Farmern in der Region produziert werden. Auch zahlreiche vegetarische und glutenfreie Speisen stehen zur Wahl.

An Terminal 3 in O’Hare gibt es zudem einen Shop mit einer großen Auswahl an frischen Salaten, Jogurt, Obst und Gemüse. Darüber hinaus werden in einem Garten im Terminalgebäude 3 Kräuter und Gemüse angebaut, die in den Flughafenrestaurants Tortas Frontera, Tuscany, Wolfgang Puck und Wicker Park Seafood & Sushi zur Zubereitung genutzt werden. O’Hare ist damit der erste Flughafen der Welt, der einen solchen aeroponischen Garten besitzt. In einer neuen, unterhaltsamen Online-Broschüre informieren die Flughäfen über diese Angebote und geben Tipps für eine gesunde Ernährung auf Flugreisen.

Zum weiteren Angebot für Gesundheit und Wohlbefinden am Flughafen Chicago O’Hare, dem Gateway für alle Nonstop-Flüge aus deutschsprachigen Ländern, gehören der erst kürzlich eröffnete Yogaraum (Terminal 3), der Athletic Fitnessclub (Terminal 2) und drei Spas (Terminals 1,3 und 5). Exklusiv am Flughafen können Fluggäste zudem echten O’Hare Honig erwerben. Er stammt von Bienenvölkern, die auf dem Flughafengelände angesiedelt sind und pro Jahr mehr als 600 Kilogramm Honig produzieren. Neben Honig zum Verzehr werden daraus unter dem Label „beelove“ auch hochwertige Kosmetikartikel hergestellt.

Weitere Informationen zu den Flughäfen Chicago O’Hare und Midway gibt es unter www.flychicago.com.

Dodge City ist die „Queen of the Cowtowns“

„Rauchende Colts“ („Gunsmoke“) – wer kennt nicht US Marshall Matt Dillon und seinen Hilfssheriff Festus Haggan, die in dieser langlebigsten TV-Westernserie zwischen 1955 und 1975 in Dodge City für Recht und Ordnung sorgten? Von 1967 bis 1997 liefen 228 Folgen in Deutschland, 635 in den USA, dazu fünf Spielfilme.

Durch diese TV-Serie und den Western „Dodge City“ von 1939 bekam das 28.000-Seelen-Städtchen im Südwesten des US-Bundesstaats Kansas weltweit seinen Stempel als Westernstadt aufgedrückt. Gegründet 1871 als Versorgungsstation am Santa Fe Trail und nahe dem Militärposten Fort Dodge blühte der Ort ab 1876 als Rinder-Verladebahnhof auf. Bis in die 1890er-Jahre trieben Cowboys unzählige Rinderherden auf den legenärden „Cattle Drives“ hierher und vergnügten sich anschließend in der Stadt, die als „Sodom of the West“ oder „Queen of the Cowtowns“ berühmt wurde und allerlei schwielichtige Gestalten anlockte. Die legendären Bat Masterson und Wyatt Earp sollen sich in den Saloons herumgetrieben und sogar kurzzeitig als Ordnungshüter fungiert haben.

Etwa 150.000 Besucher erleben Jahr für Jahr in der Altstadt von Dodge City – mit historischen Bauten wie dem George Hinkle House (ca. 1880), der First Presbyterian Church (1880) oder der St. Cornelius Episcopal Church (1898) – besonders aber im Boot Hill Museum, Geschichte hautnah. Während der Dodge City Days, dem zehntägigen „Western-Fest“ Ende Juli, wimmelt es in der Stadt vor Cowboys und Cowgirls. Es finden Rodeos, ein großer Umzug, ein Barbecue-Kochwettbewerb und eine Western Art Show statt.

Das Bemühen der Stadt, ihr historisches Erbe aufrecht hoch zu halten, honorierte nun auch das Fachorgan „True West Magazine“ und wählte Dodge City zur „# 1 True Western Town 2014“. Seit 2006 werden Ortschaften im Westen Nordamerikas für ihre historische Authentizität ausgezeichnet. Dodge City reiht sich damit in die illustre Reihe bekannter und weniger bekannter Ortschaften mit besonderem Flair ein. Zum neunten Mal zeichnen die Herausgeber des True West Magazines zehn Ortschaften für ihr Engagement, Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern auch lebendig zu machen aus. True West widmet sich seit 60 Jahren der Geschichte des „Wilden Westens“ und gilt in diesem Bereich als überaus sachkundig.

 

Die Top Ten True Western Towns 2014

1. Dodge City/Kansas

2. Durango/Colorado

3. Dayton/Washington

4. Buffalo/Wyoming

5. Fort Smith/Arkansas

6. Lubbock/Texas

7. The Dalles/Oregon

8. Lincoln/New Mexico

9. Tombstone/Arizona

10. Lewiston/Idaho

 

Festivals und Attraktionen in Dodge City/Kansas

Wo Wasser brennt und Melodien tanzen

Cellistin beim Tanglewood Summer Festival (c) Stu Rosner, Massachusetts Office of Travel and Tourism

Cellistin beim Tanglewood Summer Festival (c) Stu Rosner, Massachusetts Office of Travel and Tourism

Im Nordosten der USA versteht man es, den Sommer zu feiern. Ein Festival folgt dann dem anderen in den sechs Neuengland-Staaten. Von Blumenzauber über Kunst und Musik bis hin zu Wassermagie und eindrucksvollen Segelbooten – die warme Jahreszeit wartet mit einem Veranstaltungskalender voll kultureller und künstlerischer Highlights auf! Ob an der Küste mit ihren weitläufigen Stränden oder im Landesinneren umgeben von eindrucksvollen Bergen und pittoresken Städten – die Kulisse der malerischen Landschaft gibt jedem Festival in Neuengland seinen ganz besonderen Charme.

Muskalische Highlights in Massachusetts

Das Tanglewood Summer Festival ist eines der beliebtesten und berühmtesten Musikfestivals der USA und findet von Ende Juni bis Ende August in den schönen Berkshire Hills zwischen Lenox und Stockbridge in Massachusetts statt. Neben dem renommierten Boston Symphony Orchestra, das in Tanglewood seinen Sommersitz hat, geben hier die größten klassischen Musiker und Ensembles unserer Zeit Gastvorstellungen. Konzerte weltbekannter Musiker aus den Bereichen Jazz und Pop ergänzen das Programm.

Ideenschmiede in Connecticut

Das ambitionierte Programm des International Festival of Arts & Ideas (14. bis 28. Juni 2014)  bringt jedes Jahr namhafte Stars, Schriftsteller, neu entdeckte Künstler und zahlreiche Premieren nach New Haven, Connecticut. Die vielfältige Auswahl bietet neben familienfreundlichen Musik-, Tanz und Theaterveranstaltungen eine Mischung aus ernsten, kontroversen und skurrilen Themen, die nicht nur gefallen, sondern auch provozieren und die Besucher zu neuen Denkweisen inspirieren sollen. In Vorträgen und Diskussionsrunden werden beispielsweise Themen erörtert, wie Gebäude unseren Planeten retten können oder mit welchen Techniken und Übungen der Mensch noch intelligenter werden kann.

Maritimes Erbe in Maine

Windjammer ist das englische Wort für ein großes Segelschiff aus dem 19. Jahrhundert und Maine ist der einzige Staat, der über eine große historische Flotte dieser romantischen Schiffe verfügt. Beim alljährlichen Camden Windjammer Festival (29.-31. August 2014) werden sie mit Bootsparaden, Musik und einem großen Feuerwerk über Camden Harbor gefeiert. Besucher können an Fahrten auf den Schiffen teilnehmen, dabei herrliche Sonnenuntergänge genießen und Wale und Seehunde aus unmittelbarer Nähe erleben. Auch Boothbay Harbor feiert und ehrt mit dem Windjammer Days Festival (24.-25. Juni 2014)die Zeit, als Segelschiffe noch der beste Weg waren, um die Welt zu bereisen oder Güter zu transportieren.

Blumenzauber in New Hampshire

Die herrlich blühenden Lupinen auf den Feldern in der Region um die Franconia Notch in den White Mountains von New Hampshire verwandeln die Felder und Wiesen in ein Meer aus leuchtendem Purpur, Rosa, Blau und Weiß und locken so gleichermaßen Schmetterlinge und Besucher an. Die Annual Celebration of Lupines ist eine Hommage an die faszinierenden Wildblumen, bei der den ganzen Juni über vor der majestätischen Kulisse der Berge ihrer einzigartigen Schönheit gehuldigt wird. Zu den Veranstaltungen des Festivals gehören Fahrten mit dem Pferdewagen, organisierte Wanderungen und Konzerte.

Abendstimmung beim WaterFire Festival in Providence, Rhode Island (c) Providence Warwick Convention & Visitors Bureau

Abendstimmung beim WaterFire Festival in Providence, Rhode Island (c) Providence Warwick Convention & Visitors Bureau

Strahlendes Rhode Island

So gegensätzlich Feuer und Wasser auch sein mögen – in Providence, Rhode Island finden die beiden auf besonders kunstvolle Weise zueinander. Jedes Jahr wird in der Hauptstadt des kleinsten US-Bundesstaates von Mai bis Oktober das beliebte WaterFire Festival veranstaltet. Dabei werden an ausgewählten Samstagen auf den drei Flüssen in der Innenstadt 100 Leuchtfeuer entzündet, die Providence in ein stimmungsvolles Licht tauchen. Im flackernden Licht der sich auf dem Wasser widerspiegelnden Feuer schlendern Einheimische und Besucher durch den Waterplace Park am Flussufer entlang und über venezianisch inspirierte Fußgängerbrücken, betrachten mit Fackeln beleuchtete Schiffe und lassen sich von atemberaubenden Darbietungen renommierter Feuerkünstler unterhalten.

Vermont im Jazz-Fieber

Die Universitätsstadt Burlington in Vermont lädt jedes Jahr zum legendären Burlington Discover Jazz Festival (30. Mai-8. Juni 2014) ein. Schon seit über einem Vierteljahrhundert lockt das Festival begeisterte Jazzliebhaber an den Lake Champlain. Vor einer traumhaften Kulisse swingen Szenegrößen aus aller Welt die Bühnen und präsentieren mit Jazz, Blues, Funk, Swing und Latin die Vielfalt des Musikgenres. Während der Festivaltage ist die Musik aus jeder Ecke der Altstadt Burlingtons zu hören – vom Hafenviertel über das Flynn Center bis hin zum Marktplatz in der Church Street sowie in den zahlreichen Clubs und Restaurants.