Pfaffinger Umschau

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Month: Januar, 2015

Hüttenzauber in den Rockies

Winterlicher Hüttenzauber im Dunton Hot Springs (c) Dunton Hot Springs

Winterlicher Hüttenzauber im Dunton Hot Springs (c) Dunton Hot Springs

Wer seinen Urlaub gerne in der Natur verbringt, jedoch nicht auf die Vorzüge eines Hotelzimmers verzichten möchte, findet im US-Bundesstaat Colorado eine willkommene Alternative, die beides vereint. Urige Holzhütten in Parks und Wäldern laden Reisende zu gemütlichen Abenden am Kamin oder am Lagerfeuer ein. Tagsüber kann man die herrliche Umgebung entdecken, ob beim Spaziergang, während einer Wanderung oder beim geführten Ausritt. Andere Outdooraktivitäten wie Golf, Angeln oder Schwimmen sind ebenfalls fast immer möglich und ergänzen das umfangreiche Freizeitprogramm. Ob rustikal mit schlichter Einrichtung oder luxuriös mit eigenem Whirlpool hinter dem Haus – für jeden Geschmack und Geldbeutel gibt es in Colorado die perfekte Hüttenunterkunft.

Die Estes Park Cabins liegen in der Front Range direkt am Fuße der Rocky Mountains und etwa 2 Autostunden nördlich der Hauptstadt Denver. Die idyllische Landschaft macht einen Aufenthalt zu jeder Jahreszeit lohnenswert. Verschiedene Hüttenkategorien bieten Platz für einen romantischen Ausflug zu zweit, ein gemütliches Wochenende mit Freunden oder einen Urlaub mit der ganzen Familie. Die Hütten sind im gesamten Tal verteilt, so können die Gäste frei entschieden, ob sie in der Nähe des Dorfes, mit unmittelbarem Zugang zu den vielen Wanderwegen oder lieber direkt am Rocky Mountain National Park wohnen möchten.

Gemütliches Beisammensein in den Estes Park Cabins (c) VisitEstesPark.com

Gemütliches Beisammensein in den Estes Park Cabins (c) VisitEstesPark.com

Die Grand Lake Lodge im Nordwesten von Colorado bietet vier verschiedene Hüttenarten: Die Spruce Cabins überzeugen mit rustikalem, gemütlichem Flair und bieten Platz für bis zu vier Personen. Speziell für frisch Vermählte gibt es die Honeymoon Cabin mit besonders romantischem Ambiente. Ebenfalls ein Highlight ist die Ford Cabin, wo 1927 Automobilhersteller Henry Ford persönlich genächtigt hat. In diesem geräumigen Holzhaus ist Platz für bis zu 12 Personen – die perfekte Unterkunft für die Großfamilie oder Gruppen. Wer es noch größer mag oder braucht, bucht am besten die Elk Cabin. Auf zwei Etagen in acht Schlafzimmern können hier maximal 25 Personen wohnen.

Wer es etwas extravaganter mag, sollte sich im Dunton Hot Springs einbuchen. Das liebevoll angelegte Resort im Südwesten nahe der San Juan Mountains lässt das Herz eines jeden Naturfreundes höher schlagen. Neben den schönen Holzhütten kann man hier auch in einem Holzhaus mit Zeltwänden übernachten. Die alte, heute nicht mehr bewohnte Minenstadt Dunton mit ihren langen Wanderpfaden, reißenden Flüssen und dem rauen Landschaftsbild bildet den perfekten Kontrast zu den luxuriösen Annehmlichkeiten, die das ganzjährig geöffnete Resort bietet: Massagen, Highspeed-Internet und eine exzellente Küche sorgen für das leibliche Wohl der Gäste. Besonders in der kalten Jahreszeit verwandelt sich Dunton in ein unvergleichliches Winterwunderland.

Komfortabel und einladend - die Hütten der Dunton Hot Springs (c) Dunton Hot Springs

Komfortabel und einladend – die Hütten der Dunton Hot Springs (c) Dunton Hot Springs

Auch im Pikes Peak Resort im Süden des Bundesstaates kann man es sich im Schoß von Mutter Natur gut gehen lassen. Vier komplett ausgestattete Hüttenarten bieten Raum für bis zu 16 Gäste pro Haus. Inmitten der Wälder gibt es eine wahre Vielfalt an Flora und Fauna zu erleben. Abends vor dem Kamin kann man sich entspannt zurücklehnen und den aufregenden Tag Revue passieren lassen. Das Pikes Peak Resort ist ganzjährig geöffnet und zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

 

Viele Pfade führen zu den „native people“

Nachfahren der amerikanischen Ureinwohner auf der Plimoth Plantation (c) Plimoth Plantation

Nachfahren der amerikanischen Ureinwohner auf der Plimoth Plantation (c) Plimoth Plantation

Das Wissen, die Erfahrungen und die Traditionen der Ureinwohner haben auch die Geschichte und die Kultur Neuenglands geprägt und bereichert. Im Nordosten der USA lebten schon vor vielen Jahrtausenden die ersten Bewohner ein Leben im Rhythmus der Jahreszeiten, bauten Bohnen, Mais, Kürbis und Wildreis an, fingen Lachs, Forellen und Kabeljau und fuhren in ihren leichten Kanus aus Birkenrinde aufs offene Meer hinaus. Die ersten Begegnungen mit Europäern vor rund 400 Jahren führten zu weit reichenden Veränderungen für alle Beteiligten.

Glücklicherweise konnten die Stämme jedoch ihre Identität weitestgehend erhalten und so haben Reisende in Neuengland auch heute noch die Möglichkeit, sich intensiv mit der Kultur der Indianer zu beschäftigen, über deren Namen und Spuren man allerorten stolpert. Anders als in vielen Regionen Nordamerikas lebt hier nur ein relativ kleiner Teil in Reservaten, wie bei den Penobscot in Maine, die auch Besucher willkommen heißen. Die meisten „Native People“ in den sechs Bundesstaaten Neuenglands sind gut in die Gemeinden integriert und eine Vielzahl von Einrichtungen und Initiativen bemüht sich, das Erbe ihrer Vorfahren zu bewahren.

Wigwam in Originalgröße

In Vermont siedelten sich vor rund 13.000 Jahren die Paläoindianer an, deren Nachfahren als Abenaki bekannt sind. Das Vermont History Museum in Montpelier beleuchtet die Geschichte des Bundesstaates und widmet sich entsprechend ausführlich dem Leben der Ureinwohner in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die interaktive Multimedia-Ausstellung „Freedom and Unity“ gibt Besuchern Gelegenheit, den Nachbau eines Abenaki Wigwams in Originalgröße zu betreten und thematisiert die Wechselwirkungen der Begegnungen mit den weißen Siedlern aus Europa. ,

Das Mashantucket Pequot Museum in der Nähe von Mystic, Connecticut lässt nicht nur die 20.000-jährige Geschichte und Kultur der Pequot eindrucksvoll wieder aufleben, sondern befasst sich auch mit anderen nordamerikanischen Stämmen. Im weltweit größten Museum zu diesem Thema kann man unter anderem ein rekonstruiertes Dorf besichtigen.  Jedes Jahr im August laden die Stammesmitglieder Einheimische und Touristen zum Schemitzun PowWow ein, wo die traditionelle Lebensweise voller Stolz präsentiert und zelebriert wird. Zusammen mit ihren Familien und Freunden anderer Stämme führen sie traditionelle Tänze vor, stellen Schmuck aus Muscheln, Perlenstickereien und Fischernetze her, machen mit Steinen Feuer, um darüber zu kochen und erzählen Geschichten ihrer Ahnen.

Leben wie seit ewigen Zeiten

Tanzvorführung beim PowWow (c) Mashantucket Pequot Museum & Research Center

Tanzvorführung beim PowWow (c) Mashantucket Pequot Museum & Research Center

Die Wampanoag Homesite im Freilichtmuseum Plimoth Plantation liegt an den Ufern des Eel River in Massachusetts. Hier können Besucher die traditionellen Häuser der Wampanoag besichtigen und dabei zusehen, wie dieser Stamm im 17. Jahrhundert mit Ackerbau, Jagd, Fischfang und der Herstellung von Matten und Körben aus Schilf seinen Lebensunterhalt verdiente. Die hier arbeitenden Ureinwohner sind historisch korrekt gekleidet, sprechen über die Geschichte und Kultur der Wampanoag und kennen sich sehr gut aus in den Traditionen der Menschen, die seit ewigen Zeiten in dieser Region gelebt haben.

Das Mount Kearsarge Indian Museum in Warner, New Hampshire thematisiert ebenfalls die bereits seit 20.000 Jahren existierende Kultur der amerikanischen Ureinwohner und ihren Umgang mit der Natur. Zu diesem Zweck präsentieren Wechselausstellungen typische Gebrauchsgegenstände, Textilien, Bekleidung, Keramikwaren, Kanus und andere Exponate. Ein besonderes Highlight des Museums ist der Medicine Woods Nature Trail, ein Lehrpfad, der durch einen Garten mit über 100 Heilpflanzen führt.

Zwischen Land und Meer

Zu den vier Stämmen Maines gehören die Maliseet, Micmac, Penobscot und Passamaquoddy, die zusammen als Wabanaki bekannt sind. Jede Gemeinschaft verfügt über eine eigene Stammesregierung, Gemeinschaftsschulen, ein Kulturhaus und jede verwaltet ihr jeweiliges Land und die natürlichen Ressourcen selbst. Das Abbe Museum in Bar Harbor präsentiert ihre individuelle Geschichte und ihre vielfältigen Kulturen durch Wechselausstellungen, Veranstaltungen und Lehrwerkstätten für Kinder und Erwachsene.

Lange bevor Rhode Island als solches existierte, bewohnte schon der Stamm der Narragansett diese Küstenregion. Das Tomaquag Museum in Exeter widmet sich insbesondere der Geschichte dieses seefahrenden Volkes, versucht zudem aber auch ein größeres Verständnis für alle Ureinwohner Neuenglands zu erzielen. Das Museum beherbergt eine einzigartige Sammlung mit über 20.000 Exponaten, dazu gehören historische Artefakte, Bilder und andere Kunstwerke. Außerdem werden Vorträge, kulturelle Darbietungen und Workshops zu Perlenarbeiten, Keramik, Malerei und ganzheitlicher Heilung durch Kräuter angeboten, um die Denkweise der Narragansett zu veranschaulichen.

„Native“ ist Leben, nicht Folklore

Mitglieder der Ckickasaw Nation (c) AIANTA

Mitglieder der Ckickasaw Nation (c) AIANTA

Der Verband der nordamerikanischen Ureinwohner AIANTA (American Indian Alaska Native Tourism Association) präsentiert in diesem Jahr auf der Reisemesse ITB in Berlin seine gesamte geographische und kulturelle Bandbreite mit Vertretern aus allen Teilen der USA. „Es gibt 566 bundesstaatlich anerkannte Stämme. Wir sind alle sehr unterschiedlich und kommen aus den verschiedensten Regionen der Vereinigten Staaten“, erklärt Camille Ferguson, Geschäftsführerin von AIANTA. „Wir finden, die ITB ist eine hervorragende Plattform, Europäern – und insbesondere den Deutschen – die Vielfalt und das Angebot der nordamerikanischen Ureinwohner zu zeigen.“

Viele Facetten traditioneller Kultur

Hawaii als südlichster Teil der USA lädt Besucher in ein wundervolles Land ein, welches bereits vor über 800 Jahren von den Polynesiern entdeckt wurde. Neben Sonne, Sand und Surfen empfiehlt das Office of Hawaiian Affairs Reisenden einen Besuch des Iolani Palasts. Die ehemalige königliche Residenz im Herzen Honolulus ist eines der prunkvollsten und faszinierendsten Gebäude im pazifischen Raum.

Die Native Hawaiian Hospitality Association (NAHHA) kommt ebenfalls aus Hawaii an den Stand von AIANTA, um Künstler, Hotels und typisch hawaiianische Sehenswürdigkeiten vorzustellen. Wenn es um die Erlebnisse der Besucher auf Hawaii geht, ist Authentizität das oberste Gebot für die NAHHA. Spezielle Mitarbeitertrainings und Unterstützung des studentischen Nachwuchses in der Tourismusindustrie sollen dies gewährleisten.

Menschen und ihr Land prägen das Bild

Die Chickasaw Nation in Oklahoma bietet bedeutende historische und moderne Sehenswürdigkeiten. Sie verfügt über das größte Stammeskulturzentrum in den USA, wo Vorführungen, Ausstellungen und ein Amphitheater für Gesang und Himmelsbeobachtung besucht werden können. Kunst, Werkzeuge und Archive der Chickasaw werden im Chickasaw Council House Museum präsentiert.

Für viele Europäer ist das Land der Indianer gleichbedeutend mit dem Monument Valley. Die farbenprächtige Gegend ist sowohl mit Naturwundern als auch mit indianischer Kultur reich gesegnet. Monument Valley Simpson’s Trailhandler Tours veranstaltet Reisen für Fotografen und Abenteuersuchende, die von einheimischen Navajo Indianern geleitet werden. Sie kennen in ihrer Heimat jedes Sandkorn, jeden Krater und jede Pflanze und führen die Gäste zu Felszeichnungen, Piktogrammen, altertümlichen Behausungen und magischen Landschaften mit spektakulären Farben.

Luxus-Urlaub mit ungewöhnlichem Touch

Das luxuriöse We-Ko-Pa Resort & Conference Center des Yavapai Stammes stellt sich bei der ITB als neuer Partner von AIANTA vor. Die Hotelanlage in Arizona verfügt über 246 Gästezimmer und Suiten, ein Restaurant mit südwestlicher Küche, ein großzügiges Spa sowie einen beheizten Außenpool und zwei Whirlpools. In direkter Nähe befinden sich die zwei preisgekrönten Golfplätze des We-Ko-Pa Golfclubs und das Fort McDowell Casino. Fort McDowell Adventures organisiert Ausflüge in die Wüste zu Pferd oder mit dem Jeep, Kajakfahrten auf dem Verde River, Segwaytouren, Flusskreuzfahrten und die Yavapai Experience Cultural Tour.

 

AIANTA ist eine gemeinnützige Organisation amerikanischer Stämme und Stammesunternehmen, die 2002 gegründet wurde, um den Tourismus im Indian Country zu fördern. Die Organisation besteht aus Mitgliedsstämmen sechs verschiedener Regionen der USA: der Osten, die Präriegebiete im Westen der USA, der Mittlere Westen, der Südwesten, der Pazifikraum und Alaska. Ziel von AIANTA ist es, einen Tourismus zu etablieren, der die Traditionen und Werte der einzelnen Stämme achtet und schützt. Weitere Informationen auf www.aianta.org. Für Neuigkeiten und Updates folgen Sie AIANTA auf Facebook und Twitter (@OfficialAIANTA).