Pfaffinger Umschau

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Month: März, 2015

Entertainment abseits von Shows und Casinos

Container Park, mit einer Fülle and Restaurants, Bars, Foodshops und Modeboutiquen ist die Alternativ zum "Strip". (c) Las Vegas News Bureau

Container Park, mit einer Fülle and Restaurants, Bars, Foodshops und Modeboutiquen ist die Alternativ zum „Strip“. (c) Las Vegas News Bureau

Die Sommerferien nahen und die Reise-Planungen sind in vollem Gange. Ein beliebter Familienurlaub ist die Fahrt mit dem Camper durch Amerika. Natürlich sollte Las Vegas auf keinem Westküsten-Trip ausgelassen werden! Die als „Entertainment Capital of the World“ bekannte Glitzermetropole bietet nicht nur Casinos sondern auch unzählige Freizeitmöglichkeiten für Groß und Klein.

Spannende Tierwelt
Das Las Vegas Natural History Museum lädt auf eine Zeitreise von den Dinosaurierern bis zur Tierwelt von heute ein. Wale, Haie und Wildtiere aus Nevada, den afrikanischen Wüsten und Regenwäldern sorgen für Staunen und große Augen – nicht nur bei den kleinen Besuchern. Für alle, die das Tierreich lieber in Realität entdecken wollen, bietet sich ein Ausflug in das Flamingo Wildlife Habitat des Flamingo Hotels an, wo chilenische Flamingos, Schwäne, Enten, Koi Fische und Schildkröten bestaunt werden können. Wer es lieber Größer und Wilder möchte, macht sich auf in Siegfried & Roy’s Secret Garden and Dolphing Habitat – der Heimat der berühmten weißen Tiger aber auch weißer Löwen, Schneeleoparden, schwarzer Panther und goldener Tiger. Im angrenzenden Dolphin Habitat können Delphine bei ihrem natürlichen Verhalten und Spielen beobachtet werde. Im Shark Reef Aquarium des Mandalay Bay Hotels wandern die Besucher durch Nachbildungen alter Tempelruinen und gesunkener Galeonen – umgeben von Haien und anderen räuberischen Meerestieren.

Aufregende Attraktionen

Der High Roller, das mit 167 Metern größte Riesenrad der Welt bietet, vorallem Abends, einen tollen Blick auf die helll erleuchtete Stadt. (C) Las Vegas News Bureau

Der High Roller, das mit 167 Metern größte Riesenrad der Welt bietet, vorallem Abends, einen tollen Blick auf die helll erleuchtete Stadt. (C) Las Vegas News Bureau

Der dem Grand Canyon nachempfundene Adventuredome im Hotel Circus Circus lockt die Besucher mit Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften aber auch Clownshows, Indoorklettern mit Bungee Jumping und vielem mehr für große und kleine Gäste. Auch unter dem Dach des New York – New York Hotels wartet eine abenteuerliche Fahrt im Roller Coaster auf die ganze Familie. Noch rasanter wird es auf dem Stratosphere Tower bei einer von vier extremen Attraktionen in über 300 Metern Höhe: Achterbahnfahrten in Big Shot, X Scream und Insanity hoch über den Dächern Las Vegas‘ lassen den Atem stocken. Auf den Strip zurück geht es für Wagemutige nicht mit dem Fahrstuhl, sondern mit dem SkyJump, der einen sicheren und kontrollierten freien Fall ermöglicht und das Adrenalin hoch schnellen lässt.
Ein bisschen gediegener aber nicht weniger aufregend ist eine halbstündige Fahrt im High Roller. Das mit 167 Metern größte Riesenrad der Welt bietet, vorallem Abends, einen tollen Blick auf die helll erleuchtete Stadt.

Lehrreiches am Strip
Weniger abenteuerlich, aber mindestens genauso unterhaltsam, wird es für die Kleinen im Discovery Children’s Museum. Wissenschaft, Kunst, Natur und Kultur werden hier für alle Altersstufen auf anschauliche Weise vermittelt. Spannend wird es für Teenager bei CSI:The Experience im MGM Grand. Bei dieser, der Fernsehserie nachempfundenen Attraktion, können die Besucher in die Rolle eines Ermittlers schlüpfen und mysteriöse Fälle aufklären.
Nichts zu klären aber allerlei zu bestaunen gibt es im Madame Tussauds Wax Museum. Die hier ausgestellten über 100 lebensechten Wachsfiguren bekannter Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen, Musik und Sport wurden in aufwendiger Kleinstarbeit nachgebildet.

Downtown Las Vegas erwacht zum Leben
Downtown ist dort, wo vor über hundert Jahren in 1905 der Spaß in Las Vegas begann. Mit seiner sagenumwobenen Geschichte hält die Gegend für Reisende einen Kontrast zum glitzernden, glamourösen Strip bereit. Hier zieht das Neon Museum mit mehr als 150 Neonschildern aus längst vergangenen Zeiten, die bis auf die 30er Jahre zurück gehen, Besucher in seinen Bann. Anschließend können sie durch den Container Park, mit einer Fülle and Restaurants, Bars, Foodshops und Modeboutiquen schlendern. Die hohe Kunst des Nervenkitzels wird in Downtown mit der Zipline SlotZilla gefeiert. Das Fahrgeschäft bringt Adrenalinfreunde in Höhen von bis zu 30 Metern, um dann an einer Seilkonstruktion über die Köpfe von Tausenden von Fußgängern hinweg zu schweben – direkt unter dem weltbekannten Videodach der Freemont Street Experience

Eine Anmerkung zur Sicherheit des Fliegens und zum menschlichen Faktor

Vor 20 Jahren hat David Beaty das Buch „Naked Pilot – The Human Factor in Aircraft Accidents“ veröffentlicht. Ich habe es mir bald nach Erscheinen gekauft und seither immer wieder zu Rate gezogen, wenn es darum ging, mögliche Gründe für Unfälle (und Zwischenfälle) in der Verkehrsluftfahrt zu erkennen. Die Lektüre diess Buches, wenn man sie denn mit der nötigen Geduld und Aufmerksamkeit vornimmt, lehrt einen vor allem eines im Umgang mit Unfällen (und Zwischenfällen) in der Verkehrsluftfahrt: Geduld und Aufmerksamkeit.

Eine Botschaft Beatys ist mir besonders im Gedächtnis haften geblieben. Sinngemäß schreibt er, dass, je größer die Grundgesamtheit der weltweit in einem Cockpit Arbeitenden wird, auch die Wahrscheinlichkeit zunehme, dass es zu einem Fehlverhalten kommt, das in der Grundgesamtheit aller Menschen regelmäßig auftritt: das Verwechseln von Rechts und Links, die unterschiedliche Deutung eigentlich eindeutiger Begriffe, das situativ richtig erscheinende, letztlich aber irrig Setzen von willkürlich gewählten Prioritäten und dergleichen mehr. In den vergangenen 20 Jahren ist die Zahl der Pilotinnen und Piloten weltweit stark gewachsen – die Wahrscheinlichkeit, dass der „human factor“ sich auswirkt, ebenfalls.

Es irrt, wer diesen Faktor bis ins Letzte für identifizierbar und kalkulierbar hält. Flugschulen und Fluggesellschaften haben stets nur die Möglichkeit, aus erkannten Fehlern zu lernen und ihre Trainings und Maßnahmen darauf abzustellen, dass diese künftig nicht mehr passieren. Sie können, vielleicht, auch noch Fehlermuster erkennen und weitflächig vorbeugen, dass sich diese festsetzen. Mehr nicht. Angesichts menschlicher Individualität und der unendlich großen Zahl an möglichen Situationen wird es nie möglich sein, alle Fehler auf alle Zeiten auszuschließen.

Dazu kommt ein Zweites. Wer sich an die paar Stunden „Kybernetik“ erinnert, die Lehrpläne an Schulen vorsehen, der weiß auch: Indem man eine Stellgröße verändert, verändert man nicht nur die Situation an einem einzelnen (Mess-)Punkt, sondern im ganzen System. Während zum Beispiel Piloten im Flug oder Fluglotsen im Tower jederzeit diese Zusammenhänge bei den Folgen ihrer Entscheidung berücksichtigen (müssen), fällt es den Aufsehern aus der Verwaltung leicht, punktuelle Adhoc-Maßnahmen zu fordern und zu verördnen.

Auf die Entscheidung verschiedener Fluggesellschaften zur Zwei-Personen-Präsenz im Cockpit mit der Aussage zu reagieren, das bringe „mehr Sicherheit ins Cockpit“, ist daher gewagt. Diese Entscheidung reduziert potentiell das Risiko, dass ein Unglück wie beim Germanwings-Flug noch einmal passiert – gesetzt den Fall, die Ermittlungen bestätigen den bisher (Stand: 28. März 2015) unterstellten Ablauf des Geschehens an Bord. Gleichzeitig aber entstehen neue Risiken, die wir bisher nicht kennen.

So entsteht anstelle einer von Vertrauen geprägten Arbeitsatmosphäre nun eine, in der das Misstrauen, der Verdacht eine tragende Rolle spielt. Wie sieht das Verhältnis von zwei Menschen aus, die an kritischer Stelle zusammenarbeiten, von denen sich aber jeder fragen soll: Kann ich auf die Toilette gehen, ohne dass der andere Dummheiten macht? Wie kommunizieren als Aufseher entsandte Flugbegleiter und der verbleibende Pilot miteinander, von denen beide wissen, dass dieses Miteinander auf Misstrauen basiert? Es wird mehr als nur veränderte Ausbildungsinhalte oder medizinische Prozeduren brauchen, um diesen neuen, latenten Unsicherheitsfaktor zu beherrschen.

So gesehen geht es derzeit vor allem um eines – was die aufgeregte Welt allerdings kaum akzeptieren mag: Geduld und Aufmerksamkeit. Die Aufarbeitung aller Unfälle in der Geschichte der Verkehrsluftfahrt hat gezeigt, dass nur auf diesem Weg tragfähige Ergebnisse und weiterführende Erkenntnisse zu gewinnen sind.

Der Mississippi-Blues hat viele Farben

Die Bluesclubs in der Beale Street in Memphis, der Bluesmeile der USA, Mittelpunkt des Beale Street Music Festival 1.-3. Mai 2015. (C) www.memphis-mississippi.de

Die Bluesclubs in der Beale Street in Memphis, der Bluesmeile der USA, Mittelpunkt des Beale Street Music Festival 1.-3. Mai 2015.
(C) www.memphis-mississippi.de

Die Feldarbeiter auf den Baumwollplantagen des Staates Mississippi brachten den Blues hervor, aus der nahen Stadt Memphis im Nachbarstaat Tennessee eroberte diese uramerikanische Musik die Welt. Mehr als 50 Bluesfestivals feiern vom Frühjahr bis zum Herbst dieses reiche Erbe.

Die Hafenstadt Memphis am Ol‘ Man River besitzt mit der Beale Street die Bluesmeile der USA überhaupt. Ein Bluesclub reiht sich an den anderen, jeder davon gewährt für wenige Dollar Zutritt. Einmal im Jahr wird nicht nur diese Straße selbst, sondern auch eine große Wiese am Mississippi zum Mittelpunkt des Blues. Zum Beale Street Music Festival, einem von vier Wochenenden im Mai, zieht es Tausende in die Stadt – zu der Musik, die schon Elvis Presley inspiriert hat, als der „King“ dort in seiner heute vielbesuchten Villa Graceland residierte. In diesem Jahr steigt das Weltfest des Blues vom 1. bis 3. Mai.

Memphis nennt sich „Heimat des Blues und Geburtsort des Rock ‘n‘ Roll“, weiß aber sehr wohl zu schätzen, wo der Blues wirklich entstanden ist und weiterhin seine Wurzeln hat: im Nachbarstaat Mississippi, gleich südlich der Stadtgrenze gelegen. Dort, im Mississippi Delta, der 200 Kilometer langen flachen Ebene ehemaligen Schwemmlands des Mississippi, sangen die Baumwollarbeiter auf einem der fruchtbarsten Ackerböden der Welt ihre schwermütigen Lieder, um ihr schweres Los besser ertragen zu können – und schufen so eine gleichermaßen fruchtbare und bis heute höchst lebendig gebliebene und Musikkultur.

So verwundert es nicht, dass der Staat Mississippi allein von April bis Oktober mehr als 50 Blues- oder auch andere Festivals zählt, wo garantiert auch immer Bluesmusiker der Weltklasse auftreten. Die Kleinstadt Clarksdale hat gleich zwei große Konzertwochenenden im Kalender, das Juke Joint Festival vom 9. bis 12. April und das River Blues & Gospel Festival vom 7. bis 9. August. Zu den vielen Bühnen zählt dann auch der Club „Ground Zero“ des Filmstars Morgan Freeman.

Einem weiteren ganz Großen aus Mississippi, dem zweiten König der Region, begegnet man mit etwas Glück in Indianola. B.B. King, der „Blues Boy“ Riley King eben aus diesem kleinen Ort, kommt fast immer zum „Homecoming“ zurück zu seinen Anfängen, dieses Jahr am 23. Mai. Nach 70 Live-Auftritten weltweit im Jahr 2014 hat sich der größte lebende Bluesmusiker, der auf seinen 90. Geburtstag am 16. September zugeht, eine Pause verordnet und alle Konzerte 2015 abgesagt. Wohl aber hofft man in Indianola, dass er wie gewohnt zum Homecoming erscheint, auch wenn er dann wohl die Auftritte den Jüngeren überlassen wird. In Indianola steht nämlich das B.B. King Museum & Delta Interpretative Center: das große Museum rund um seine Person und das Leben in diesem besonderen Delta, das vom nächsten Meer, dem Golf von Mexiko mit seinen Badestränden der Mississippi Gulf Coast, vier Autostunden entfernt liegt.

Das Bentonia Blues Festival in Bentonia, Mississippi, immer am dritten Sonntag des Juni, 2015 am 21. des Monats. Foto: Dawn Rosenberg

Das Bentonia Blues Festival in Bentonia, Mississippi, immer am dritten Sonntag des Juni, 2015 am 21. des Monats. Foto: Dawn Rosenberg

Das Bentonia Blues Festival am 20. Juni auf einer Wiese nahe dem gleichnamigen Ort ist ein Geheimtipp für Musikpuristen. Während nämlich die E-Gitarren längst die erste Geige im Blues spielen, kommen hier auch solche Musiker zum Zuge, die nach alter Väter Sitte akustisch spielen – ganz so wie zu den Zeiten des Robert Johnson, dessen Grab nahe Greenwood ein Pilgerziel wahrer Fans ist. Man hört zum Beispiel regelmäßig „Super Chikan“ aus Clarksdale, der seine Gitarren selbst baut, gerne auch mal mit einem alten Kochtopf oder einem Auto-Auspuff als Klangkörper. Der Mentor des Festivals, Jimmy „Duck“ Holmes, auch bekannt als „500 Pfund Blues“, hatte 1972 die Idee zum ersten Bentonia-Festival und trat seitdem auch immer wieder selbst dort auf.

Die Hauptstadt des Staates Mississippi lockt mit dem Jackson Rhythm & Blues Festival vom 14. bis 15. August. Zu dieser Zeit, ab Juli, muss man im Staat am großen Strom allerdings mit bis zu 40 Grad bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit rechnen. Das passt zwar perfekt zum Blues und dessen Stimmung, ist aber nicht jedermanns Sache.

In der zweiten Septemberwoche wird es dann hochsommerlich – nach bescheidenen europäischen Maßstäben, überschreitet doch das Quecksilber nur noch selten die 30-Grad-Marke. So liegt dann für klimaempfindliche Naturen das Mississippi Delta Blues & Heritage Festival genau richtig im Kalender, nämlich am 19. September in Greenville am Mississippi.

Das Mighty Missisippi Music Festival vom 2. bis 4. Oktober, ebenfalls in Greenville, lässt sich gut mit dem King Biscuit Blues Festival in Helena, am anderen Flussufer im Bundesstaat Arkansas kombinieren, dieses Jahr vom 8. bis 10. Oktober. Die drei Tage zwischen den Festival-Wochenenden bieten genügend Zeit, das Delta auf eigene Faust zu erkunden. Der Mississippi Blues Trail schließlich führt zu wichtigen Orten der Bluesgeschichte.

Eine gute Übersicht der Festivals in Mississippi gibt ein Kalender, der kostenlos beim deutschen Verkehrsbüro erhältlich ist und auch auf www.memphis-mississippi.de/pdf/mississippifestivals2015.pdf steht. Zum Beale Street Music Festival informiert die Seite www.memphisinmay.org/beale-street-music-festival.

Früh übt sich, wer ein Jazzer werden will

Jazz Aktionstag Markt Schwaben (c) Pinus Text & Bild

Jazz Aktionstag Markt Schwaben (c) Pinus Text & Bild

Die Musikschule Markt Schwaben hatte dieser Tage unter dem Titel „Jazz Stories“ zu einem „großen Aktionstag“ in den Unterbräu geladen. Auch wenn das schmuck hergerichtete Gebäude den angestaubt, verspinnwebten und verrauchten Charme einer Jazz-Kneipe vermissen ließ, sorgte doch die Leidenschaft der jungen Musiker für dichte Atmosphäre. Beim Gang durch die Epochen kamen Musiker wie Zuhörer der Evolution eines stilbildenden Stücks Musikgeschichte sehr nahe. Besonders anregend geriet der Nachmittag auch dadurch, dass die Veranstalter ihre Nachwuchsmusiker wie auch das Publikum mit ausgewiesenen Profis wie Josef Ametsbichler, Guido May, Felix Sapotnik, Werner Klausnitzer und Andreas Kurz zusätzlich zu motivieren. Drei der auftretenden Ensembles seien besonders hervorgehoben, da wir ihnen mit Sicherheit in der Zukunft wieder begegnen werden. Erstens die Big Band „Markt Schwabens Finest“, geleitet von Hermann Rid und begleitet von der Sängerin Heike Schoch: Ballroom-Niveau. Zweitens die „glorreichen Sieben“ im Percussion Ensemble, voller Hingabe und Feingefühl. Drittens der „Youngsters Music Club“, der gerade seine erste eigene CD veröffentlicht hat.

Meine komplette Rezension ist in der Ebersberger SZ erschienen.

Bleib‘ oben, wenn Du kannst

Tanz auf dem Pferd - Rodeoveranstaltung in Colorado (c) Denise Chambers, Miles

Tanz auf dem Pferd – Rodeoveranstaltung in Colorado (c) Denise Chambers, Miles

Einen echten Cowboy haut so schnell nichts um – außer vielleicht ein stattliches Pferd oder ein schwergewichtiger Bulle. Bester Beweis sind die zahlreichen Rodeos in Colorado, bei denen harte Kerle im spielerischen Kampf mit tierischen Gegnern eindrucksvoll ihre Fähigkeiten zur Schau stellen und dabei so manches einstecken müssen. Der US-Bundesstaat ist nicht umsonst als „Rodeo Capital of the World“ bekannt, fand hier doch das erste der mittlerweile fast legendären Reiterturniere bereits im Jahr 1869 statt. Traditionelle Wettkampfdisziplinen wie Mustang- und Bullenreiten, Steer Wrestling (dabei muss der Cowboy aus vollem Galopp auf ein Jungrind springen und es zu Fall bringen) und das Einfangen von Rindern und Kälbern werden gern mit Konzerten namhafter Musiker und anderen Events kombiniert. Die folgende Übersicht klassischer Rodeos konzentriert sich auf solche, die über 100 Jahre alt sind.

Greeley Stampede, 25. Juni – 5. Juli 2015: Das renommierte Greeley Stampede begann im späten 19. Jahrhundert als eine Veranstaltung zur Ehrung der ortsansässigen Kartoffelbauern und zieht mittlerweile jährlich über 250.000 Besucher an. Zu den wichtigsten Programmpunkten gehören das Rodeo der Professional Rodeo Cowboys Association (PRCA), ein Jahrmarkt, eine BMX-Show, Hundeschauen, die Parade zum 4. Juli und Konzerte.

Steamboat Springs Cowboys‘ Roundup Days, 2.-5. Juli 2015: Bei den Cowboys‘ Roundup Days im berühmten Wintersportort Steamboat Springs wird die amerikanische Unabhängigkeit mit Sommer-Skispringen, einem Rollskirennen und einer riesigen Party gefeiert. Die zur Veranstaltung gehörende Steamboat Springs Prorodeo Series umfasst Wettbewerbe im Bullen- und Mustangreiten, Steer Wrestling, Lassowerfen und spezielle Kinderveranstaltungen.

Range Call, 2.-5. Juli 2015: Das älteste alljährliche Rodeo Colorados findet seit 1885 in Meeker statt. Neben den verschiedenen Reitwettbewerben gibt es anlässlich des 4. Juli natürlich auch eine große Parade, Live-Konzerte und ein spektakuläres Feuerwerk.

Fang das Rind - Cowboys beim Lassowerfen auf einem Rodeo in Colorado (c) Matt Inden, Miles

Fang das Rind – Cowboys beim Lassowerfen auf einem Rodeo in Colorado (c) Matt Inden, Miles

Cattlemen’s Days, 4.-12. Juli 2015: Auch die Cattlemen’s Days in Gunnison haben ihren Ursprung im späten 19. Jahrhundert, als sich die Viehzüchter zwischen den Geburten der Kälber im Frühling und der Heuernte im Spätsommer eine Auszeit nahmen, um ihre Fähigkeiten im Reiten und Lassowerfen auf der Main Street zu testen. Die einwöchige Veranstaltung beinhaltet ein PRCA Rodeo, Viehausstellungen und zahlreiche Events mit Musik und Tanz zur Unterhaltung der Besucher.

Colorado State Fair, 28. August – 7. September 2015: Wenn der Sommer zu Ende geht, wird in Pueblo ein großartiges Spektakel mit authentischem Westernspaß für die ganze Familie veranstaltet. Der berühmte Colorado State Fair bietet neben den bekannten Reitdisziplinen elf Tage voll mit Kochwettbewerben, Monster Truck Rallys, Tierschauen, Streichelzoos, Live-Konzerten und vielem mehr.

Alle Rodeos in Colorado auf www.colorado.com/events/colorado-rodeos.

Delta verleiht dem WLAN Flügel

Langstreckenflugzeuge wie die 777 erhalten bei Delta jetzt komplett WLAN auch auf Überwasserstrecken. (C) Delta Air Lines

Langstreckenflugzeuge wie die 777 erhalten bei Delta jetzt komplett WLAN auch auf Überwasserstrecken. (C) Delta Air Lines

Passagiere von Delta Air Lines kommen auf Flügen in die USA künftig in den Genuss von schnellerem und lückenloserem Internetzugang zu Bord. Die Fluggesellschaft hat den Ausbau der WLAN-Technologie an Bord ihrer Flugzeuge angekündigt. Die Installation der Ku-Band Satelliten-Technologie ist mittlerweile auf mehr als einem Drittel der internationalen Flotte abgeschlossen. Bis Ende 2015 sollen 85 Prozent der Flugzeuge umgerüstet sein. Mitte 2016 ist WLAN auf der gesamten Flotte von Jets der Typen Boeing 747/767/777 und Airbus A330 sowie den Flugzeugen des Modells Boeing 757 verfügbar, die im transozeanischen Verkehr eingesetzt werden.

Mit der Installation von Internetzugang auf rund 150 Flugzeugen steigt die Zahl der Jets, die mit dieser Technologie ausgerüstet sind, auf etwa 1.000. Damit hat Delta mehr Flugzeuge mit WLAN-Zugang im Einsatz als jede andere Airline. Das sogenannte „2Ku“-System wird auch ab Bord der 25 Airbus A330-900Neo und 25 Airbus A350 Modellen installiert, die neu an Delta ausgeliefert werden.

Mit dem neuerlichen Ausbau der WLAN-Technik an Bord haben Fluggäste auch auf Routen zwischen den USA und Lateinamerika sowie der Karibik Zugang zu drahtlosem Internet. Deltas langjähriger Partner Gogo wird ab dem Jahr 2016 die Langstreckenflotte fürs Inlandsflüge von der aktuell genutzten Luft-Boden- auf Satelliten-Technologie umstellen.

Auf Jets für Kurzstrecken ist künftig die neueste Technologie der Luft-Boden-Technologie verfügbar, die einen schnelleren Zugang zum Internet – vergleichbar mit Breitbandgeschwindigkeit – erlaubt. Die heutige Ankündigung ist ein weiterer Schritt, um das Reise-Erlebnis der Delta-Fluggäste weiter zu optimieren und mit innovativen technologischen Lösungen die Position des Marktführers zu behaupten.