Pfaffinger Umschau

upf schaut hin, hört zu und schreibt's auf

Month: Februar, 2016

„Spotlight“ betrifft nicht nur Journalisten und Kardinäle

„Spotlight“ ist ein Film, bei dem mitfiebert, wer jemals seinen Job als Journalist ernst genommen hat. Ein Film, der im Grenzbereich von Glauben und Wissen forscht – sowohl in der Fiktion des Drehbuchs, als auch in der Reaktion des Publikums. Ein Film, der in bewegender Weise verdichtet, wie über Jahrzehnte zwischenmenschliches Vertrauen durch Missbrauch entweiht wurde. Er ist gleichzeitig ein glaubwürdiger Beleg dafür, warum der Tageszeitungsjournalismus auch weiterhein seine Daseinsberechtigung hat. Vor allem dann, wenn Recherche und Gegenrecherche so nachhaltig betrieben werden, wie das in den Redaktionen angesehener US-Zeitungen bis heute üblich ist.

Der Filmtitel bezeichnet die gleichnamige Redaktion für investigativen Journalimus bei der Tageszeitung Boston Globe. Ihre Arbeit ist oft zäh und langwierig. Mitunter führt sie ins Leere, weil die Recherchen den usprünglichen Verdacht entkräften. Nicht so im geschilderten Fall. Es geht um den Missbrauch von Kindern durch katholische Geistliche in Boston. Die vermeintlichen Einzelfälle erweisen sich bald als gelegentlich an die Öffentlichkeit gelangte Episoden eines weitreichenden Skandals von Vertuschung und Schönrednerei. Eines Skandals, der in seiner Größe und Ausdehnung die gesamte Organisation Kirche durchzieht und wider besseres Wissen vom zuständigen Kardinal ignoriert wird. Ihm erscheint offenbar der Schutz der Institution und der Täter wichtiger als ein ehrenwerter Umgang mit den Opfern.

Der Film von Tom McCarthy baut auf tatsächlichen Ereignissen auf. Er enthüllt indes nicht den Skandal, sondern seine Folgen für das Leben vieler Menschen. Zuerst der Opfer, deren Gang an die Öffentlichkeit Last und Befreiung zugleich ist. Dann der Journalisten, die – als bräuchte es ein Zeugnis gegen das Prädikat „Lügenpresse“ – in ihrer sorgfältigen Arbeit auf schnelle Effekte und Schlagzeiten verzichten, um die ganze Geschichte akribisch zu erforschen und dann zu berichten. Getragen von einer exzellent zusammengestellten und beeindruckend agierenden Truppe von Schauspielern wird dabei die Zerrissenheit jedes Einzelnen vor Augen geführt, dessen Glauben (in unterschiedlichster Ausprägung) vom Wissen gemartert wird. Beispielhaft sei Mark Ruffalo in der Rolle des Reportes Michael Rezendes genannt; beim Besuch einer Weihnachtsmesse mit Kinderchor spiegelt sich in seiner Miene das ganze Leid eines Erwachsenen, der erkennt, dass sich sein Wunsch nach Rückkehr in den Kinderglauben nie mehr erfüllen wird. Er bringt die Story schließlich zu Papier.

Glaubwürdig und ohne selbst das Urteil über „richtig“ oder „falsch“ zu fällen, fördert der Film allein durch das Beobachten der journalistischen Arbeit zutage, was an menschlicher Schwäche und Fehlbarkeit über Jahrzehnte hinweg den Missbrauch am Leben gehalten hat – und seiner Aufklärung entgegen stand. Die einen, die nicht zulassen wollen, dass eine altehrwürdige Institution ins Misskredit gerät. Die anderen, die – bewusst als Opfer vom Rande der Gesellschaft gefischt – wehrlos, orientierungslos und schweigend zu überleben suchen, was in ihrem Leben zerstört wurde. Jene, die nicht erkennen können oder wollen, was da vor ihren Augen und Ohren geschieht. Jene, die auf den Zusammenhalt alter Seilschaften pochen und an den Lokalpatriotismus der Aufklärer appellieren. Jene, die sich auf die Unantastbarkeit ihres Amtes berufen. Jene, die glauben, Geld löse Probleme. Jene, die angesichts angeblich größerer Katastrophen (während der Recherchen ereignen sich die Attentate von 9/11) den Zusammenhalt und die Stärke der Nation beschwören. Und jene, die vergessen haben, was der Stifter dieser Religion über Kinder gesagt hat.

Eine gute Geschichte erfasst das ganze Gefüge von Menschen und ihren Motiven, bevor sie erzählt werden darf. Manchmal, im Film, darf sie sich auf einen einzigen Satz verdichten. Michael Keaton, der den Leiter der Spotlight-Redaktion, Walter Robinson, spielt, liefert in einer Szene als Erkenntnis von Reporterarbeit eine Dimension des (Er-)Schreckens , die selbst angeblich unberührbare Faktensammler aus dem Gleis wirft: Er unterhält sich mit Ehemaligen seiner eigenen Schule, an der ebenfalls ein Geistlicher Schutzbefohlene missbraucht hat. Keiner am Tisch will etwas davon bemerkt haben. Da spricht Robinson aus, was die anderen in diesem Augenblick kaum zu denken wagen: „Es war wohl nur Zufall, dass es nicht uns getroffen hat.“

Zwei Stunden und acht Minuten dauert dieser Film, der länger ist als ein Leben.

 

Dünne Luft für den „Butterbrezeneffekt“

Nose in in MUC (C) Ulrich Pfaffenberger

Nose in in MUC (C) Ulrich Pfaffenberger

Vor ein paar Tagen hat das Statistische Bundesamt seine Zahlen zum Luftverkehr in Deutschland 2015 veröffentlicht. „Im Jahr 2015 starteten oder landeten insgesamt 193,9 Millionen Fluggäste auf deutschen Flughäfen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies ein Zuwachs von 7,5 Millionen Passagieren oder 4,0 % gegenüber 2014“, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung. Weiter schreibt das Amt: „Wachstumsimpulse gingen dabei vor allem vom Auslandsverkehr aus, dessen Passagierzahlen sich gegenüber 2014 um 7,1 Millionen (+ 4,4 %) auf 170,8 Millionen erhöhten. Im Inlandsverkehr stieg die Anzahl der Fluggäste dagegen nur um 0,4 Millionen (+ 1,5 %) auf 23,1 Millionen.“

Es lohnt sich, den Asprekt „Auslandsverkehr“ näher zu beleuchten. Denn seine verschiedenen Aspekte laden zur Differenzierung ein. Da sind einmal die Reisenden, die aus dem Ausland kommend, in Deutschland eintreffen. Ihr Besuch ist nicht nur aus Gründen der Völkerverständigung positiv zu bewerten; jeder ankommende Fluggast trägt zur Entwicklung unserer Wirtschaft bei. Der eine kauft vielleicht nur eine Butterbreze vor dem Weiterflug. Dafür steckt der andere ein paar Millionen in die neue Niederlassung seines Unternehmens in unserer Nachbarschaft. Die löst einen Butterbrezen-Effekt bei neuen  Mitarbeitern, Zulieferern, Dienstleistern, Einzelhändlern, Immobilienmaklern usw. aus, die sich dank des wachsenden Geschäfts eine zusätzliche Zwischenmahlzeit gönnen können. (Die Luftfracht, die „made in Germany“ weltweit verfügbar macht, sei hier nur am Rande des Flugfelds erwähnt.)

Da sind aber – andererseits – auch die Deutschen, die ins Ausland fliegen. Den Titel „Reiseweltmeister“ haben wir zwar verloren, aber ferne Länder sehen wir uns noch immer gern in großer Zahl an. Wobei: Von manchen dieser Länder sehen wir nur den Flughafen, an dem wir umsteigen. Die Folgen davon sind an den Wachstumszahlen der heimischen Airports zu erkennen. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Matthias von Randow, formuliert das so: „…während die Starts europäischer Netzwerkcarrier an deutschen Flughäfen um 19,8 zugelegt haben, sind die von deutschen Fluggesellschaften um 6,2 Prozent zurückgegangen… Am größten deutschen Flughafen Frankfurt/Main z.B. lag das Passagierwachstum in den letzten fünf Jahren bei 15 Prozent. In Amsterdam hingegen bei 34 Prozent, in Dubai bei 64 Prozent und in Istanbul sogar bei 91 Prozent.“

Oberflächlich betrachtet mag das für viele kein Anlass zur Sorge sein. Mancher Fluglärmgegner mag sogar überlaut jubeln ob des Exports der störenden Geräusche ins Ausland. Oder voller Genugtuung den Wunsch von Flughäfen nach Ausweitung ihrer Kapazitäten ins Reich der statistisch belegten Märchen verweisen. (Wobei gern und leichthin Ursache und Wirkung durcheinander geworfen oder in ihrer Wechselbeziehung ignoriert werden.) Man kann aber auch genau hinschauen und die Wettbewerbsnachteile für die hiesige Luftverkehrsbranche erkennen: unkalkulierbare Dauer von Genehmigungsverfahren, Luftverkehrsteuer oder die Luftsicherheitsgebühren, die hierzulande nicht der Staat trägt. (Die „Fluggastrechte“ in die Liste der Nachteile aufzunehmen, ist indes töricht vom BDL. Kommunikationspolitisch genauso wie inhaltlich sprechen sie für den Standort.)

Heute kann man diesen Nachteilen als Otto Normalfluggast noch durch ein Umsteigen im Ausland ausweichen. Morgen wird die „dünne Luft im Luftverkehr“ die deutsche Volkswirtschaft viel Geld kosten, wenn sie diese Nachteile ausgleichen will. Geld, das an anderer Stelle fehlt. Nicht nur für Butterbrezen.

 

Der „Klosterhof“ will’s vorher wissen

Das Premium Hotel & Health Resort Klosterhof (c) Klosterhof

Das Premium Hotel & Health Resort Klosterhof öffnet am 1. Juli 2016 in Bayerisch Gmain (c) Klosterhof

Dass sich Hotels im Anschluss an einen Aufenthalt danach erkundigen, wie’s einem gefallen hat – das ist für Reisende inzwischen ein vertrautes Ritual. Dass sich ein Hotel aber vor dem Besuch schon erkundigt, wonach einem der Sinn steht – das ist doch eher selten. Eine entsprechende Einladung hat mir dieser Tage der „Klosterhof“ zukommen lassen, der im Juli in Bayerisch Gmain eröffnen will. Auf der Website www.eineperfektezeit.de haben die beiden Eigentümer, Henrike und Andreas Färber, eine Umfrage bereitgestellt, über die Hotelbegeisterte ihre Ideen bewerten und eigene Anregungen mit den Hoteliers teilen können. Ich habe die Umfrage selbst schon absolviert und bin mal gespannt, welche Vorschläge im künftigen „Premium Hotel & Health Resort“ ankommen. Zum Beispiel die Geschichte mit dem Check-in auf dem Zimmer… Dass mit der Teilnahme die Chance auf einige verlockende Gewinne verbunden ist, wird dabei zur Nebensache. Einfach mal selbst ausprobieren.

Kirschblüte am Kapitol, Smithsonian mit Sound

Kirschblüten und das Jefferson Memorial (C) Destination DC

Kirschblüten und das Jefferson Memorial (C) Destination DC

Im Frühjahr und Sommer zeigt Washington, D.C. mitreißende Lebensfreude und enorme kulturelle Vielfalt: In die Kategorie der „Top 100 Events“ fällt auch das Kirschblüten-Festival, das vom 20. März bis 17. April 2016 zum 104. Mal stattfindet. Es geht auf eine Initiative der Regierung Japans zurück, die vor über hundert Jahren Frieden zwischen beiden Staaten anmahnte: Die japanischen Kirschbäume rund um das Tidal Basin an der National Mall  – viele mussten im Laufe der Jahrzehnte durch die US-Regierung ersetzt werden – tauchen seitdem die US-Hauptstadt in ein rosa-weißes Blütenmeer – eine beeindruckende Kulisse, die während des National Cherry Blossom Festivals für zahlreiche Konzerte, Tanz-Performances, Feuerwerke und mehr genutzt wird.

Das Fest läutet traditionell das Ende des Winters ein und ist das größte Frühlingsfest in den USA. Besucher können die blühenden Kirschbäume und gleichzeitig die imposanten Gedenkstätten der National Mall beispielsweise bei einer geführten Fahrradtour oder bei einer Schifffahrt auf dem Potomac River entdecken.

Viele Nationen, viele Kulturen

Wie viele Großstädte ist Washington, D.C. ein Schmelztiegel der Kulturen. Diese Vielfalt feiert die US-Hauptstadt jedes Jahr mit dem Kulturfestival „Passport DC“. Den gesamten Mai über haben Besucher die seltene Gelegenheit, an einer Weltreise teilzunehmen, ohne dafür die Stadt zu verlassen: Straßenfeste, Ausstellungen und ein Tag der offenen Tür in vielen Ländervertretungen sind nur einige der Programmpunkte. Zu den Highlights gehört die „Around the World Embassy Tour“ am 4. Mai 2016, bei der mehr als 50 Botschaften Besucher willkommen heißen.

Auch die LGBT-Szene, eine Gemeinschaft aus Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, hat ihren festen Platz in der weltoffenen US-Hauptstadt – dies bringt die Metropole in ihrer jährlichen Capital Pride Celebration zum Ausdruck und setzt damit ein Zeichen für Toleranz. 2016 jährt sich das Festival schon zum 41. Mal: Vom 1. bis 12. Juni drehen sich zahlreiche Veranstaltungen rund um die LGBT-Gemeinde. Höhepunkt ist die Pride Parade, ein bunter musikalisch umrahmter Umzug mit 180 Wagen und Gruppen, der fast drei Kilometer durch das Zentrum von Washington, D.C. zieht.

Grillen mit dem Feldwebel

Am 25. und 26. Juni 2015 werden auf der historischen Pennsylvania Avenue im Schatten des US-Kapitols wieder die Grillzelte aufgebaut: Auf dem „Safeway National Capital Barbecue Battle“ können Besucher typisch amerikanische Spezialitäten wie Spare Ribs und Hamburger genießen. Während des Schlemmer-Events stehen Kochdemonstrationen, Kostproben und Live-Musik auf dem Programm. Darüber hinaus liefern sich die Grillmeister der USA in zahlreichen Kochwettbewerben eine regelrechte Barbecue-Schlacht.

Diesmal als besonderes Highlight dabei: Die Küchenchefs aller Militär-Gattungen, vom Heer über die Marine bis Luftwaffe und Coast Guard. Sie alle kochen und verkaufen für einen guten Zweck. Ziel ist, wie im letzten Jahr mindestens 1,5 Millionen US-Dollar einzunehmen, die gemeinnützigen Organisationen, benachteiligten Gruppen und Hilfsprojekten zu Gute kommen. Der Eintrittspreis beträgt zwölf US-Dollar im Vorverkauf (bbqindc.com) und 15 US-Dollar vor Ort. Tickets für Kinder im Alter von zwölf Jahren und darunter sind kostenfrei.

Folklore mit baskischem Touch

Vom 29. Juni bis 4. Juli 2016, also über den Tag der spektakulären Unabhängigkeitsfeier der USA am 4. Juli, veranstaltet die Smithonian Stiftung auf der National Mall das „Smithonian Folklive Festival“, das dabei immer mit einem variierenden Fokus an einzelne ethnische Kulturen erinnert. Im Mittelpunkt steht diesmal Geschichte und Leben der Basken im Norden der Iberischen Halbinsel. Das Festival vereint so gleichzeitig amerikanische Lebensart mit der Kultur jener anderer Kontinente. „The Sounds of California“ sind während dieser Zeit Veranstaltungen überschrieben, die den Einfluss europäischer Musik auf den heutigen Sound des Westküstenstaats nachvollziehen.

Sarasota – Schatzkästlein für Architekturfans

Umbrella House_Copyright Bill Miller

Das Umbrella House ist eine Ikone moderner Architektur in Sarasota. (c) Bill Miller

In Sarasota County an Floridas Golfküste verschmelzen verschiedene Architekturstile des 19. und 20. Jahrhunderts nahtlos miteinander: Während in Sarasota Stadt der neo-mediterrane Stil vorherrscht, finden sich in Venice, einer Vorstadt von Sarasota, vorwiegend von der italienischen Renaissance geprägte Stadtteile. Früher als ein Mekka für Architekturliebhaber gehandelt, entdecken junge Fans der Baukunst Sarasota County jetzt neu.

Paläste und Fantasien

Von Holzrahmenhäusern im „Old Florida“ Stil über palastartige, venezianisch-gotische Anwesen bis hin zu futuristischen Gebäuden – im Rahmen von selbstgeführten Touren können Interessierte die architektonischen Schätze der Region genauer unter die Lupe nehmen und tauchen dabei tief in ihre Geschichte ein. 2015 eröffnete zudem das Center for Architecture, das durch Kursangebote, wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen die Architektur von Sarasota County aufzeigt und zu Dialog und Austausch anregt.

Echo der Subtropen

Die Sarasota School of Architecture, auch Sarasota Moderne genannt, ist eine regionale Bewegung moderner Nachkriegsarchitektur an Floridas Westküste. Ihre Philosophie basiert auf der Berücksichtigung der subtropischen Klimaverhältnisse Floridas: Breite Markisen, große Dachüberstände, innovative Belüftungssysteme und raumhohe Glasschiebetüren zeichnen den Stil der Sarasota School of Architecture aus und sollten sowohl vor starker Sonneneinstrahlung schützen als auch einen fließenden Übergang von Innenraum zur üppigen Natur schaffen.

Ikonen der Moderne

Angeführt von Paul Rudolph, der gemeinsam mit weiteren Architekten der Bewegung Wohnhäuser und öffentliche Gebäude errichtete, erfuhr die Sarasota Moderne zwischen 1940 und 1970 internationale Anerkennung. Ihr Vermächtnis ist heute noch in der zeitgenössischen Architektur in und rund um Sarasota zu bewundern. So findet sich hier beispielsweise das Umbrella House, das von der renommierten Architekturzeitschrift Architectural Digest einst unter die Top Fünf der bedeutendsten Häuser der Jahrhunderthälfte gewählt wurde.

Eine weitere Ikone, die Beach Cottage von Paul Rudolph aus dem Jahre 1952, kann noch bis zum 6. Oktober 2016 als Nachbildung auf dem Gelände des John & Mable Ringling Museum of Art besichtigt werden. Ausgewählte Häuser öffnen zu besonderen Anlässen ihre Türen und laden beispielsweise zu einem Cocktailempfang in besonderer Atmosphäre ein.

Ein Denkmal für den Zirkuspionier

Während der 1920er Jahre wurde die Baukunst in Sarasota County stark vom neo-mediterranen Stil geprägt. Vorreiter war hier Zirkuspionier John Ringling, der sich mit der Erbauung des imposanten Herrenhaus Cà d’Zan im venezianisch-gotischen Stil ein Denkmal setzte. Gemeinsam mit seinem Bruder besaß er zu jener Zeit mehr als 25 Prozent der Region und formte diese nachhaltig durch neo-mediterrane Gebäude. In den späten 1940er Jahren setzten die Architekten der Region ihren Schwerpunkt auf stylische, moderne Häuser – die Sarasota School of Architecture war geboren und wurde weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.

Besucher können sich während einer rund zweistündigen Selbstfahrertour durch Sarasota die architektonischen Highlights der verschiedenen Epochen anschauen. Sie führt durch die Straßen und historischen Stadtviertel von Downtown Sarasota, Lido Key und den nördlichen und südlichen Zipfel der Stadt und beleuchtet insbesondere die Baukunst der Sarasota School of Architecture. Weitere Infos unter http://sarasotaarchitecturalfoundation.org/resources/documents/tour%20sarasota.pdf

Nevada – einfach außerirdisch

 Ghost Rider, by Albert Szukalski, is a sculpture at the Goldwell Open Air Museum adjacent to the ghost town of Rhyolite. Photo credit: Chris Moran/TravelNevada


Ghost Rider, by Albert Szukalski, is a sculpture at the Goldwell Open Air Museum adjacent to the ghost town of Rhyolite.
Photo credit: Chris Moran/TravelNevada

Außerirdische, UFO-Sichtungen, ein streng geheimes Testgebiet und mondähnliche Landschaft, das alles befindet sich in Nevada entlang der Route 375, auch „Extraterrestrial Highway“ genannt. Diese Bezeichnung bedeutet so viel wie außerirdischer Highway und rührt daher, dass die Straße in der Nähe der sagenumwobenen Area 51 verläuft, wo laut einiger Aussagen ungewöhnliche Dinge gesichtet wurden. Aliens oder nicht, die menschenleere Umgebung des „ET“ Highway ist, mit nur etwa 200 passierenden Autos pro Tag, wirklich unheimlich.

Auch wenn Besucher im restlichen Nevada dazu aufgefordert werden die Umgebung zu erkunden, sollten sie sich hier nicht zu weit von den Straßen entfernen – denn ganz schnell kann es passieren, dass Soldaten einen zum umdrehen auffordern…auch wenn die Area 51 „offiziell“ gar nicht existiert.

Die Geister der Vergangenheit

Nevada ist bis heute, nach Afrika, der weltweit zweitgrößte Goldproduzent und zog in frühen Jahren viele Goldsucher an, die sich in vielversprechenden Gegenden zum Rohstoffabbau ansiedelten. Nachdem Goldadern ausgeschöpft waren oder die Suche nach Edelmetallen erfolglos blieb, wurden die Städte jedoch schnell wieder verlassen und starben langsam aus. So ist Nevadas Landschaft bis heute von Geisterstädten durchzogen, deren Besuch eine Stippvisite in die Vergangenheit darstellt.

Etwa zwei Stunden Fahrtweg von Las Vegas entfernt liegt die 1905 gebaute Stadt Rhyolite, welche innerhalb von fünf Jahren flott auf eine Größe von über 6.000 Einwohnern wuchs. Heute ist die Stadt ein Freilichtmuseum, wo unter anderem ein komplett aus Flaschen gebautes Haus bestaunt werden kann. Ende der 80er Jahre schuf ein belgischer Künstler sieben Geisterskulpturen aus Acryl, welche die einzigen ständigen Bewohner der Stadt sind.

Flüchtiger Glanz des Goldes

Im Zentrum Nevadas gelegen produzierte Belmont von 1865 bis 1890 etwa 15 Millionen US-Dollar in Gold und Silber. Nachdem die Adern erschöpft waren, wurde Belmont sehr schnell verlassen und verfiel nach und nach. Das alte Belmont ist aber immer noch gut erhalten und entlang der heute asphaltierten Hauptstraße können die Ruinen der ehemaligen Stadt bestaunt werden.

Neben Rhyolite und Belmont gibt es natürlich noch weitere Geisterstädte wie Goldfield, Midas, Berlin, Silver Peak oder Goldpoint, in denen teilweise auch die alten Mienen besucht werden können.

Viel Pulver auch mit wenig „Pulver“

Spektakuläre Abfahrten im Snowbird Ski & Summer Resort (c) Garrett Grove / Visit Salt Lake

Spektakuläre Abfahrten im Snowbird Ski & Summer Resort (c) Garrett Grove / Visit Salt Lake

Trockener Pulverschnee in Amerikas Norden muss nicht teuer sein. Gerade im Winter und Frühjahr sind die Flugverbindungen zum Salt Lake City International Airport (SLC) in Utah besonders erschwinglich. Übernachten können Wintersportfreunde in einem von 120 Hotels direkt in der Hauptstadt, die nicht umsonst den Beinamen Ski City trägt: Vier Skigebiete mit legendärer Schneequalität sind in nur wenigen Minuten von Salt Lake City aus erreichbar. Spezielle Skipass-Angebote sorgen dabei für volle Geldbeutel und ausgelassenes Pistenvergnügen.

Preiswerte Fortbewegung

Die Anreise ist haüfig der Hauptkostenpunkt eines Skiurlaubs in den USA – nicht so in Utah. Die Flüge während der Skisaison sind im Vergleich zu anderen Ski-Fernreisezielen in den USA besonders günstig. Einmal in Salt Lake City angekommen, sind 4 Skigebiete nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt – 10 Skigebiete sind sogar in unter einer Stunde vom SLC International Airport aus erreichbar. Durch die Nähe zur Stadt ist man auch in der Fortbewegung flexibel. Die günstigste Option ist der öffentliche Nahverkehr. Mit Schienenbahn (UTA TRAX) und Skibus (UTA ski bus) gelangt man etwa von der Innenstadt Salt Lake Citys extrem preiswert und schnell zu den Skiresorts Snowbird, Alta, Solitude und Brighton.

Skifahren in Salt Lake City. © Sean Buckley/Visit Salt Lake

Skifahren in Salt Lake City. © Sean Buckley/Visit Salt Lake

Hotels & Bars für jedes Portemonnaie

Die große Hotelauswahl macht in Salt Lake City den Unterschied. Hier ist man nicht von den – meist gehobenen – Preisen der Lodges auf der Piste abhängig, man kann aus über 120 Hotels wählen. Zwischen einfachem Bed and Breakfast und luxuriösem Designhotel gibt es freie Wahl für jedes Urlaubsbudget. Rund 1700 Restaurants bedienen nicht nur alle Geschmäcker und Preisklassen, sondern sorgen dabei auch wahlweise für einen gemütlichen Tagesabschluss oder eine gute Grundlage für den weiteren Verlauf des Abends. Nachtschwärmer kommen in 140 Bars auf Ihre Kosten.

Das Pass-t: In Utah schon beim Skipass sparen

Wer einen Pass und ein Übernachtungspaket für Skifahrer oder Snowboarder für einen Zeitraum von drei bis zehn Tagen kombiniert, spart mit dem Ski City Super Pass bei vollkommener Flexibilität: Besitzer des Ski City Super Passes können täglich aus den Resorts Alta, Brighton, Snowbird und Solitude wählen, der Transport zu den Resorts ist inklusive und Leihgebühren für die Skiausrüstung ermäßigt.

Wegbegleiter für den Island-Stopover

Hoch hinaus mit Unnur (c) Icelandair

Hoch hinaus mit Unnur (c) Icelandair

Island, die nordische Insel aus Feuer und Eis, lockt als außergewöhnliches Zwischenziel auf dem Weg nach Nordamerika. Icelandair-Passagiere, die das Eiland im Atlantik auf besonders authentische Weise entdecken möchten, können dies ab sofort mit ihrem persönlichen „Stopover Buddy“: Im Rahmen der globalen Kampagne #MyStopover zeigen Icelandair-Mitarbeiter Reisenden „ihr“ kulinarisches, kulturelles oder sportliches Island.

Bis zu sieben Nächte Aufenthalt

Die Aktion ist Teil der 2014 gestarteten internationalen Kampagne, die unter dem Motto „Some airlines give you miles, Icelandair gives you time“ auf die einmalige Stopover-Möglichkeit von Icelandair aufmerksam machen möchte. So können alle Reisenden auf Transatlantik-Strecken einen Aufenthalt bis zu sieben Nächten in Island genießen, ohne dass sich der Flugpreis erhöht.

Die Deutschen reisen zwar gern – Tourist aber möchten sie nicht unbedingt sein: Zu diesem Ergebnis kam eine von Mortar London im Auftrag von Icelandair durchgeführte Studie, in der 78 Prozent der Befragten zugaben, nur ungern als Tourist erkannt zu werden. Stattdessen bevorzugen Reisende, Land und Leute auf authentische Weise kennenzulernen. Genau das können Icelandair-Passagiere, die einen Stopover in Island einlegen, nun mit dem neuen Stopover Buddy Service.

„Buddy“ bleibt einen ganzen Tag an der Seite

Bis einschließlich 30. April 2016 können sie bei Flugbuchungen einen persönlichen Icelandair-Begleiter anfragen. Dieser verbringt mit den Reisenden einen Tag in Island und ermöglicht ein besonderes Erlebnis auf der Insel im Atlantik. Zur Auswahl stehen dabei zahlreiche Buddys mit den Themenschwerpunkten Abenteuer, Kultur, Kulinarik, Gesundheit, Lifestyle und Natur: Birkir, CEO von Icelandair, zeigt beispielsweise Islands Skiwelt abseits der gängigen Skigebiete, während Fitnessfans mit Dagur, der seit 30 Jahren in der IT-Abteilung arbeitet, über Stock und Stein, Schneefelder und Lavalandschaften joggen können.

Besonders Wagemutige wählen Sigrun als Buddy. Die Pilotin nimmt Reisende mit auf eine Downhill-Tour in den vereisten isländischen Bergen. Wellness mal anders gibt’s mit Margret, seit 30 Jahren Flugbegleiterin bei Icelandair: Sie springt mit Stopover-Passagieren in zahlreiche geothermale Quellen, während mit Inga traditionelle, frische isländische Fischgerichte gekocht werden.

Ohne Umwege mitten hinein ins Leben

Birkir Hólm Guðnason, CEO Icelandair: „Gemeinsam haben wir den Stopover Buddy Service ausgearbeitet und besondere Interessen, Hobbys und lokales Wissen unserer Mitarbeiter gesammelt, um Reisenden eine einzigartige und individuelle Erfahrung bieten zu können. Die Icelandair-Buddys freuen sich darauf, Passagieren einen Teil ihres Lebens zu zeigen und ihnen dadurch eine authentische Zeit während ihres Stopovers in Island zu ermöglichen.“

Der Stopover Buddy Service kann zwischen 2. Februar und 30. April 2016 von Icelandair-Transatlantikpassagieren gebucht werden. Dabei ist der Zwischenstopp nicht einmal ein Umweg: Dank Islands einzigartiger Lage zwischen Nordamerika und Europa ist ein Stopover auf dem bezaubernden Eiland eine willkommene Ergänzung zu einem Nordamerikaaufenthalt. Derzeit steuert Icelandair 16 Ziele in den USA und Kanada an. Die Buddy-Trips sind für Stopover-Passagiere kostenlos (exklusive persönliche Ausgaben und Eintritte). Die Buddys verbringen dabei jeweils einen Tag mit den Islandbesuchern. Nähere Informationen zum Stopover Buddy Service gibt es unter www.icelandair.de/stopover-buddy. Interessierte finden dort auch die Videos, in denen die Buddys vorgestellt werden.