Pfaffinger Umschau

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Month: März, 2016

Galena macht Golffreunde glücklich

Eagle Ridge Resort & Spa: Golfplatz The General - Loch 18 (c) www.GreatRiverRoad-Illinois.org

Eagle Ridge Resort & Spa: Golfplatz The General – Loch 18 (c) www.GreatRiverRoad-Illinois.org

Sie gehören zu den schönsten Golfplätzen im Mittleren Westen und bieten auch ambitionierten Spielern anspruchsvolle Herausforderungen: die vier Plätze des Eagle Ridge Resort & Spa in der Nähe des romantischen Städtchens Galena im Norden von Illinois und nahe des Mississippi. Sie liegen harmonisch eingebettet in eine weite Hügellandschaft und werden von Wäldern umgerahmt. Jeder Platz verfügt über ein eigenes Clubhaus inklusive Shop, Restaurant und Snackbar.

Golfkurs von renommierten Designern

Der Top-Kurs des Eagle Ridge Resort & Spa ist der 1997 eröffnete The General (18 Loch). Er wurde von Roger Packard und dem zweimaligen Gewinner der U.S. Open Championships Andy North gestaltet und zählt laut Golf Digest seit zwölf Jahren ununterbrochen zu den besten 100 Plätzen. Bei einer Runde werden mehr als 80 Höhenmeter überwunden, so dass sich den Spielern einige fantastische Ausblicke bieten. Signature Hole ist das vierte Loch. Allein auf dieser Spielbahn gilt es, eine Steigung von rund 50 Meter zu überwinden.

Bunker und Bäche als Herausforderung

The North Course (18 Loch) wurde bereits 1977 fertiggestellt. Eine Partie auf diesem Platz führt die Golfer bis zum Lake Galena, an dessen Ufer sich auch das Tee für Loch 8 befindet. The South Course (18 Loch) schlängelt sich durch ein bewaldetes Tal und kreuzt dabei mehrere Bachläufe. Der 1984 eröffnete Platz ist zwar etwas kürzer als die übrigen Parcours, gilt aber mit seinen anspruchsvollen Bunkern und Grüns als der schwierigste des Eagle Ridge Resort & Spa. The East Course (9 Loch) richtet sich dagegen an junge Nachwuchsspieler und Anfänger. Der Kurs wurde ebenfalls von Roger Packard entworfen und liegt in einer ruhigen Talmulde.

Golfen mit erhöhtem Spaßfaktor: FootGolf und Hack Golf

Eine Besonderheit bietet das Eagle Ridge Resort & Spa allen Fußballfreunden unter den Golfern. Sie können auf The East Course auch FootGolf spielen. Bei dieser jungen Sportart geht es darum, Fußbälle entlang der Bahn zu kicken und sie auf dem Grün einzulochen. Wie beim Golf gewinnt derjenige Spieler, der die wenigsten Schüsse benötigt. Wer sich mit dem Putten schwertut, aber auf den Spaß des klassischen Golfspielens nicht verzichten möchte, kann auf The East Course auch eine Runde Hack Golf spielen. Die deutlich größeren Löcher dieser Golf-Spaßvariante sollen dafür sorgen, dass die Spieler weniger Zeit auf dem Grün verbringen und der Schwerpunkt des Spiels auf weiten Schlägen liegt.

Golfen und Gourmetgenuss westlich von Chicago

Die Golfplätze des Eagle Ridge Resort & Spa befinden sich rund drei Autostunden westlich von Chicago. Es empfiehlt sich, Abschlagzeiten im Voraus zu reservieren. Zudem können Trainingssessions mit einem PGA Pro gebucht werden. Die Golfrunden lassen sich gut mit einem mehrtägigen Aufenthalt in der Lodge kombinieren. Im Eagle Ridge können Golfer zwischen komfortablen Zimmern im Inn oder Unterkünften in den Villas auswählen. Zum weiteren Angebot gehören mehrere preisgekrönte Restaurants, das Stonedrift Spa sowie ein umfangreiches Sport- und Freizeitangebot, zu dem neben Golf auch Tennis, Reiten, Radfahren, Wandern, Bootstouren, Angeln und Ballonfahren gehören.

 

Recht eingeschenkt

Vor rund zwei Wochen hat das Oberlandesgericht München Recht gesprochen in einem Namensstreit. Dabei wurde einer Rosenheimer Brauerei untersagt, eine ihrer Sorten „Chiemseer“ zu nennen, weil diese geografische Namensgebung den Verbraucher in die Irre führe. Rosenheim liege nicht am Chiemsee. Damit hat die klagende Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs rechtbekommen, die das moniert hatte.

Zeitgleich wurde dem Grafinger Wildbräu der Gebrauch der Marke „Klosterseer“ weiterhin gestattet, weil es eben in Grafing einen Klostersee gibt, wie Eishockeykenner sehr wohl wissen. Da hatte das klagende Brauhaus Tegernsee, das einen Klostersee nur innerhalb der eigenen Gefilde unterstellte, wohl nicht genau genug in den Atlas geschaut oder einen zu großen Maßstab verwendet.

Wenn wir die Thematik verfeinern und nach weiterem Klagepotential durchforschen, stoßen wir am Grunde von Glas und Faß auf Bedenkliches. Wieviele Mönche einschlägiger Ordenszugehörigkeit stehen an den Sudpfannen von „Augustiner“ und „Franziskaner“? An welchem Hof wird das Münchner „Hofbräu“ gebraut? Welcher Teil der gleichnamigen Raubkatzen werden im „Löwenbräu“ verarbeitet? Befinden sich unter den Herstellern von „Radler“ u.U. auch Fußgänger?

Wahre Bierfreunde haben es leicht. Sie wenden hier zu Recht ein, dass es auf den Geschmack ankommt, nicht auf den Namen. Streithansel hingegen werden stets ein Haar im Biersud finden, um die eigene Ungenießbarkeit zu begründen. Darauf ein Pfaffenberger!

Schnelle Wasser und steile Hänge

Wildwasserfahrt auf dem Farmington River (c) Farmington River Tubing

Wildwasserfahrt auf dem Farmington River (c) Farmington River Tubing

Mit hügeliger Landschaft, malerischer Küste, großzügiger Gastfreundschaft und einer interessanten Geschichte lockt Connecticut seit jeher Besucher an, die den klassischen Charme von Neuengland erleben wollen. Doch auch für Abenteurer hat der südlichste Bundesstaat dieser Region im Nordosten der USA einiges zu bieten und wird dank vielfältiger Aktivitäten, die den Adrenalinspiegel in die Höhe steigen lassen, zu einem attraktiven Reiseziel für bewegungs- und geschwindigkeitsbegeisterte Reisende.

Wandern und Klettern auf dem Mattabesett Trail

Connecticut ist von einem Hunderte Kilometer langen Netz aus Wanderwegen durchzogen, dazu gehört auch der kurze, aber anspruchsvolle Mattabesett Trail im Herzen des Bundesstaates. Wer keine Klettereinlagen scheut, sollte sich auf den Weg zu den berühmten Traprock Ridges machen. Am besten erklimmt man hierzu im Giuffridda Park in Meriden den Chauncey Peak und den Lamentation Mountain. Zur Belohnung bekommt man vom Bergrücken aus einen atemberaubenden Blick auf Hartford im Norden, New Haven an der südlichen Küste und endlose Landschaften im Westen geboten.

Mit dem Mountainbike durch Ridgefield

Connecticut lässt sich auch hervorragend mit dem Rad erkunden. Wer es dabei gerne ein wenig rasanter mag, dem sei Ridgefield im Südwesten empfohlen. Für 100 USD am Tag verleiht die Ridgefield Bicycle Company Mountainbikes, mit denen man Bennett’s Pond und die Hemlock Hills erkunden kann, die zusammen eines der größten Naturschutzgebiete in diesem Teil Connecticuts bilden. Gletscher haben ein abwechslungsreiches Terrain mit großen Gesteinsblöcken und kleinen Felsklippen geschaffen, die jede Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Die Wege mit unterschiedlichem Schweregrad führen durch Wiesen, Wälder, Sumpfgebiete und über steile Bergrücken.

Stromschnellen meistern auf dem Farmington River

Im Nordwesten von Connecticut lädt der wilde Farmington River zu einem vier Kilometer langen Ausflug auf großen Reifenschläuchen durch drei verschiedene Stromschnellen ein. Die Teilnehmer kommen dabei in den Genuss einer spektakulären Wildwasserfahrt inmitten idyllischer Wälder. Im Preis sind die Leihgebühren für Reifenschlauch und Schwimmweste ebenso wie der Transfer zum Startpunkt enthalten.

Hoch hinaus: Ziplining in Middletown

Nur wenige Kilometer südlich von Connecticuts Hauptstadt Hartford geht es im Empower Adventure Center bei einem unvergesslichen Zipline Abenteuer über den Baumwipfeln in luftige Höhen. Auf einem knapp ein Kilometer langen Sky Trail können Besucher aus bis zu 22 Metern Höhe über fünf verschiedene Ziplines, die zwischen 60 und 200 Metern lang sind, den Wald aus der Vogelperspektive betrachten.

Vollgas geben auf dem Thompson Speedway

Adrenalin pur ist auf dem Thompson Speedway im Nordwesten Connecticuts angesagt. Besucher können sich hier selber hinter das Steuer der schnellsten und stärksten Superautos setzen. Neben weiteren Modellen sorgen ein Ferrari 458 Italia und ein Lamborghini Gallardo LP550 für einen Geschwindigkeitsrausch und stellen in drei rasanten Runden Fahrtalent und Nerven der Hobbypiloten auf die Probe. Professionelle Fahrer erklären den Teilnehmern den Umgang mit den hoch motorisierten Wagen.

Wo Bristol und Bonnaroo den Ton angeben

Bristol in Tennessee feiert sein traditionelles Rhythm & Roots Festival 2016 vom 16. bis 18. September (c) Brandon Reece/Tennessee Tourism

Bristol in Tennessee feiert sein traditionelles Rhythm & Roots Festival 2016 vom 16. bis 18. September (c) Brandon Reece/Tennessee Tourism

Frühling und Sommer sind Festivalzeit in Tennessee. Nirgendwo gibt es mehr Bühnen als im Musikstaat der USA – von ganz klein und traditionsbewusst wie beim Bristol Rhythm & Roots bis gigantisch wie auf dem CMA Fest in Nashville für Country Music oder auf dem Bonnaroo bei Manchester mit Rock im Woodstock-Stil.

Die Mega-Festivals von Tennessee bringen Weltstars auf die Bühnen. Memphis in May, an vier Wochenenden vom 29. April bis 28. Mai, präsentiert Paul Simon und Neil Young. Das CMA Music Festival, weltweit größtes Country-Music-Ereignis vom 9. bis 12. Juni in Nashville, glänzt mit den Rascal Flatts, Carrie Underwood und Hank Williams Jr. Gleichzeitig lässt das Rockspektakel Bonnaroo mit hunderttausenden von Besuchern auf einem Feld bei Manchester Erinnerungen an Woodstock aufleben – mit Pearl Jam als Top-Act. Und das große Stadtfest Riverbend in Chattanooga vom 10. bis 18. Juni hat Blood, Sweat & Tears gebucht. Zum Nationalfeiertag am 4. Juli tritt in Nashville die neunfache GRAMMY-Gewinnerin Sheryl Crow bei freiem Eintritt auf.

Doch Tennessee hat damit noch lange nicht genug und begeistert mit musikalischen Leckerbissen auf vielen mittelgroßen Festivals. Jackson lockt mit dem Rock-A-Billy Music Festival am 5. und 6. August, Bristol mit traditionellem Country zum Rhythm & Roots vom 16. bis 18. September. Das Pilgrimage Music & Cultural Festival in Franklin bei Nashville bringt am 24. und 25. September Americana-Sounds auf die Bühne.

Ein spannender Newcomer 2016 ist das Stomp Festival for Lost Music vom 5. bis 8. Mai in Knoxville. Gefeiert werden dort die verloren geglaubten Aufnahmen der „Knoxville Sessions“ von 1929 und 1930 aus dem St. James-Hotel der Stadt, die am 29. April auf vier CDs mit Begleitbuch erscheinen sollen. Weltweiter Herausgeber der wiederentdeckten Pionieraufnahmen kommerzieller Country-Musik ist der deutsche Musikverlag Bear Family Records aus Holste-Oldendorf bei Bremerhaven. Das Festival ist Teil einer ganzen Reihe von Stadtfestivals in Knoxville, die bereits am 31. März bis 2. April mit Ears beginnt, gefolgt von Rhythm & Blooms gleich am Wochenende darauf.

Und schließlich gibt es jede Menge kleiner und kleinster Festivals. In Tennessee kommt kein Stadtfest ohne Live-Musik aus, und davon gibt es hunderte. Sie bieten an jedem Wochenende irgendwo im Staat beste Möglichkeiten, nicht nur absolut ursprüngliche Sounds aus dem Herzland amerikanischer Musik zu hören, sondern auch Einheimische kennen zu lernen. Sie sind es, und erst in zweiter Linie Touristen, die mit ihrer Musikbegeisterung den Sommer der Musik tragen. Denn Tennessee ohne Musik wäre für sie einfach undenkbar.

Baltimore gehen die Lichter auf

die Installation „Voyage“ vom britischen Design Studio „Aether and Hemerea“ ist ein Highlight des Lichterfests in Baltimore. (C) www.lightcity.org

Die Installation „Voyage“ vom britischen Design Studio „Aether and Hemerea“ ist ein Highlight des Lichterfests in Baltimore. (C) www.lightcity.org

Baltimore, die größte Stadt im Bundesstaat Maryland, zelebriert vom 28. März bis 3. April 2016 das farbenfrohe Lichterspektakel „Light City Baltimore“. Sieben Tage lang widmen sich 29 großflächige Lichtkunstwerke, mehr als 50 Konzerte und 100 Performances, die alle kostenfrei zu besuchen sind, dem Thema Licht. Erstmals findet in den USA ein internationales Lichter-Festival in diesem Ausmaß statt.

Die Wahl des Austragungsortes kommt nicht von ungefähr: 1816 war es die Stadt Baltimore, die als erste Metropole in den USA für die Straßenbeleuchtung Gaslaternen einsetzte. Heute 200 Jahre später dreht sich in Baltimore mit diesem Festival wieder alles um Ideen, Einfallsreichtum und Kreativität.

Ob Musiker, bildende Künstler oder Tänzer – zum Festival kommen Künstler aus der ganzen Welt in die Metropole an der Chesapeake Bay. Die teils interaktiven Lichtkunstwerke werden entlang der 19 Kilometer langen Promenade am Inner Harbor für Besucher zugänglich sein. Dazu gehört auch die Installation „Voyage“ vom britischen Design Studio „Aether and Hemerea“. Die Beleuchtung der 300 schwimmenden Papierboote kann von den Besuchern mit dem eigenen Mobiltelefon über ein kostenfreies WLAN gesteuert werden.

Zwei Räder auf Höhenflug

Wo's rauf geht, geht's auch wieder runter: Spektakulärer Ausritt auf den 14,264 foot hohen Mount Evans. (c) Matt Inden, Miles

Wo’s rauf geht, geht’s auch wieder runter: Spektakulärer Ausritt auf den 14,264 foot hohen Mount Evans. (c) Matt Inden, Miles

Der Bundesstaat Colorado ist die Heimat einiger der schönsten hochgelegenen Panoramastraßen der USA und zieht aus diesem Grund auch immer mehr Radfahrer aus aller Welt an, um in traumhafter Natur die frische Bergluft zu genießen und auf den anspruchsvollen Strecken ihre Grenzen zu testen. Die körperliche Herausforderung in luftiger Höhe in Kombination mit herrlichen Ausblicken auf die Berge macht Colorado zu einem Traumziel für alle Straßenradfahrer.

Mount Evans Road

Auf den Gipfel des Mount Evans mit dem Rad zu fahren ist sicher nicht einfach, dennoch testen jeden Sommer viele Radfahrer ihre Willenskraft bei der Bewältigung der 77 km langen und 1.689 Höhenmeter überwindenden Strecke. Die Mount Evans Road beginnt und endet in Idaho Springs und führt auf ihrem Weg zu einer hoch gelegenen Tundra durch vielfältige Ökosysteme. Kurz vor dem Gipfel beginnt ein längerer Abschnitt mit Serpentinen, doch es lohnt sich durchzuhalten, denn am Ziel angekommen wird man mit einem grandiosen Ausblick über die Rocky Mountains belohnt.

Trail Ridge Road

Prachtvolle Gipfel und weitläufige Kiefernwälder begleiten Radfahrer entlang der Trail Ridge Road im Rocky Mountain Nationalpark, ebenso wie Elche, Dickhornschafe und andere Tiere, die man während der Fahrt zu Gesicht bekommt. Auf der 45 km langen Strecke von Estes Park nach Grand Lake kommt die vielfältige Schönheit des Parks zur Geltung. In den höher gelegenen Regionen ergeben die Bäume und Sträucher einen starken Kontrast zu den Gipfeln der Rockies, die in der Ferne emporragen. Das landschaftlich eindrucksvollste Teilstück ist ein 7 Kilometer langer Abschnitt, der kontinuierlich auf einer Höhe von über 3.600 Metern verläuft und für spektakuläre Ausblicke sorgt.

Independence Pass

Der Independence Pass führt von Aspen nach Twin Lakes und erreicht auf dem Gipfel eine Höhe von rund 3.700 m. Für die 60 Kilometer lange Strecke benötigt man etwa 3 ½ Stunden, dabei blickt man auf endlose Wälder, während die umliegenden Berggipfel gezackte Linienformationen in den Himmel schneiden. Idealerweise befährt man die Strecke kurz vor Herbstende, wenn die Farbe des Espenlaubs von Grün zu schimmernden Gold- und Orangetönen wechselt. Die Stadt Aspen bietet alles, was das Sportlerherz begehrt – besonders die vielen Spas helfen, Verspannungen und Muskelkater zu lösen. Twin Lakes ist vielleicht nicht ganz so vornehm, dafür aber landschaftlich mindestens genauso malerisch.

Alles rollt. In der Region von Durango (c) Durango Tourism Office

Alles rollt. In der Region von Durango (c) Durango Tourism Office

Peak to Peak Scenic and Historic Byway

Wie der Name schon sagt, verläuft der Peak to Peak Scenic and Historic Byway entlang der Gipfel der Rocky Mountains. Der permanente Höhenwechsel sorgt auf einer Länge von 88 km für eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Fahrt. Auf dem Abschnitt an den unteren Bergkämmen der Front Range sollte man auf keinen Fall die Aussicht auf den schroffen Indian Peaks und den massigen Longs Peak verpassen. Wer die Route von Norden nach Süden nimmt, kommt auf der letzten Station in die Spielerstädte Black Hawk und Central City. Wer umgekehrt Richtung Norden fährt, erreicht am Ende den Eingang zum Rocky Mountain Nationalpark in Estes Park. Estes Park, Black Hawk und Central City sind innerhalb einer kurzen Autofahrt auch von Denver aus erreichbar. Wer also in Colorados Hauptstadt logiert, dem sei diese Strecke für einen Tagesausflug mit dem Fahrrad ans Herz gelegt.

Loveland Pass

Der Loveland Pass wird im Winter gern von Denvers Einwohnern genutzt, um in die nahgelegenen Skigebiete zu fahren. Im Frühjahr, Sommer und Herbst, wenn die Temperaturen einladender sind, überqueren verstärkt die Radfahrer auf einer Länge von 30 km und mit einer konstanten Steigung von rund 7 % die Continental Divide. Die Strecke führt durch immergrüne Wälder und der höher gelegene Abschnitt bietet traumhafte Aussichten in ein Hochtal. Wer eine Pause benötigt, sollte in Keystone einen Zwischenstopp einlegen. Die Stadt Dillon am westlichen Ende der Strecke ist urig und gemütlich, und viele der Bewohner sind selbst begeisterte Radfahrer.

Sportliches Duell auf der Straße

Während der Sommermonate bieten zahlreiche Straßenrennen perfekte Gelegenheiten, um sich mit der Konkurrenz zu messen. Auch weniger professionelle Fahrer können an vielen Rennen auf kürzeren und weniger anstrengenden Streckenabschnitten teilnehmen und unter dem lauten Jubel der Zuschauer über die Ziellinie fahren. Das durch elf Städte führende Etappenrennen USA Pro Cycling Challenge gehört zu den beliebtesten Wettbewerben seiner Art und kehrt im August 2016 mit neuen Städten und viel Schwung nach Colorado zurück.

Ein bekannter Veranstalter für selbst geführte Fahrradtouren in Colorado ist At Your Pace Biking. Die 3- bis 7-tägigen Touren führen durch die verschiedensten Regionen des Bundesstaates und sind so konzipiert, dass man in seinem ganz eigenen Tempo reisen und somit frei, unabhängig und flexibel sein kann.

 

 

 

Mit glühender Begeisterung: Barbeque in Texas

Auf den Grill kommen in Texas keine Kleinigkeiten (c) Scott Sporleder

Auf den Grill kommen in Texas keine Kleinigkeiten (c) Scott Sporleder

Nicht selten als texanischer Nationalsport bezeichnet, ist Barbecue ein Lebensgefühl des „Lone Star State“. Südöstlich von Austin haben sich fünf Gemeinden zum Texas Barbecue Trail zusammengeschlossen. In Elgin, der „Sausage Capital of Texas“, kommen noch heute die einstigen Rezepte der deutschen Vorfahren zur Anwendung. Und in Houston, Tyler und Brady dreht sich bei verschiedenen großen und kleinen Barbecue-Meisterschaften sowie Festen alles um Steak, Rippchen & Co.

Bastrop, Taylor, Elgin, Lockhart und Luling teilen eine große Leidenschaft: das Barbecue. Jene fünf Gemeinden bilden den Texas Barbecue Trail. Die Ortschaft Lockhart sticht dabei hervor, denn sie wurde von der 76. Texanischen Legislatur zur offiziellen Barbecue-Hauptstadt des Bundesstaates ernannt.

Kochkunst mit Tradition

Seit mehr als vier Generationen hat sich das Lockhart Black’s Restaurant dieser Kochkunst verschrieben. Die meist sehr großen Fleischstücke werden langsam, bei mäßiger Temperatur in einem sogenannten Barbecue-Pit zubereitet, einem geschlossenen Grill, der in seiner Art an jene Gruben im Boden erinnert, in welchen in der Vergangenheit das Fleisch über glühender Holzkohle geräuchert wurde.

Das Familienlokal, welches 1932 gegründet wurde, gilt als das älteste in Texas. Nur knapp 80 Kilometer entfernt, führt der Texas Barbecue Trail durch Elgin. Hier leistet das Meyer’s Elgin Smokehouse einen entscheidenden Beitrag zum Titel als Wursthauptstadt Texas, denn noch heute wird das Grillgut nach jenem deutschen Rezept zubereitet, welches Henry Meyer im späten 18. Jahrhundert von Deutschland mit in die USA brachte.

Der fein abgestimmte Rauch gibt dem Barbeque die richtige Würze (c) Scott Sporleder

Der fein abgestimmte Rauch gibt dem Barbeque die richtige Würze (c) Scott Sporleder

Der Rauch macht’s, nicht die Sauce

Der seit 1900 betriebene Kreuz Market in Lockhart vertritt eine ganz eigene Haltung und wahrt damit alte Traditionen: Kein Spritzer Barbecue Sauce findet den Weg auf den Teller. Die texanische Grillkunst steht und fällt mit dem Rauch, welcher dem Fleisch das eigentliche Aroma verleiht. So wird in diesem Familienbetrieb Barbecue Sauce als Blasphemie betrachtet, die einzig kaschiert, was nicht gut und geschmackvoll ist.

Die Realität sieht jedoch anders aus, denn Texaner lieben ihre Sauce und jede Familie hütet ihr Rezept wie ein Geheimnis. Bereits 1937 wurden in den Dallas Morning News die wichtigsten Bestandteile der texanischen Barbecue-Sauce festgehalten: Essig, Wasser, Butter, schwarzer Pfeffer und Cayennepfeffer, Ketchup oder Tomatensauce sowie Worcester-Sauce.

Meister im Wettstreit am Grill

Den Beweis, dass Barbecue für die Texaner viel mehr ist als nur ein Grillfest oder eine spezielle Gar- bzw. Räuchermethode, liefern verschiedenste Kochwettbewerbe, Barbecue-Meisterschaften und Veranstaltungen in ganz Texas. So wird bereits Anfang März in Houston mit über 250 konkurrierenden Teams der World’s Championship Barbecue Contest ausgetragen.

Am 22. Mai fällt zudem der Startschuss für das jährliche Houston Barbecue Festival, welches einen Einblick in die Barbecue-Szene der zweitgrößten texanischen Stadt gewährleistet. Tyler in der Piney Woods Region sowie Brady in Hill County machen die Reise in das kulinarische Texas mit dem Red Dirt Barbecue and Music Festival am 14. Mai 2016 und dem World Championship Barbecue Goat Cook-Off am 2. und 3. September perfekt.