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Aspen schmückt sich mit kunstvollen Ski-Pässen

Kunst von Laura Owens ziert die diesjährigen Skipässe in Aspen. © Laura Owens/Aspen Skiing Company

Kunst von Laura Owens ziert die diesjährigen Skipässe in Aspen. © Laura Owens/Aspen Skiing Company

Seit mittlerweile elf Jahren sorgen das renommierte Aspen Art Museum (AAM) und die Aspen Skiing Company (ASC) im Rahmen ihrer Kooperation „Art in Unexpected Places“ für außergewöhnliche, von ausgewählten Künstlern designte Lifttickets. In der Wintersaison 2016/17 stehen elf verschiedene Motive der in LA lebenden zeitgenössischen Künstlerin Laura Owens zur Auswahl.

Bekannt ist Laura Owens für Gemälde, auf denen häufig bekannte Motive auftauchen, sowie handgefertigte Bücher in limitierter Auflage. Typisch für ihr Schaffen sind bunte, wie Regen vom Himmel fallende Zitronen, die an Pop-Art-Siebdrucke und Illustrationen der Siebzigerjahre erinnern. Die Motive für die Aspen-Snowmass-Lifttickets lehnen sich an eine in 2015 angefertigte Buchreihe mit ausgewählten Bildern und Texten aus Spam-Mails an. Owens hebt in ihren Werken die Trennung von figürlicher Kunst und Abstraktion auf. Dabei greift sie auf diverse kunsthistorische Quellen zurück, von der chinesischen Landschaftsmalerei und europäischen Meistern wie Toulouse-Lautrec bis hin zu Farbfeldmalerei und Pop Art, und versieht Schablonen- oder Siebdruck-Motive von Hand mit eigenen Elementen.

Prominente Namen haben sich verewigt

Unter den Namen, die sich seit 2005 künstlerisch auf den Lifttickets von Aspen Snowmass verewigt haben, befinden sich internationale Größen wie Yutaka Sone, Peter Doig, Karen Kilimnik, Jim Hodges, Carla Klein, Mamma Andersson, Mark Grotjahn, David Shrigley, Mark Bradford, Anne Collier und zuletzt Takashi Murakami. Neben den Lifttickets entstammen der Zusammenarbeit von ASC und AAM auch einige Kunst-am-Berg-Objekte von Sone und Grotjahn, Patterson Beckwith, Teresita Fernández, Dave Muller, den Turner-Preisträgern Susan Philipsz und Mark Wallinger sowie Lars Ø. Ramberg und Jennifer West. Foto-Installationen des Südtirolers Walter Niedermayr stehen in verschiedenen Einrichtungen der Aspen Skiing Company und in der Niederlassung von Colorado Ski Country USA in Denver zur Schau.

Spektakuläres fürs Auge

Die aus dem Jahr 2015 stammende standortspezifische Installation „Resonant Tides” der New Yorker Künstlerin Shinque Smith kann auch in diesem Winter am Restaurant Elk Camp in Snowmass besichtigt werden. Smith bedient sich in ihren Werken diverser visueller Elemente, von Graffiti und japanischer Kalligrafie über Mode und Tanz bis hin zu abstraktem Expressionismus. Dabei greift sie kulturelle und soziale Themen auf, in denen es um Produktion, Konsum, Überfluss und Verschwendung geht. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Beziehung zu ausrangierten oder aber als besonders wertvoll erachteten Gegenständen und den mit ihnen verknüpften Werten. Ein weiteres Thema, das bei Smith immer wieder auftaucht, ist das Gefühl von Zugehörigkeit.

Die Abfahrten von Aspen zu genießen, ist ebenfalls eine Konst. © Sasha Juliard

Die Abfahrten von Aspen zu genießen, ist ebenfalls eine Konst. © Sasha Juliard

Rückblick in gedruckter Form

Einen historischen Abriss der preisgekrönten Initiative von 2012 bis 2016 bietet das Buch „Art in Unexpected Places II”. Darin wird beschrieben, wie sich das Projekt entwickelt und Aspen Snowmass sich damit zunehmend als einzigartige Destination profiliert hat – mit einem ebenso breiten sportlichen wie kulturellen Angebot. Kommentare von Künstlern, Interviews, Essays und Gespräche der bekannten Philanthropin und Kunstsammlerin Paula Crown mit dem Künstler David Muller, dem Vorsitzenden und CEO der ASC Mike Kaplan, der Museumsdirektorin Heidi Zuckermann und der Olympia-Snowboarderin Gretchen Bleiler. Die ersten sechs Jahre, von 2005 bis 2011, lässt der Vorgängerband, Art in Unexpected Places, Revue passieren.

Aspen Art Museum schätzt die Innovation

Das Aspen Art Museum (AAM) präsentiert die neuesten, wichtigsten Entwicklungen internationaler moderner Kunst. Innovative Ausstellungen, Bildungsprogramme und öffentliche Angebote sowie Community-Events sollen aktiv Denkanstöße geben zu Themen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Gesellschaft.

Shinique Smiths’ Ausstellung am Elk Camp wurde vom Aspen Art Museum und der Aspen Skiing Company in Auftrag gegeben. Ausstellungen des AAM ermöglicht der Marx Exhibition Fund. Weiterhin erhält das Museum Unterstützung durch den Toby Devan Lewis Visiting Artist Fund. Ausstellungslesungen sind Teil der Questrom Lecture Series und Bildungsangebote sponsert der Questrom Education Fund.

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