Pfaffinger Umschau

upf schaut hin, hört zu und schreibt's auf

Month: März, 2017

Virginias historische Gärten blühen wieder

Historic Garden Week in Virginia, Colonial Williamsburg (c) Kelly J Mihalcoe, Virginia Tourism Corporation

Historic Garden Week in Virginia, Colonial Williamsburg (c) Kelly J Mihalcoe, Virginia Tourism Corporation

Jedes Jahr im April feiert Virginia den Frühling auf ganz besondere Weise. Bei der „Historic Garden Week“ haben Besucher die Möglichkeit, die Farbenpracht von 250 Grünanlagen des US-Bundesstaates an der Ostküste zu bewundern und dabei auch den einen oder anderen Blick über den Gartenzaun zu werfen. 30 unterschiedliche Touren führen vom 22. bis 29. April 2017 neben öffentlichen auch zu privaten Gartenanlagen historischer Häuser, die für das Event mit mehr als 2.300 Blumenarrangements des „Garden Club of Virginia“ geschmückt wurden.

Architektur als schmückendes Beiwerk

Neben den Gärten und historisch interessanten Gebäuden stehen bei den Führungen auch bedeutende Wahrzeichen der amerikanischen Geschichte auf dem Programm.  Die „Historic Garden Week“, die in diesem Jahr zum 84. Mal stattfindet, bietet einen faszinierenden Einblick in die Architektur Virginias. Die geführten Touren werden von den 47 Mitgliedsvereinen des „Garden Club of Virginia“ angeboten und kosten je nach Stadt und den Locations, die besichtigt werden, zwischen 25 und 55 US-Dollar.

Führungen im ganzen Bundesstaat

Die Vielfalt der zu besichtigenden Anlagen ist riesig, denn Führungen werden überall im Bundesstaat angeboten – ob an der Küste in Norfolk und Virginia Beach, in der Hauptstadt Richmond, in Williamsburg und Leesburg oder in den kleinen charmanten Städten rund um den Shenandoah National Park. Die Einnahmen fließen in die Erhaltung und Renovierung der historischen Gärten Virginias und unterstützen die Arbeit des „Garden Club of Virginia“.

Filmreife Ferien in Georgia

Auf den Spuren von Forrest Gump in Savannah. (c) Georgia Department of Economic Development

Auf den Spuren von Forrest Gump in Savannah. (c) Georgia Department of Economic Development

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“ Dieser legendäre Ausspruch von Forrest Gump gilt nicht für das „Year of Georgia Film“, das der US-Bundesstaat Georgia 2017 feiert. Denn was viele nicht wissen: Georgia steht bei der Anzahl der Film- und TV-Produktionen in den USA an dritter Stelle und weltweit auf Platz fünf. Besuchern bietet sich deshalb vielerorts die spannende Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und Originalschauplätze von Kino-Blockbustern oder Kultserien zu besuchen.

Auf direktem Weg zu „The Walking Dead“

Hierfür werden in ganz Georgia geführte Touren zu Drehorten angeboten sowie zahlreiche Filmfestivals veranstaltet. Wer selbst auf Entdeckungsreise gehen möchte, findet auf der neuen Webseite www.exploregeorgia.org/film zahlreiche Informationen zu Locations, aktuellen Dreharbeiten sowie zu Attraktionen, Restaurants und Hotels, die auf der Leinwand eine tragende Rolle spielten. Unter dem Motto „Entdecke Georgia in neun Filmen“ sind zudem Routenvorschläge zu verschiedensten Locations von Serien wie The Vampire Diaries und The Walking Dead oder Streifen wie Forrest Gump, Die Tribute von Panem und Captain America: Civil War verfügbar.

Urlaub in der Filmkulisse

Während einer Reise in Georgia begegnet man immer wieder filmbekannten Plätzen. So pilgern viele in Savannah zum Chippewa Square, wo Forrest Gump einst mit seiner Pralinenschachtel auf den Bus wartete, oder neuerdings auch nach Tybee Island, wo etliche Strandszenen für den neuen Baywatch-Film entstanden. Die Hauptstadt Atlanta beherbergt zahlreiche Schauplätze aus Die Tribute von Panem, The Blind Side oder Ant-Man und bietet gute Chancen Dreharbeiten hautnah mitverfolgen zu können.

In Senoia wandeln Besucher auf den Spuren von "The Walking Dead" (C) Anja Hoebler

In Senoia wandeln Besucher auf den Spuren von „The Walking Dead“ (C) Anja Hoebler

In den Kulissen von „The Walking Dead“

Der Hotspot unter Serienfans ist derzeit das südlich von Atlanta gelegene Senoia, das als Kulisse für die fiktiven Orte Woodbury und Alexandria in The Walking Dead dient. Seit Beginn der Dreharbeiten zieht das kleine Städtchen Touristen an, die dort die Drehorte, den Woodbury Shoppe und das kleine Museum mit Filmrequisiten besuchen oder bei Nic & Norman’s, dem Restaurant von Hauptdarsteller Norman Reedus und Produzent Greg Nicotero, einen Burger essen. Wo vor zehn Jahren noch fünf Geschäfte im verschlafenen Senoia zu finden waren, sind es heute fast 50 und regelmäßig kommen neue dazu.

„Grüne Tomaten“ bis heute auf der Speisekarte

Ähnlich wiederbelebt wurde auch das winzige Dorf Juliette durch den Film Grüne Tomaten. Das Whistle Stop Cafe spielte in diesem eine zentrale Rolle und serviert auch 26 Jahre später noch grüne Tomaten oder Barbecue an mehr als 100.000 Besucher jährlich. Covington, wo 2009 die Dreharbeiten für die Serie Vampire Diaries begannen, verzeichnet ebenfalls einen ähnlichen Effekt und gilt mittlerweile als die Welthauptstadt der Vampire. Es dient als Kulisse für die Stadt Mystic Falls und begeistert Fans unter anderem mit dem Mystic Grill Restaurant, das einem Restaurant aus der Serie nachempfunden wurde.

Hollywood auf den Fersen

Laut der Motion Picture Association of America rangiert Georgia bei der Anzahl an Film- und TV-Produktionen in den USA hinter Hollywood und New York an dritter Stelle. Weltweit steht der Bundesstaat bereits auf Platz fünf. Der Film Deliverance, der Anfang der 1970er Jahre in den nordöstlichen Bergen von Georgia entstand, legte einst den Grundstein für die Filmindustrie des Bundesstaates. Dessen großen Erfolg war der Anlass für den damaligen Gouverneur von Georgia, Jimmy Carter, das Georgia Film Office ins Leben zu rufen.

Selbst die Briten drehen in Atlanta

Über die Jahre hinweg lernten Filmschaffende Georgias vielfältige Geografie sowie sein ganzjährig mildes Klima zu schätzen und so stieg die Zahl der Produktionen kontinuierlich an. 2008 wurde der Georgia Entertainment Industry Investment Act verabschiedet, der Film- und TV-Produktionen bis zu 30 Prozent Steuerersparnis gewährt, wenn diese im Bundesstaat drehen und diverse Auflagen erfüllen. Allein im Finanzjahr 2016 entstanden so 245 Filme, TV-Serien und Musikvideos in Georgia, was einem Investitionsvolumen von insgesamt 7,2 Milliarden US-Dollar und 79.900 Arbeitsplätzen entspricht. So betreiben beispielsweise die britischen Pinewood Studios einen Studiokomplex südlich von Atlanta, in dem aktuell die Marvel-Filme Guardians of the Galaxy Vol. 2 und Spider Man: Homecoming gedreht werden.

Geschützt: Kräutersuche ist kein Hexenwerk

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Gänstehaut in Galveston

Die „Marfa Lights“ faszinieren die Betrachter das ganze Jahr über. © Texas Tourism

Die „Marfa Lights“ faszinieren die Betrachter das ganze Jahr über. © Texas Tourism

Hotels, in denen Geister ihr Unwesen treiben, Lichter, die auf unerklärliche Weise mitten im Nirgendwo erscheinen, ein Granitfels, der schon von den Tonkawa gefürchtet wurde und Feierlichkeiten zum „Dia de los Muertes“, dem „Tag der Toten“? Texas beweist Grusel-Potenzial und bietet so manch unerklärliches Phänomen, bei dem es sich lohnt genauer hinzuschauen – oder lieber doch nicht?

 Hotels mit Geschichte(n)

Orte für verlorene Seelen gibt es in Texas reichlich. Insbesondere historische Hotels sind die bevorzugte Heimat jener Gespenster, Poltergeister und Spukgestalten, die seit Jahren in Texas für Gänsehaut sorgen. Im Hotel Galvez in Galveston berichten Gäste von knallenden Türen auf der fünften Etage und mysteriösen Schritten im Hotelflur. Das Treppenhaus des Driskill Hotel in der texanischen Hauptstadt Austin wird noch heute von einer jungen Frau heimgesucht, die hier 1887 ihr Leben ließ.

Lippenstift mit Spukeffekt

Im Menger Hotel in San Antonio sollen gleich mehrere Geister ihr Unwesen treiben, allen voran Sallie White, das einstige Zimmermädchen, in ihrem grauen Kleid und mit Kopftuch um die Stirn. Auch im Baker Hotel in Mineral Wells wird von unerklärlichen Geschehnissen berichtet, die sich alle auf den siebten Stock beschränken: dem einstigen Zuhause von Herrn Bakers Geliebten, einer rothaarigen Schönheit, deren Lippenstift noch heute auf unerklärliche Weise an den Gläsern haftet.

Farbenfrohes Totengedenken beim Dia de los Muertes in San Antonio© visitsanantonio.com

Farbenfrohes Totengedenken beim Dia de los Muertes in San Antonio© visitsanantonio.com

Rätselhafte Himmelslichter

Wer nun glaubt, unter freiem Himmel von allem Paranormalen und Mysteriösen verschont zu bleiben, der hat nicht mit den Launen der texanischen Mutter Natur gerechnet. Auf das wohl unerklärlichste Phänomen in ganz Texas stößt man knapp 15 Kilometer östlich der Künstler- und Hippiekolonie Marfa. Bereits seit dem 19. Jahrhundert zerbrechen sich Forscher jeglicher Art den Kopf über rote, blaue und weiße Lichter am Horizont einer unbewohnten und nur schwer zugänglichen Region, in der außer Wüste nichts vorzufinden ist. Die „Marfa Lights“ erscheinen das ganze Jahr über, egal, welches Wetter gerade vorherrscht: Nur etwas Glück muss einem beschert sein, denn nicht jeder bekommt sie zu Gesicht.

Zauber der Natur

Im Texas Hill Country vereint der „Enchanted Rock“, ein riesiger Granitberg, zahlreiche Mythen und birgt Geheimnisse. Bereits der Indianerstamm der Tonkawa berichtete von gespenstischen Feuern auf dem Berg und einem Grollen in der Nacht. Wissenschaftler fanden nun heraus, dass diese Legenden auf verschiedene Naturphänomene zurückzuführen sind: Nach starken Regenfällen kommt es zu Reflektionen, die den Anschein eines Feuers erwecken. Die Geräusche gründen auf hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, die den Berg aufgrund seiner Beschaffenheit nie ruhen lassen.

Farbenfrohes Todesfest

Texas geht mit den Ende Oktober anstehenden Feierlichkeiten zum „Dia de los Muertes“, dem „Tag der Toten“, noch einen Schritt weiter. In San Antonio, aber auch Corpus Christi, Austin und der Geisterstadt Terlingua, wird während des traditionellen Festes den Toten gedacht. Trotz der düsteren Namensgebung ist es ein farbenfrohes Fest mit bunten Prozessionen, prunkvoll geschmückten Altären und althergebrachten Kleidern im mexikanischen Stil – einzig die Masken der Feiernden sind in schwarz-weiß gehalten.

Auf den Spuren von Harriet Tubman

Zugang zur amerikanischen Geschichte der Sklaverei und ihrer Überwindung: Das Besucherzentrum im Harriet Tubman National Park (c) NPS National Park Service

Zugang zur amerikanischen Geschichte der Sklaverei und ihrer Überwindung: Das Besucherzentrum im Harriet Tubman National Park (c) NPS National Park Service

Dieser Tage eröffnete das neue Besucherzentrum des historischen Nationalparks Harriet Tubman Underground Railroad. Das Gelände, dessen Grundlage bereits 2013 durch den damaligen US-Präsidenten Barack Obama geschaffen wurde, würdigt das Leben der berühmten Ex-Sklavin sowie Fluchthelferin im 19. Jahrhundert und hält ihr Vermächtnis lebendig. Mit dem neu gebauten Besucherzentrum des Harriet Tubman Underground Railroad National Historical Parks wurde nun das Herzstück der Anlage nahe Cambridge im US-Bundesstaat Maryland eingeweiht.

Kindheit als Sklavin

Das knapp sieben Hektar große Gelände umfasst Orte, an denen Harriet Tubman seit ihrer Kindheit als Sklavin dienen musste, darunter auch den Nachbau eines Geschäfts, in dem Tubman in jungen Jahren eine schwere Kopfverletzung zugefügt wurde, unter deren Folgen sie ihr Leben lang litt. Auch eine Ausstellung und eine Multimedia-Installation sind nun Teil des historischen Nationalparks und vermitteln das Wirken der legendären Freiheitskämpferin. Eine Bibliothek, ein Museums-Shop und öffentliche Toiletten ergänzen das Angebot des kostenlos zugänglichen Parks.

Helferin für Entflohene

Harriet Tubman, circa 1820 als Sklavin auf einer Farm im Gebiet des heutigen Nationalparks geboren, gelang es 1849 mit Hilfe des Fluchtnetzwerks Underground Railroad, einem drohenden Verkauf durch ihre Besitzer zu entkommen und nach Norden zu fliehen. Anders als viele andere entflohene Sklaven kehrte sie unter hohem persönlichem Risiko als Helferin der Underground Railroad rund ein dutzendmal zurück, um Familienmitglieder und weitere Sklaven zu befreien und diese in den sicheren Norden zu führen, mitunter bis nach Kanada. Im Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten unterstützte sie später die Gegner der Sklaverei als Kundschafterin und Krankenschwester und kümmerte sich um die von den Unionstruppen befreiten Sklaven.

Leistung von historischem Rang

Ihr unermüdlicher Einsatz wurde von offizieller Seite aufgrund fehlender Dokumente lange Zeit nicht anerkannt; Tubman kämpfte 34 Jahre für eine Veteranenpension und erhielt letztlich lediglich eine Witwenrente. Umgeben von Freunden und Verwandten starb Harriet Tubman am 10. März 1913 in einem von ihr gestifteten Heim für alte und mittellose Farbige. Heute gilt sie als eine der bekanntesten historischen Persönlichkeiten der USA.

MUC bekommt einen „Dreamliner“ nach San Fran

Vor drei Jahren nachm United ihren ersten Dreamliner in Empfang; jetzt kommt die Boeing 787-900 nach München (c) United Airlines

Vor drei Jahren nachm United ihren ersten Dreamliner in Empfang; jetzt kommt die Boeing 787-900 nach München (c) United Airlines

United Airlines baut sein Streckennetz mit weiteren Destinationen, mehr Flugfrequenzen und noch besseren Anschlussverbindungen im In- und Ausland für die Sommerreisesaison weiter aus. Abhängig von der Regierungsgenehmigung wird United erstmals in der Unternehmensgeschichte eine saisonale Route zwischen München und San Francisco eröffnen.

„In diesem Sommer offerieren wir mehr Flüge, mehr Destinationen und noch mehr bequeme Anschlüsse als bisher. Mit größerem und modernerem Fluggerät auf mehreren Strecken bringen wir unsere Gäste bequem und entspannt zu ihrem Wunschziel“, so Scott Kirby, President von United Airlines.

Neuer Nonstop-Dienst ab Deutschland

Der neue saisonale Flug zwischen dem Flughafen München und dem San Francisco International Airport startet am 24. Mai in Bayerns Metropole. Auf der Strecke verkehrt eines der modernsten Flugzeuge, der „Dreamliner“ Boeing 787, der besonders effizient ist, hohen Komfort bietet und gleichzeitig durch geringere Emissionen den Erfordernissen der Umwelt Rechnung trägt. Der Flugplan:

Flug Von Nach Abflug Ankunft
194 San Francisco München 14.05 Uhr täglich 10.25 Uhr nächster Tag
195 München San Francisco 12.10 Uhr täglich 14.55 Uhr gleicher Tag

United baut ferner das US-Streckennetz weiter aus und verkürzt spürbar die Reisezeiten über die großen Drehscheiben durch optimierte Anschlüsse. Der Flugplan enthält neue Routen mit Nonstop-Services zu großen und kleineren Städten. Die Fluggesellschaft offeriert Verbindungen zu insgesamt 13 Städten, darunter sind vier völlig neu wie Champaign/Urbana in Illinois, Columbia in Missouri, Rochester in Minnesota und Santa Rosa in Kalifornien.

Ausbau der Inlandsflüge

United führt außerdem weitere Flugfrequenzen in Märkte ein, die das ganze Jahr über bestehen bleiben, so nach Salt Lake City, Fort Lauderdale, Tucson und New Orleans.

Von Nach Frequenz Flugbeginn
Denver Kona, Hawaii Täglich 8. Juni
Newark Salt Lake City, Utah Täglich 8. Juni
Washington-Dulles Fort Lauderdale, Florida Täglich 8. Juni
Chicago Tucson, Arizona Täglich 8. Juni
San Francisco New Orleans, Louisiana Täglich 8. Juni
San Francisco Kalispell, Montana Täglich 1. Juli

 

„I had the time of my life“ seit 30 Jahren

Die Partnerin aus dem See heben: Aus der Filmszene ist beim jährlichen Festival am Lake Lure der "Lake Lift Competition" geworden. (c) Visit North Carolina

Die Partnerin aus dem See heben: Aus der Filmszene ist beim jährlichen Festival am Lake Lure der „Lake Lift Competition“ geworden. (c) Visit North Carolina

Drei Dekaden sind vergangen, seitdem „Dirty Dancing“ die Leinwand in ein Spiegelbild leidenschaftlicher Tanzkunst verwandelte. Heute noch geraten Jung und Alt in Verzückung, wenn die Klänge des Kultfilms ertönen. Die wohl berühmteste Szene – die Hebefigur im See – wurde einst im Lake Lure in North Carolina gefilmt und auch weitere Drehorte lassen sich dort heute noch entdecken. So können Fans im damaligen Hotel der Hauptdarsteller nächtigen oder auf dem Original Tanzboden die Hüften schwingen. Wer frühzeitig plant, erlebt neben dem Dirty Dancing Festival am 18. und 19. August ein weiteres Spektakel in North Carolinas Bergregion: Die totale Sonnenfinsternis am 21. August.

Dirty Dancing Festival

„Ich habe eine Wassermelone getragen!“ heißt es am 18. und 19. August 2017 beim Dirty Dancing Festival am Lake Lure. Bereits zum achten Mal pilgern Filmfans zum Ufer des Sees, um Live-Musik, Tanzkurse und eine Filmvorführung unter freiem Himmel zu erleben. Zu den Highlights des Festivals zählen der Wettbewerb im Wassermelonen-Tragen und die Lake Lift Competition im See. Wie einst bei Johnny und Baby ist hierbei das Ziel, seine Partnerin aus dem Wasser zu heben und so lange wie möglich in der Luft zu halten.

Drehorte am See

Außerhalb des Festivals lohnt sich ein Besuch des Lake Lure sowohl für Dirty Dancing- als auch für Naturfans. Der Stausee östlich von Asheville und der nahe gelegene Chimney Rock State Park sind ein wahres Paradies, das es zu entdecken gilt. Ein guter Ausgangspunkt für einen ganztägigen Ausflug auf den Spuren des Tanzfilms ist das Welcome Center von Lake Lure. Dieses wartet mit einer kleinen Ausstellung zu Filmen, die in der Region gedreht wurden, sowie einer Nachbildung der weißen Treppe, auf der Baby ihre Tanzschritte übte, auf – perfekt für ein Dirty Dancing-Erinnerungsfoto. Der nächste Stopp ist Firefly Cove, wo einst die Hebefigur im See, etliche Tanzszenen und Bilder vom Camp der Hotelangestellten gefilmt wurden. Erreichbar ist dieses Idyll am besten per Mietboot oder bei einem Ausflug mit lake Lure Tours zu den schönsten Orten rund um den See. Den Abschluss bildet der Bald Mountain Golf Course im Rumbling Bald Resort. An Loch 16 des Golfplatzes entstand die Sequenz, in der Baby ihren Vater nach Geld fragte.

Im Bett mit Baby und Johnny

Das kleine Esmeralda Inn mit dem Original-Tanzboden in der Lobby ist eine beliebte Pilgerstätte für Dirty Dancing-Fans. (cI Visit North Carolina

Das kleine Esmeralda Inn mit dem Original-Tanzboden in der Lobby ist eine beliebte Pilgerstätte für Dirty Dancing-Fans. (cI Visit North Carolina

Während der Dreharbeiten übernachteten die Crew und Schauspieler im 1927 Lake Lure Inn & Spa. Die Zimmer, in denen die Hauptdarsteller damals schliefen, werden heute als Jennifer Grey Suite sowie Swayze Suite vermietet. Zudem laden in Anlehnung an den Film Johnny‘s Cabin und Baby’s Bungalow zu einem Aufenthalt ein. Auch das kleine Esmeralda Inn ist eine beliebte Pilgerstätte für Dirty Dancing-Fans. Der Tanzboden, auf dem Grey und Swayze zu “Time Of My Life” auftraten, ziert heute die Lobby des rustikalen Hotels, das in seinen 125 Jahren schon Gäste wie Mary Pickford, Douglas Fairbanks oder Clark Gable beherbergte.

Kosmisches Spektakel

Nicht weit von den Drehorten um den Lake Lure entfernt, lässt sich zudem die totale Sonnenfinsternis am 21. August 2017 verfolgen. Sie beginnt um 14.35 Uhr und dauert nur kurz an, aber es wird ein Spektakel sein, von dem man noch seinen Enkelkindern erzählt. Teile des Great Smoky Mountain National Parks und der Westen North Carolinas liegen im Kernschatten und bieten so beste Aussichten auf die verschwindende Sonne. Während in Sylva die Finsternis für eine Minute und 45 Sekunden sichtbar ist, wird die Sonne in Cashiers für fast zweieinhalb Minuten verdeckt. Dort wird zudem das Solar Fest 2017 mit Foodtrucks und Livemusik gebührend gefeiert. Zudem haben Bryson City und das Jackson County extra für die Sonnenfinsternis Webseiten eingerichtet – mit Informationen, den besten Plätzen zum Beobachten sowie Events und Reisetipps anlässlich dieses seltenen Naturereignisses.