Pfaffinger Umschau

upf schaut hin, hört zu und schreibt's auf

Ulrich Pfaffenberger

Texas zu Land, zu Wasser, in der Luft und unter Dampf

Die Gegend rund um Longview gilt – wie der Name schon sagt – als die Heißluftballon-hauptstadt von Texas (c) Texas Tourism

Die Gegend rund um Longview gilt – wie der Name schon sagt – als die Heißluftballon-hauptstadt von Texas (c) Texas Tourism

Ein Roadtrip ist die beste Art, Texas‘ Vielfalt kennenzulernen. Dabei gibt es neben Auto und Motorrad unzählige weitere Möglichkeiten, von A nach B zu gelangen und Land und Leute richtig kennenzulernen. Ob hoch über den Wolken oder fest im Sattel, mit der historischen Dampflok oder per Bike: Reisende können mit unkonventionellen Fortbewegungsmitteln ein besonderes Feeling für den zweitgrößten Bundesstaat der USA entwickeln und Texas‘ unberührte landschaftliche Schönheit auf intensive Art genießen.

Dem Himmel so nah

Wie auf Wolken: Das älteste Luftfahrzeug der Welt vermittelt noch immer ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Die Gegend rund um Longview gilt – wie der Name schon sagt – als die Heißluftballonhauptstadt von Texas. Herrliche Ausblicke auf die glitzernden Gewässer des Lake Cherokee, auf dichte Pinienwälder, Wiesen mit frisch gemähtem Heu oder die berühmten Longhorns hinterlassen aus der Vogelperspektive betrachtet bleibende Eindrücke. Ein besonderes Highlight ist die „Great Texas Balloon Race“, die in diesem Jahr vom 27. bis 29. Juli stattfindet und bei der zahlreiche bunte Farbtupfer über den Himmel gleiten. Beim beliebten „Evening Balloon Glow“ befeuern die rund 80 Piloten ihre Ballons vor dem texanischen Sternenhimmel und schaffen eine einzigartige Atmosphäre.

Wie vor 100 Jahren: Mit dem "Zug der Zeit" durch Piney Woods. (c) Texas Tourism

Wie vor 100 Jahren: Mit dem „Zug der Zeit“ durch Piney Woods. (c) Texas Tourism

Schienen, die die Welt bedeuten

Eine Fülle an Sinneswahrnehmungen wartet in Piney Woods im Osten des Bundesstaates, wo verschiedene Ökosysteme und Wildtiere aufeinandertreffen. Diesen Landstrich mit einer Dampflok aus den 1920er-Jahren zu erkunden und dabei historischen Erzählungen zu lauschen, versetzt Reisende in das nostalgische Ambiente einer Zugreise von vor 100 Jahren. Ein Stopp lohnt sich besonders in Palestine, denn hier stehen mehr Gebäude im „National Register of Historic Places“ als in fast jeder anderen Stadt in Texas, während in Jacksonville majestätische Kiefern und blaue Seen eine tiefe Ruhe vermitteln.

 

In die Pedale treten

Erst das Rad macht diese Gegend im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbar“: Felder voller Wildblumen, Bäche durch duftende Zypressenwälder und traditionsreiche Weinkellereien säumen die Wege in der Hill-Country-Region. Ein guter Ausgangspunkt für Radtouren ist das einstige deutsche Auswandererstädtchen Fredericksburg, das umgeben von Weinfeldern malerisch im Herzen Texas‘ liegt. In einer Tagestour kann die Luckenbach Loop Alternate, eine 50 Kilometer lange Fahrradroute, bewältigt werden. Gestoppt wird hier auch im Vier-Seelen-Dorf Luckenbach, das allabendlich zur Open-Air-Bühne für Countrymusiker wird – mitjammen, summen und singen herzlich willkommen! Am Abend dann ein Glas texanischer Wein unter einem der vielen Eichenbäume – und die Welt ist in Ordnung.

Das klassische Fortbewegungsmittel in Texas - bis heute. (c) Texas Tourism

Das klassische Fortbewegungsmittel in Texas – bis heute. (c) Texas Tourism

Fest im Sattel

Die Region rund um den Palo Duro Canyon, seines Zeichens der zweitgrößte Canyon der USA, diente den Comanche-Indianern als Zufluchtsort im Winter. Später nutzten Siedler ihre Wege und schließlich wurde in den 1920er-Jahren die legendäre Route 66 entlang der alten Indianerpfade gebaut – die hier genau den Mittelpunkt markiert. Mitten in der letzten freien Heimat der Comanche-Indianer und nur 15 Kilometer von der Route 66 entfernt liegt die Ranch von „Cowgirls and Cowboys in the West“. Hier können sich Besucher von Anfänger bis Profi in den Sattel schwingen und den Canyon sowie die Route 66 hoch zu Ross entdecken. Besonders romantisch sind die Sonnenuntergangsritte, besonders spektakulär die „Cattle Roundup Vacations“, bei denen Reiter an mehreren Tagen zu wahren Cowboys werden.

Schiff Ahoi in Big Bend

Koyoten und Bären, spektakuläre Landschaften und unberührte Natur – das ist Westtexas. Ganze fünf Canyons finden sich im Big Bend National Park; und diese können vom Rio Grande aus ebenso bewundert werden wie die Fauna des Parks: Rotohrschildkröten sonnen sich auf Felsen und Baumstämmen, blaue Reiher und grüne Eisvögel fliegen entlang des Flusses, hier und da sind Biber zu hören. Ob per Kayak, Kanu oder beim Rafting: Auf dem Rio Grande werden geführte Touren von zwei Stunden bis zu zehn Tagen angeboten. Dabei bietet der Fluss je nach Abschnitt ideale Bedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene: Er führt mal durch 450 Meter tiefe Schluchten, mal durch weite, offene Strecken mit Blick auf die umgebenden Hochebenen und Berge der USA und Mexikos.

Auf dem Oregon Trail lebt der Pioniergeist weiter

175 Jahre Oregon Trail: Auf den Spuren des größten Siedler-Trecks der amerikanischen Geschichte

Indianische Kultur steht im Mittelpunkt des Happy Canyon Pageant in Pendleton 1 (c) Travel Oregon

Indianische Kultur steht im Mittelpunkt des Happy Canyon Pageant in Pendleton 1 (c) Travel Oregon

Die Geschichte Oregons zieht sich tief durch die abwechslungsreichen Landschaften des Bundesstaates – wie eine Schatzkammer voller historischer Orte und Aktivitäten, die Urlauber unter anderem mit in die Zeit der Siedler nehmen. 2018 wird der Pioniergeist mit dem 175. Jahrestag des berühmten Oregon Trail wieder lebendig. In der Mitte des 19. Jahrhunderts nutzten tausende Pioniere den mehr als 3.000 Kilometer langen und beschwerlichen Weg in den Westen und sorgten so für die größte Wanderung in der amerikanischen Geschichte. Heute können Urlauber den historischen Trail für sich wiederentdecken und auf Zeitreise gehen, indem sie beispielsweise im Planwagen mitfahren, bei einem nächtlichen Sommer-Picknick der Live-Musik lauschen, wie sie schon vor 175 Jahren gespielt wurde, oder beim fünf Kilometer langen Oregon Trail Game Run den historischen Stadtkern von Oregon City entdecken.

Auf den Spuren der Siedler

Wie erging es den damaligen Siedlern während ihrer langen Reise entlang des Oregon Trails? Dies können Urlauber im National Historic Oregon Trail Interpretive Center erfahren. Das Museum liegt nahe Baker City im Osten des Bundesstaates und sein Areal erstreckt sich auf rund 200 Hektar. Neben aktiven Geschichtsvorführungen, interessanten Ausstellungen und multimedialen Präsentationen finden Besucher hier auch die Überreste einer historischen Goldmine, Spuren einstiger Planwagen und herrliche Ausblicke auf den Trail vor. Wer einmal hautnah in das Siedlerleben eintauchen möchte, der ist beim Planwagen-Lager des National Historic Oregon Trail Interpretive Center genau richtig. Während des Labor Day Wochenendes (1. bis 2. September) nehmen kostümierte Pioniere die Besucher mit auf eine Zeitreise. Neben zahlreichen Vorführungen und Aktivitäten werden auch Köstlichkeiten aus dem Feuertopf serviert.

Momentaufnahme beim Happy Canyon Pageant(c) Travel Pendleton

Momentaufnahme beim Happy Canyon Pageant(c) Travel Pendleton

Musikalische und historische Begegnungen

Musikalisch wird es bei einem nächtlichen Sommer-Picknick unter Sternen zusammen mit der Trail Band. Am 27. Juli spielt die achtköpfige Musikgruppe traditionelle und originelle Musik mit einer Mischung aus Streich- und Blasinstrumenten und sorgt so in Oregon City für eine besondere Atmosphäre, wie sie auch schon vor 175 Jahren geherrscht haben könnte.

Beim Hands on History Event am 25. August im Linn County Historical Museum in Brownsville können Besucher selbst zum Siedler werden. Ob beim traditionellen Herstellen von Schmuck mit Stephanie Craig – einer Kalapuya-Stammesangehörigen – bei einer Kutschfahrt mit Tom Marquettes – einem Nachfahren der einstigen Pioniere – oder bei Tanz und passender Musik aus den 1850er Jahren kommt keine Langeweile auf. Weiterhin laden Aktivitäten wie das Spinnen von Wolle, Weben, Brotherstellung, Schmieden, Kerzentauchen oder Apfelweinpressen zum Ausprobieren ein. Wer möchte, kann auch in die passende Kleidung der einstigen Pioniere schlüpfen. Alle Aktivitäten sind kostenlos.

Weihnachtsgeschichten von einst

Nur weil sich das Jahr dem Ende zuneigt sind die Feierlichkeiten rund um den Oregon Trail noch lange nicht vorbei: Beim Oregon Trail Christmas Village in Rhododendron können Groß und Klein in ein besonderes Weihnachtsflair eintauchen. Umgeben von historischen Gebäuden erwarten Besucher am 2. Dezember neben traditionellem Weihnachtsgesang auch Musik der Ureinwohner, heiße Getränke und passende Weihnachtsgeschenke. Besonderes Highlight sind die Christmas Tales of Old Oregon, bei dem Weihnachtsgeschichten aus der Zeit der ersten Siedler erzählt werden.

Den Oregon Trail sportlich erleben

Wer den Oregon Trail noch aktiver erleben möchte, der ist beim alljährlichen Oregon Trail Game 5k Run genau richtig. Basierend auf dem Computerspiele-Klassiker aus den 80er Jahren – The Oregon Trail – werden die Läufer auf eine interaktive Reise geschickt, bei der sie Entscheidungen treffen müssen, wie die damaligen Siedler. Die Route führt die Teilnehmer entlang der historischen Main Street von Oregon City, vorbei am historischen Municipal Elevator – einer 40 Meter hohen Aufzugsanlage, die zwei Stadtviertel von Oregon City miteinander verbindet – und 223 Stufen die Singer Hill Falls hinauf inklusive Ausblicke auf den Willamette River. Diese einzigartige Veranstaltung findet am 5. August von 8.00 Uhr bis 11.30 Uhr statt und lädt auch die jüngsten Läufer im Rahmen eines Kids Race ein mitzumachen.

Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, der kann den Oregon Trail entlang des Grande Tour Scenic Bikeways entdecken. Die anspruchsvolle Route erstreckt sich auf 216 Kilometer und führt durch den Osten Oregons von La Grande bis hinunter nach Baker City und zurück. Beeindruckende Gebirgszüge wie die Eagle Cap Mountains, die Elkhorn Range, die Blue Mountains oder die Wallowa Mountains sorgen für ein unvergessliches Panorama. Radfahrer können sich entlang des Grande Tour Scenic Bikeways wie Pioniere fühlen, wenn sie die klaren Bäche und ruhigen Farmlandschaften, die duftenden Pinienwälder, die hoch aufragenden Windmühlen und das ausgedehnte Weideland Oregons entdecken.

Oregonzapft is‘

Vom 4. bis 5. August findet in Oregon City das einzige Bierfest statt, das die Brauereien entlang des Oregon Trails feiert – das Oregon Trail Brewfest. Besucher können sich durch diverse Biersorten entlang des berühmten Trails kosten. Dabei stehen Biere aus den Bundesstaaten Missouri, Nebraska, Wyoming, Idaho und Oregon zur Wahl. Hungrig bleibt während des Bierfestes niemand, denn neben Live-Musik auf mehreren Bühnen bieten zahlreiche Food Carts ausgefallene und klassische Leckereien an.

Mehr über die Geschichte Oregons erfahren Besucher vom 12. bis 15. September beim Happy Canyon Pageant in Pendleton – einer Show, die die Besiedlung des amerikanischen Westens darstellt. Beginnend mit einer Darstellung der indianischen Kultur, über Lewis und Clark, die die erste amerikanische Überlandexpedition zur Pazifikküste leiteten, gefolgt von den Pionieren des Oregon Trails und den Szenen einer wilden Grenzstadt. Nach dem Festumzug öffnet die Goldie’s Bar ihre Türen und bietet allen Besuchern über 21 Jahre einen unterhaltsamen Abend mit Live-Musik, Glücksspiel und edlen Tropfen. Die Happy Canyon Pageant Show findet im Rahmen des berühmten Rodeos Pendleton Round-Up statt, das seit 1910 tausende Besucher anlockt. Hier geben sich Cowboys und Cowgirls ein Stelldichein und begeistern die Fans mit Rodeos, Paraden, Konzerten, einem Tipidorf und den legendären Pow Wows der Ureinwohner.

Memphis erweist Elvis großen Tribut

Candelight Vigil in Memphis am 15. August 2007, zum 30. Todestag Elvis Presleys (c) Verkehrsbüro Memphis & Mississippi

Candelight Vigil in Memphis am 15. August 2007, zum 30. Todestag Elvis Presleys (c) Verkehrsbüro Memphis & Mississippi

Am 16. August 1977 starb Elvis Presley in Memphis. Gelebt hatte er bis dahin in Graceland. Sein Villen-Anwesen am Stadtrand gilt als eines der meistbesichtigten Wohnhäuser in den USA. Das erste Besucherzentrum wich 2017 einem vielfach größeren Komplex; 2016 entstand mit The Guest House at Graceland ein komfortables Hotel im Elvis-Stil. Einmal im Jahr erreicht die Elvis-Mania einen Höhepunkt: Zum Todestag strömen Fans nach Memphis, um ihrem Idol Tribut zu zollen: zur Elvis Week.

Candlelight und Konzerte

Die Kultwoche für den „King“ mit 25 Veranstaltungen dauert vom 9. bis 18. August. Zum Candlelight Vigil am 15. August versammeln sich um 20.30 Uhr die Fans am Tor zu Graceland – mit Kerzen zum stillen Gedenken. An diesem Tag wird auch Elvis‘ Tochter Lisa Marie Presley die Besucher begrüßen. Geboten werden zudem große Konzerte: unter anderem mit Darlene Love, die zusammen mit Elvis zu dessen Comeback 1968 vor 50 Jahren im NBC-Fernsehen auftrat.

Exkursionen zu musikalischen Hotspots

„Tribute-Artists“ in Elvis-Kostümen interpretieren die Songs ihres Vorbilds. Neu sind Exkursionen ins Mississippi Delta mit dem GRAMMY Museum in Cleveland und dem Delta Blues Museum in Clarksdale sowie zum Elvis Presley Birthplace Museum in Tupelo. Dazu noch ein Elvis-Tanz, eine Auktion von Sammlerstücken und vieles mehr.

Die Konzerte der Elvis Week kosten Eintritt; viele der anderen Veranstaltungen, so auch der Candlelight Vigil, sind frei. Das Programm mit Preisen und Links für Kartenbestellungen ist abrufbar unter www.graceland.com

Beste Bohnen und freche Früchtchen

Auf einer typischen Coffee Farm. wie man sie auf "Big Island" findet. © Hawaii Tourism Authority_Tor Johnson

Auf einer typischen Coffee Farm. wie man sie auf „Big Island“ findet. © Hawaii Tourism Authority_Tor Johnson

1992 riefen 12 hawaiianische Chefköche eine neue kulinarische Bewegung ins Leben: Zum ersten Mal wurde für die sogenannte Hawai‘i Regional Cuisine ein öffentliches Bewusstsein geschaffen – nicht nur auf den sechs Inseln, sondern auch auf dem US-Festland und anderen Kontinenten. Der Fokus dieser Initiative liegt darauf, frische und regionale Zutaten von Kaua‘i, O‘ahu, Moloka‘i, Lāna‘i, Maui und Hawai‘i Island zu verwenden und diese mit Gerichten internationaler Küchen zu vermischen.

Mehr als nur Ananas…

Zu den einheimischen Produkten gehören unter anderem Rindfleisch von den Farmen auf Hawai‘i Island, Früchte und Obst, das durch den vulkanischen Boden im Upcountry Maui besonders geschmacksintensiv ist, Fische zum Beispiel verarbeitet als Poke-Bowl und natürlich auch eine lokale Getränkeauswahl aus Bier, Wein, Wodka und Rum. Die Spezialitäten werden unter anderem hier serviert: Alan Wong’s Restaurant auf O‘ahu, Merrimen’s Fish House auf Kaua‘i, Kanemitsu’s Bakery auf Moloka‘i und Beverly Gannon’s Hali‘imaile General Store auf Maui.

Trio für Genießer

Folgende drei Orte sind ideal geeignet, um mehr über die kulinarischen Besonderheiten in Hawai‘i  zu erfahren:  Kaffee gedeiht auf Hawai‘i Island, O‘ahu kredenzt Frisches auf seinen Farmers Markets und Moloka‘i ist das Macadamia-Nuss-Imperium schlechthin

Hawai‘i ist der einzige US-Staat, in dem Kaffee produziert wird. Die wichtigsten Kaffeefarmen befinden sich auf der Westseite Hawai‘i Islands, in Kona. Hier sind die klimatischen Bedingungen optimal: Höhenmeter, eine stetige Wolkendecke und der fruchtbare Vulkanboden des Hualālai Volcano tragen dazu bei, die besonderen Kona-Kaffeebohnen zu ernten. Verschiedene Farmen bieten entsprechende Touren an: Kona Coffee Living History Farm, Mountain Thunder Coffee Plantation, Hula Daddy Coffee und Hilo Coffee Mill. Bei Ueshima Coffee (UCC Hawai‘i) können Besucher sogar ihren eigenen Kaffee rösten und für Zuhause abpacken. Das Kona Coffee Cultural Festival findet vom 9. bis 18. November 2018 statt.

Auf O‘ahu ist Farmland ebenso präsent wie Strände und eine große Auswahl an Bars und Restaurants. Die kulinarische Produktpalette reicht von Mānoa Honig über Kahuku Mais bis hin zu Käse von der Naked Cow Dairy Farm & Creamery und frischem Fisch von der Honolulu Fisch-Auktion, der einzigen Auktion mit frischem Thunfisch in den gesamten USA (). Einer der bekanntesten Bauernmärkte ist der am Kapi‘olani Community College.

Im Jahr 1882 kam der erste Macadamia-Nussbaum nach Hawai‘i – heutzutage produziert der 50. US-Staat 90% der weltweiten Macadamia-Nussernte. Auch hier spielen das Wetter und der vulkanische Boden eine entscheidende Rolle für den Ertrag. Im Ho‘olehua District auf Moloka‘i gibt es auf der rund zwei Hektar großen Purdy’s Macadamia Nut Farm eine Einführung in den Anbau und die Ernte der kostbaren Nuss – Aufknackanweisungen und Kostproben inklusive.

Bye, Bye, Air Berlin

Heute hat die Deutsche Lufthansa ihre Unterschrift unter jenen Teil der Dokumente gesetzt, die den Übergang von Teilen der Air Berlin in ihren Einflussbereich regeln. Doch nicht mit diesen Unterschriften endet die Präsenz eines starken zweiten Players auf dem deutschen Lufttransport-Markt. Der Anfang vom Ende liegt schon einige Jahre zurück, wobei es nicht einen singulären Grund für das Scheitern der Gesellschaft gibt, sondern eine Verkettung von Umständen, die meisten davon selbst geschaffen.

Dieser Blog-Eintrag ist eine „Review“ aus meiner Sicht, ohne Rücksicht auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Es ist auch kein „Ich hab’s schon immer gewusst“, sondern ein Blick darauf, was alle wissen konnten – und wie sich das, vom Ende her betrachtet, auch anders hätte deuten lassen.

Tourismus-Hub Nürnberg – ohne Not aufgelöst

Es hat mich damals überrascht, als Air Berlin 2013 das beeindruckende Umsteige-Kreuz Nürnberg aufgegeben hat. Wie es sich darstellte: ohne Not. Ich hatte ähnliches zuvor nirgendwo sonst gesehen – die Ankunft von fast zwei Dutzend Jets aus zwei Dutzend Startflughäfen innerhalb einer Stunde, aus denen die Passagiere umverteilt wurden, um innerhalb einer weiteren Stunde zu zwei Dutzend Zielflughäfen weiter zu reisen. Logistisch eine Meisterleistung, von der Wirtschaftlichkeit ein schlauer Prozess, der in etwas kleinerem Umfang dann auch in Palma de Mallorca kopiert wurde. Ein umfangreicher Flugplan, eine hohe Frequenz, eine gute Auslastung: Das macht Passagiere und Airline glücklich.

Wachstum erkauft

Andere strategische Entscheidungen haben für Air Berlin das Geschäft zudem mühsamer gemacht, anstatt es zu beflügeln. So konnten Management und Eigentümer der Versuchung nicht widerstehen, Marktanteile durch den Zukauf anderer Airlines zu gewinnen. Im Prinzip ein legitimes Verfahren, aber mit hohem Aufwand verbunden. Zumal sowohl die auf internationale touristische Strecken spezialisierte LTU genauso wie die innerdeutsch aktive Deutsche BA ganz andere Marktstrategien verfolgt und Firmenkulturen mitgebracht haben, als sie bei AB damals galten.

Passagiere gewonnen…

Ist die Integration von Mitarbeitern und Strukturen schon aufwendig, setzte sich Air Berlin mit dieser Strategie mächtigem Gegenwind aus: Sie positionierte sich bewusst als Herausforderer der Lufthansa, die ab diesem Zeitpunkt im eigenen Interesse den Wettbewerber nicht mehr tolerieren konnte. Das war bei den Passagieren kein Problem. So, wie die einen in der Schule auf Pelikan-Füller schwören und die anderen auf Geha, so teilten sich auch die Ströme der Reisenden. Die einen blieben bei Prestige und Miles&More, die anderen freuten sich über den Gratis-Playboy zur Bordlektüre und das Schokoherz zum Abschied. Damit hätte man leben können als Passagier.

… Marktposition verloren

Auch damit, dass AB zwar keine Billig-Gesellschaft war, aber eine preisgünstige Alternative zur Lufthansa, waren viele Reisende zufrieden. Ein paar gewisse Extras, die Air Berline über das Niveau einer No-Frills-Airline hoben – das akzeptierten die meisten. Obwohl es einerseits verhinderte, dass sich Deutschland zu einem Low-Cost-Markt entwickelte, und andererseits das Unternehmen selbst im Niemandsland positionierte – zwischen den eindeutig definierten Preissegmenten. So glaubte das Management, sich dem Zwang zur Flottenhomogenität entziehen zu können, die erst einen Lowcost-Carrier wirklich effizient und niedrigpreisige Tickets rentabel machen. Und es glaubte auch an die Zugehörigkeit zur Gilde der „legacy carrier“, also jener Airlines, wie sie rund um sie herum ihr Geschäft betrieben, zum Beispiel in der Allianz „One World“, in der Air Berlin als Zubringer aus Deutschland zwar gern gesehen war, die aber im Gegenzug deren Europa-Netzwerk nur unzureichend fütterte. Das änderte sich auch mit dem Unterschlupf beim finanzstarken Partner vom Golf nicht, als Etihad sich der angeschlagenen Gesellschaft erbarmte, um auf diesem Weg eine europäische Hausmacht zu schmieden.

Zermahlen zwischen „low cost“ und „legacy“

Wenn also die basics schon nicht mehr passten: Schnelle Wechsel im Cockpit im Cockpit des Unternehmens, die never ending story des unvollendbaren Flughafens BER in der namensgebenden Heimatstadt und das Zermahlen-Werden zwischen den Mühlsteinen von Ryanair, Easyjet & Co. einerseits und dem Komplettangebot der wachsenden Lufthansa-Gruppe andererseits führten in der Kombination dann zum immer weiteren Niedergang, gespiegelt im wuchernden Missverhältnis von Aufwand und Ertrag. Der nun vor wenigen Wochen letztlich das herbeiführte, was ohne die gefüllten Geldtaschen Etihads schon viel früher passiert wäre: die Insolvenz.

Genügend Kräfte wirken auf die Preise

Die Verteilung dessen, was übrig blieb, an zwei starke und solvente Bieter ist die einzig marktgerechte Lösung, allen Absprache-Spekulationen zum Trotz. Es gibt genügend Airlines in Europa und genügend Kapazitäten, um den Wettbewerb aufrecht zu erhalten. Innerdeutsch ist für Budget-orientierte Reisende das Angebot bei Bahn und Fernbus inzwischen groß und attraktiv genug, um ausreichend Angebote für den schmalen Geldbeutel zu schaffen. Für touristische Flüge sind mit Tui Fly und Condor zwei starke Kräfte vorhanden, die alle wichtigen Märkte abdecken – plus zahlreicher weiterer Anbieter aus Europa. Sie alle haben es verdient, dass ihre (funktionierenden) Geschäftsmodelle honoriert werden. Denn nur eine Stärkung wirtschaftlichen Handelns schafft die Grundlagen dafür, dass es morgen oder übermorgen wieder eine neue Air Berlin gibt – oder jemand, der ihre ursprüngliche Idee neu belebt.

 

 

Am Ende der Reise

Letzter Landeplazt in der Wüste Arizonas bei Tucson. (c) Arizona Office of Tourism (AOT)

Letzter Landeplazt in der Wüste Arizonas bei Tucson. (c) Arizona Office of Tourism (AOT)

In endlosen Reihen warten die altgedienten Riesen der Lüfte auf ihr ungewisses Schicksal. Über 4.000 Fluggeräte stehen auf dem eindrucksvollen Friedhof mit dem Spitznamen The Boneyard in der glühend heißen Wüstensonne von Tucson. Manche werden nur kurzfristig geparkt, dem Großteil aber droht die Verschrottung. Mit einer Fläche von etwa 1.400 Fußballfeldern ist das Gelände das weltweit Größte seiner Art und aufgrund seines morbiden Charmes ein absolutes Muss für alle Flugzeugfans. Inzwischen ist die Anlage über 70 Jahre alt

Schlafende Giganten

Das ausgedehnte Gelände wird heute von der 309th Aerospace Maintenance and Regeneration Group (AMARG) betrieben und hat sich als wahrer Touristenmagnet etabliert. Dies ist kaum verwunderlich, denn an keinem anderen Ort können die Legenden der Luftfahrt in tausendfacher Ausführung bestaunt werden. Altehrwürdige B-52 Bomber, S-58 Helikopter oder die berühmten F-14 Tomcats aus dem Top Gun Film, die früher zusammengenommen einen Wert im zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich hatten, träumen hier von glorreichen Zeiten in den Lüften.

Interessierte sollten sich daher die geführten Touren des Pima Air & Space Museums nicht entgehen lassen. In offenen Bussen kommen die Besucher den schlafenden Giganten besonders nahe und erfahren Wissenswertes über deren bewegte Geschichte. Im Anschluss empfiehlt sich auch ein Besuch des eigentlichen Museums, das nebenan mit rund 300 ausgestellten Fliegern aus allen Epochen der amerikanischen Luft- und Raumfahrt weitere spannende Eindrücke verspricht. Doch nicht nur Touristen kommen in Scharen, ebenso beliebt ist das weitläufige Gelände bei Regisseuren. So dienten die Gerippe bereits vielen Filmen, wie dem Blockbuster Transformers – Die Rache oder der Actionkomödie Harley Davidson & The Marlboro Man mit Mickey Rourke, als Kulisse.

Die "Air Force One" gab's auch schon mal eine Nummer kleiner. Alles weitere verräte das Pima Air & Space Museum. (c) Letzter Landeplazt in der Wüste Arizonas bei Tucson. (c) Arizona Office of Tourism (AOT)

Die „Air Force One“ gab’s auch schon mal eine Nummer kleiner. Alles weitere verräte das Pima Air & Space Museum. (c) Letzter Landeplazt in der Wüste Arizonas bei Tucson. (c) Arizona Office of Tourism (AOT)

Warum ausgerechnet Tucson?

Viele Besucher fragen sich natürlich, warum ausgerechnet Tucson, das sonst eher für seine meterlangen Kakteen bekannt ist, als letzte Ruhestätte ausgewählt wurde. Alles begann nach Ende des Zweiten Weltkrieges, als 1946 in den USA plötzlich tausende Militärflugzeuge nicht mehr benötigt wurden. Ein perfekter Abstellplatz für die Veteranen aus Stahl fand sich schließlich in der Sonora-Wüste, deren klimatische und landschaftliche Beschaffenheit sich hervorragend für die Lagerung eignet. Das trockene, heiße Wetter mit geringer Luftfeuchtigkeit und konstanten Temperaturen verhindert, dass die Fluggeräte Rost ansetzten. Außerdem können die Flieger durch den von Natur aus harten, ebenen Boden leicht bewegt werden, ohne erst große Flächen künstlich befestigen zu müssen. Diese Voraussetzungen sind einzigartig in den ganzen USA.

Das Procedere mit den überflüssig gewordenen Luftfahrzeugen ist seit sieben Jahrzehnten gleich geblieben: Sie werden auseinandergenommen und die gewonnenen Ersatzteile für Maschinen verwendet, die sich noch im Dienst befinden. Der übrig gebliebenen Schrott geht an umliegende Händler. Andere Flugzeuge werden konserviert, um sie bei Bedarf wieder flugtauglich herzurichten.

Ruhestätte auch fürs rollende Material

Wer von der rauen Ästhetik der ausgedienten Maschinen verzaubert wurde und Lust bekommen hat auf mehr alte Fahrzeuge, für den verbirgt sich nur zwei Fahrtstunden entfernt, nahe Phoenix, ein weiteres Highlight in der Wüste: Der größte Autofriedhof der USA. Bei Hidden Valley Auto Parts stehen in kilometerlangen Reihen über 10.000 Klassiker zum Verkauf. Den amerikanischen Straßenkreuzern, vorwiegend aus den 50er bis 70er Jahren, ergeht es unter der sengenden Sonne Arizonas genauso wie den Flugzeugen: Sie rosten nicht, sondern bleichen lediglich aus. Der Schrottplatz entpuppt sich daher als wahrer Abenteuerspielplatz für Liebhaber und Tüftler, die hier den einen oder anderen Schatz entdecken können. Zwar kommen sie dabei im heißen Sand garantiert ins Schwitzen, doch fast nirgendwo sonst werden die Ikonen längst vergangener Zeiten so gut konserviert.

Um was streiten die sich denn?

Während, gefühlt, der Terminus „mutmaßlich“ gerade eine kleine Verschnaufpause einlegt, pustet ein anderer gerade wieder mächtig die Backen auf. Die in Journalistenkreisen geschätzte Floskel „umstritten“ kommt derzeit wieder häufiger gelegen, wenn es darum geht, in vorbildlicher Neutralität keine Stellung zu beziehen. Es hat sich eingebürgert, diesen Begriff zu verwenden, wenn in einer Sache der eine Teil der Menschheit einverstanden ist und der andere Teil etwas dagegen einzuwenden hat. So lange das Ergebnis offen ist, heißt das Ding im offziellen Nachrichtendeutsch eben „umstritten“. Negativer Beiklang inklusive: Da sind noch nicht alle Fragen geklärt, da lauert womöglich noch irgendwo eine Schweinerei.

So öffnet das Wort der Vermutung und Verdächtigung Tür und Tor. Denn so wohlfeil die Vokabel auch ist, so mangelt es ihr doch an Eindeutigkeit. Folgt man der Analogie zu anderen „um“s wie „umtanzen“ oder „umkreisen“,  dann lässt sich leicht erkennen: Es geht nicht um den Kern der Sache, sondern um die Peripherie. Daher gerät die Zustandsbeschreibung der Angelegenheit diffus. Zumal von der Natur, dem Umfang und der Zielrichtung des angeblichen Streits in den meisten Fällen auch nicht mehr die Rede ist, manchmal auch gar nicht sein kann.

Beispiel Flughafen München: Der will seit Jahren eine dritte Startbahn bauen, hat auch alle vorgeschriebenen rechtlichen Verfahren absolviert. Aber nicht alle Anwohner wollen das hinnehmen und auch einer der drei Eigentümer, die Stadt München, fühlt sich an ein Bürgervotum gebunden, dass dem Bau widersprochen hatte. Darum herrscht Stillstand in der Causa. Aber gestritten wird nicht mehr – zumindest vor Gericht. Auch die Gesellschafter „streiten“ nicht, trotz unterschiedlicher Positionen. Allenfalls der gute alte „Streitfall“, der auch im Gespräch zwischen zwei Menschen ein langes Leben führen kann, ohne dass ein Ziel und Ende absehbar wäre – der gäbe Anlass anzunehmen, dass etwas umstritten sei.

Bleibt also die Frage nach einer sauberen Alternative für das strittige „umstritten“. Am einfachsten ist die klare Ansage: „Zu diesem Thema gibt es unterschiedliche Meinungen und bisher sieht es nicht so aus, als ob sich deren Inhaber auf einen gemeinsamen Nenner verständigen könnten.“ Das ist ganz schön lang und bringt den Halter der Redaktions-Stoppuhr ins Schwitzen: „Wenn wir das bei allen Nachrichten machen, dann kommen wir mit unseren fünf Minuten aber nicht mehr hin.“ Kann man so sehen. Nachrichtensprachlich aber ist es unhaltbar: Statt einer klaren Beschreibung erhalten die Hörer einen Begriff, den jeder für sich frei interpretieren kann. Das aber verringert den Wert einer Nachricht. Ein solcher Sprachgebrauch ist deshalb angreifbar. Sie meinen, das sei nicht so? Lassen Sie uns darüber streiten.

Aschenputtel öffnet den Surfern einen Kanal

Die perfekte Welle im NLand Surf Park © Visit Austin.

Die perfekte Welle im NLand Surf Park © Visit Austin.

Mit dem NLand Surf Park hat in Texas der erste im Binnenland gelegen Surfspot Nordamerikas eröffnet. Doch auch an der 900 Kilometer langen texanischen Küste am Golf von Mexiko reihen sich zahlreiche erstklassige Spots für Wellenreiter, Windsurfer und Kiter aneinander. Der Schiffskanal zwischen Houston und Galveston zählt dabei zu den außergewöhnlichsten.

 Zu Unrecht als Surf-Diaspora verkannt

Hätten alle einen Ozean vor der Tür, würde jeder surfen. Schon die Beach Boys besangen in den 70er Jahren mit „Surfin’ USA“ die Trendsport-Art, die noch heute stellvertretend für ganz besonderes Lebensgefühl steht. Damals stand Surfen jedoch noch nicht in Zusammenhang mit Texas und auch heute gilt der Lone Star State trotz seiner über 900 Kilometer langen Küste am Golf von Mexiko als Aschenputtel unter den Surf-, Windsurf- und Kitesurf-Zielen dieser Welt. Zu Unrecht, wie die zahlreichen Spots von Galveston bis South Padre Island sowie auch im Landesinneren beweisen.

 Wellenschlag im Binnenland

Der NLand Surf Park, südöstlich der texanischen Hauptstadt Austin, erspart seit Oktober 2016 texanischen Wellenreitern die mehrstündige Fahrt an die Küste. Der erste im Binnenland gelegene Surfspot Nordamerikas spricht mit seiner Lagune Surfer unterschiedlichster Niveaus an: von leichtem Wellengang für Kinder und Anfänger bis hin zu mannshohen Wellen und 35 Sekunden Sessions für Experten. Der Surf Park ist nicht nur im technologischen und sportlichen sondern auch im nachhaltigen Bereich ein Vorreiter. Denn: die knapp sechs Hektar große Lagune mit über 41 Millionen Liter Fassungsvermögen wird aus Regenwasser gespeist.

 Scharfer Ritt auf der Bugwelle

Wo sich täglich Frachtschiffe ihren Weg vom Golf von Mexiko durch den Schiffskanal von Galveston nach Houston bahnen, befindet sich einer der außergewöhnlichsten Orte zum Surfen im Lone Star State. Das Tankerwellen-Surfen auf den von großen Schiffen ausgelösten Bugwellen erfreut sich insbesondere in der Sommersaison von Juni bis September großer Beliebtheit. Dann sind die Bedingungen mit schwachem Wind und angenehmen Wassertemperaturen ideal. Je nach Länge, Geschwindigkeit und Tiefgang des Schiffes können die einzelnen Wellen bis zu 15 Minuten lang andauern.

 Golfküste bei Kitesurfern beliebt

Kitesurfen gilt als eine der am schnellsten wachsenden Wassersportarten der Welt. Jedes Jahr locken ganzjährig angenehme Temperaturen, gute Windstatistiken, vielfältige Spots und weite Stehreviere mehr und mehr Anfänger, Fortgeschrittene sowie Profis an den texanischen Abschnitt des Golfs von Mexiko. Orte wie Surfside Beach, Mustang Island, Port Aransas, Corpus Christi,

Coole Atmosphäre im Texas Surf Museum © Texas Tourism

Coole Atmosphäre im Texas Surf Museum © Texas Tourism

Isla Blanca und South Padre Island sind längst aus dem Dornröschenschlaf erwacht und haben sich in der Kitesurfing-Szene etabliert. März bis Juni sowie September bis November gelten als die windsichersten Monate. Das South Padre Island Open Water Festival vom 4. bis zum 5. November 2017 ist nur eine von zahlreichen Veranstaltungen rund um den Wassersport in der „Sandcastle Capital of the World“. Neben einem Adrenalinkick beim Skydiving oder Jet-Ski fahren lädt es dazu ein, sich im Kite- und Windsurfen sowie auch im Stand-up Paddeln zu üben und mit der Materie vertraut zu machen.

 Zu musealen Ehren erhoben

Das Texas Surf Museum zeigt einmal mehr, dass es auch ein Texas fernab von Cowboys, Ölbaronen und Wild West gibt. Das in 2005 eröffnete Museum in Corpus Christi widmet sich der Surfgeschichte des zweitgrößten US-Bundesstaates und zeigt die langanhaltende Verbundenheit der Texaner mit dem Wassersport.

JFK und Neuengland – eine Freundschaft auf Gegenseitigkeit

JFK an Bord der Honey Fitz vor Hyannisport (c) Cecil Stoughton, White House Photographs, John F. Kennedy Presidential Library and Museum

JFK an Bord der Honey Fitz vor Hyannisport (c) Cecil Stoughton, White House Photographs, John F. Kennedy Presidential Library and Museum

1962 geht ein Geburtstagsständchen um die Welt. Bis heute unvergessen, hauchte Marilyn Monroe ihr „Happy Birthday, Mr. President“ für John F. Kennedy in ihr Mikrofon. 2017 jährt sich der Geburtstag des 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten zum 100. Mal. Grund genug, sich während einer Reise in Kennedys Heimat Neuengland auf Spurensuche zu begeben, mehr über JFK zu erfahren und zu entdecken, warum er die malerische Region im Nordosten der USA so sehr liebte. Der später häufig als charismatischster und berühmtester Präsident der USA bezeichnete Kennedy verbrachte einen Großteil seines Lebens in den sechs Neuengland Staaten und kehrte auch während seiner Präsidentschaft oft und gerne hierher zurück.

Born in Massachusetts

Am 29. Mai 1917 erblickte John Fitzgerald Kennedy in Brookline, Massachusetts das Licht der Welt, wo er in seinem Geburtshaus die ersten drei Lebensjahre verbrachte. Das im Kolonialstil errichtete Haus ist heute Teil der Kennedy National Historic Site und für die Öffentlichkeit zugänglich. Ranger des National Park Service führen interessierte Besucher durch die Nachbarschaft und durch das Haus, in dem sich noch 172 Originalstücke aus dem Besitz der Kennedys befinden.

Familiäres Insel-Leben

Besonders auf der zu Massachusetts gehörenden Halbinsel Cape Cod und den vorgelagerten Inseln Martha’s Vineyard und Nantucket fühlte sich Kennedy zuhause. Auf dem Familiensitz in Hyannis Port verbrachte er regelmäßig die Sommermonate mit seinen Eltern und Geschwistern und ging seiner großen Segelleidenschaft nach. Auch während seiner Zeit als Präsident kam JFK

Die Kennedys in Hyannis (c) Cecil Stoughton, White House, John Fitzgerald Kennedy Library, Boston.jpg

Die Kennedys in Hyannis (c) Cecil Stoughton, White House, John Fitzgerald Kennedy Library, Boston.jpg

mit seiner Frau Jackie und den beiden Kindern jeden Sommer ins „Summer White House“ nach Hyannis Port, um zu arbeiten, Interviews zu geben und sich zu erholen. Das John F. Kennedy Hyannis Museum dokumentiert Kennedys Aufenthalte zwischen 1934 und 1963 in einer multimedialen Ausstellung. Anlässlich des 100. Geburtstags porträtiert die Sonderausstellung „JFK at 100: Life & Legacy“ die Privatperson John F. Kennedy.

Verlockende Meeresfrüchte

Das vornehme Martha’s Vineyard ist eine gute Stunde mit der Fähre von Cape Cod entfernt. Hier gibt es fangfrischen Lobster, das köstliche Lieblingsgericht der Neuengländer. Auf Nantucket wird die Zeit des Walfangs lebendig gehalten und man kann im Walfangmuseum unter anderem ein gewaltiges Walskelett bewundern. Walbeobachtungstouren starten von Mai bis Oktober vielerorts in den Küstenregionen.

Inspirierende Schulzeit

Seine Schulzeit verbrachte Kennedy größtenteils in Massachusetts und Connecticut. An der Internatsschule Choate in Wallingford, Connecticut, machte er 1935 seinen Abschluss. Von seinem Schuldirektor soll Kennedy zu seiner berühmten Aussage „Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst“ inspiriert worden sein. Von 1936 bis 1940 studierte John F. Kennedy Politikwissenschaften an der Eliteuniversität Harvard in Cambridge. Die älteste Universität der Vereinigten Staaten wurde 1636 gegründet und gehört zu den acht prestigeträchtigen Hochschulen der amerikanischen Ivy League. Mit

Abschluss von der Harvard University 1940 (c) John Fitzgerald Library, Boston.jpg

Abschluss von der Harvard University 1940 (c) John Fitzgerald Library, Boston.jpg

Harvard, Yale, Brown und Dartmouth nennen vier der insgesamt acht Ivy League Colleges Neuengland ihr Zuhause, und sorgen mit unterhaltsamen Campustouren und universitätseigenen Kunstmuseen für Abwechslung bei den Besuchern . In Harvard bieten Studenten die sogenannten „Hahvahd Tours“ an, bei denen man neben lustigen Geschichten und Anekdoten über die weltberühmte Universität auch einiges über den prominenten Absolventen JFK und seine Zeit am Campus erfährt.

Tea Party und andere Geschichte(n)

Auf der anderen Seite des Charles River befindet sich Boston. Die Hauptstadt von Massachusetts ist die Wiege amerikanischer Geschichte und das Tor zu Neuengland. Die Metropole an der Ostküste der USA lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden und lockt mit einer Vielzahl kultureller und kulinarischer Angebote. 1630 gegründet gehört Boston zu den ältesten Städten der USA und war maßgeblich an der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung beteiligt. Auf dem Freedom Trail kann man sich auf die Spuren amerikanischer Geschichte begeben und dabei an bedeutenden Bauwerken und Schauplätzen Halt machen.

Zum Gedenken des 1963 ermordeten Präsidenten wurde in Boston die John F. Kennedy Presidential Library and Museum errichtet. Das von Stararchitekt I. M. Pei entworfene Gebäude ist der offizielle Aufbewahrungsort für Originaldokumente und

JFK mit Nichten und Neffen in Hyannisport (c) Robert Knudsen, White House Photographs, John F. Kennedy Presidential Library and Museum.jpg

JFK mit Nichten und Neffen in Hyannisport (c) Robert Knudsen, White House Photographs, John F. Kennedy Presidential Library and Museum.jpg

Schriftverkehr der Regierung Kennedy. Die Dauerausstellung „Young Jack“ gibt Besuchern einen Einblick in Kennedys Kindheit und zeichnet seinen Weg vom Jungen zum Präsidenten nach. Außerdem beherbergt das Museum eine Sammlung mit Geschenken ausländischer Staatsoberhäupter, eine Nachbildung des Schreibtisches aus dem Oval Office und zahlreiche Dokumente und Ausstellungsstücke zu Kennedys Wahlkampf, seiner Amtseinführung und dem amerikanischen Raumfahrtprojekt Apollo, das 1969 mit Neil Armstrong den ersten Menschen auf den Mond brachte. In der Sonderausstellung „JFK 100 – Milestones & Mementos“ werden viele von Kennedys persönlichen Habseligkeiten gezeigt, die der Öffentlichkeit bisher unbekannt waren. Dazu gehören unter anderem eine Sonnenbrille, Krawatten und Geschenke seiner Kinder. Vor dem Museum können Besucher zudem Kennedys geliebtes Boot Victura bewundern, mit dem er als Junge durch die Gewässer Neuenglands segelte.

Zeitreise mit Hochzeit und Sommerfrische

Cliff Walk in Newport (c) Discover Newport.jpg

Cliff Walk in Newport (c) Discover Newport.jpg

Auch in Newport, Rhode Island kann man auf den Spuren des beliebten Präsidenten wandeln. In dem pittoresken Seefahrerort heiratete John F. Kennedy 1953 Jacqueline Bouvier in der St. Mary’s Church. Die Kirche bietet heute nicht nur Besichtigungen an, sondern nimmt Besucher mit Musik, Bildern und Videos von der Kennedy-Hochzeit auch mit auf eine Zeitreise. Der prächtige Hochzeitsempfang mit 1.300 geladenen Gästen fand auf der Hammersmith Farm statt, in der die spätere First Lady ihre Kindheit verbracht hatte. Das im viktorianischen Stil errichtete Herrenhaus wurde, wie der Familiensitz in Hyannis Port, während seiner Präsidentschaft von Kennedy als „Summer White House“ genutzt. Seit 1999 ist das Haus in Privatbesitz und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Auf eigene Faust kann man hingegen das malerische Newport erkunden und auf dem Cliff Walk an imposanten Herrenhäusern aus dem 19. Jahrhundert vorbeilaufen, die direkt an Rhode Islands atemberaubender Küste liegen.

Weitere Informationen zum Kennedy Jubiläum gibt es auf www.jfkcentennial.org, Wissenswertes über Neuengland auf www.neuenglandusa.de.

Georgia knipst das Licht aus

Die Nacht verleiht der Sumpflandschaft am Banks Lake in Georgia eine besondere Atmosphäre. © Georgia Department of Economic Development

Die Nacht verleiht der Sumpflandschaft am Banks Lake in Georgia eine besondere Atmosphäre. © Georgia Department of Economic Development

Die International Dark Sky Association (IDA) bewahrt den Nachthimmel und fragile Ökosysteme vor Lichtverschmutzung, indem sie bestimmte Regionen zu „dark sky places“ bestimmt. Unlängst erklärte sie auch den Stephen C. Foster State Park in Georgia zum ersten offiziellen Dark Sky Park des Bundesstaates im Südosten der USA. Dieser erfüllt sämtliche Voraussetzungen wie den Schutz von Lebensraum für nachtaktive Tiere, minimale Lichtverschmutzung sowie einen ungetrübten Blick auf die Sterne und erhielt dafür sogar das Gold-Ranking der Organisation. Um den strengen Vorgaben zu entsprechen, wurden Straßenlampen entfernt, indirekte Beleuchtung durch direkte Beleuchtung mit LED-Lampen ersetzt und sensorgesteuerte Außenleuchten an den Unterkünften im Park angebracht.

Paddeln und schlummern unter dem Firmament

Der Stephen C. Foster State Park zählt zu den „Sieben Naturwundern Georgias“ und liegt am westlichen Rand des Okefenokee National Wildlife Refuge, dem größten Schwarzwassersumpf in Nordamerika. Zypressen mit Spanischem Moos, spiegelglatte Wasserflächen, 12.000 Alligatoren sowie Schildkröten, Waschbären, Schwarzbären und zahlreiche seltene Vogelarten finden sich in diesem Naturparadies. Seine Abgeschiedenheit und der Status als Schutzgebiet machen den Park einzigartig im Osten der USA, denn nirgendwo ist die Nacht schwärzer als dort – beste Voraussetzungen, um auf Exkursionen den Blick gen Sternenhimmel zu richten.

Unmittelbar das Leben im nächtlichen Sumpf erleben

Mit dem Kajak dem Sonnenuntergang entgegen im "Okefenokee Swamp". © Georgia Department of Economic Development

Mit dem Kajak dem Sonnenuntergang entgegen im „Okefenokee Swamp“. © Georgia Department of Economic Development

Unter dem Motto „Swamper`s Guide to the Galaxy“ halten Teilnehmer mit einem Teleskop Ausschau nach Meteoren oder Planeten und erfahren Wissenswertes zum Sternensystem. Abenteuerlustige tauchen auf der geführten Tour „Paddle under the Stars“ selbst in die Dunkelheit ein. Begleitet von einem Ranger paddeln sie im Kanu in den Sonnenuntergang und erleben das nächtliche Leben im Sumpf aus nächster Nähe. Übernachtet wird im Stephen C. Foster State Park nicht in Sterne-Hotels, sondern rustikal auf mehr als 60 Campingplätzen oder in 19 gemütlichen Cottages. Für Mutige stehen hölzerne Plattformen direkt am Wasser bereit – mit Blick auf leuchtende Alligatorenaugen und Abermillionen von Sternen.

Wenn der Mond die Sonne verdeckt

Am frühen Nachmittag des 21. August 2017 wird sich der Mond vor die Sonne schieben und Teile der USA werden von einer totalen Sonnenfinsternis verdunkelt. Im Kernschatten liegen unter anderem das Städtchen Lavonia und weitere Regionen im Nordosten Georgias. Der Tallulah Gorge State Park zelebriert das seltene Ereignis mit dem Solar Eclipse Festival und das Rabun County mit dem OutASight Total Solar Eclipse Festival.