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Tag: Baseball;Reise

Literarisches Reisegepäck

FÜR LANDGÄNGE

Wann immer ein Schiff einen Hafen ansteuert, sehen die Passagiere mit Spannung dem entgegen, was sie dort erwarten mag. Mitunter verleihen Romane, die in den Hafenstädten spielen, der Vorfreude zusätzliche Kraft. Meine Auswahl taugt indes auch als eine ganz normale Reiselektüre.

SAVANNAH, Georgia U.S.A.

Vor der Küste Georgias springt der japanische Matrose Hiro Tanaka von Bord seines Schiffes. Was dann passiert, nicht nur weil verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, erzählt geistreich und lebendig T.C.Boyle in „Der Samurai von Savannah“. Außerdem hat der Komponist James Pierpoint der Stadt mit der Uraufführung des Lieds „Jingle Bells“ anno 1857 Weltruhm beschert.

SKAGWAY, Alaska U.S.A.

Obwohl böse Zungen behaupten, die ehemalige Goldgräberstadt werde ausschließlich als Attraktion für Kreuzfahrer am Leben erhalten, bringt sie ihre Besucher doch direkt auf die Spuren des Gold-Rushs zum Klondike. Jack London wurde bei seinem Weg über den nahegelegenen Chilkoot Pass zu Erzählungen wie „Wolfsblut“ und „Lockruf des Goldes“ inspiriert.

ISTANBUL, Türkei

Mit „Kerraban, der Starrkopf“ hat Jules Verne eine zeitlose, treffsicher beobachtende Erzählung geschaffen, die fast schon britisch komisch ist. Weil ihm das neu erhobene Fährgeld über den Bosporus zu teuer ist, entscheidet sich Kaufmann Kerraban für eine abenteuerliche Reise mit der Kutsche rund ums Schwarze Meer.

BUENOS AIRES, Argentinien

Tango, Liebe, Verbrechen: „Dreimal im Leben“ von Arturo Pérez-Reverte erzählt eine Geschichte voller Sehnsucht und Eleganz. Durchweht von der Nostalgie nach einer Welt, deren Glanz verblasst und deren Melodie verklungen ist, beschwört der Roman den bittersüßen Zauber verstrichener Gelegenheiten und die lebenslange Liebe zweier Menschen.

QINGDAO, China

Die Hafenstadt in der Provinz Shandong im Osten der Volksrepublik blickt auf eine Geschichte zurück, in der deutsches Bier eine Schlüsselrolle spielte. Dietrich Sielaffs Tatsachenroman „Die Bierbrauer von Tsingtau“ berichtet Ereignisse aus dem damaligen deutschen Pachtgebiet Anfang des 20. Jahrhunderts.

KAPSTADT, Südafrika

Ein junger Holländer bricht in die Ferne auf, um sich aus der bürgerlichen Enge der Heimat zu befreien und seinen inneren Abenteurer zu entdecken. Otto de Kats Roman „Sehnsucht nach Kapstadt“ endet daher nicht am Kap der Guten Hoffnung, sondern führt eine bewegende Reise weiter nach Singapur und Yokohama.

BASRA, Irak

Hier nahmen sie ihren Ursprung, die legendären Reisen von „Sindbad, dem Seefahrer“. Seine Episoden sind eine der Säulen in den Geschichten aus 1001 Nacht – und bis heute um Potenzen ergiebiger als alles, was sich „Fantasy“ nennt.

DOVER, County of Kent, England

Das Land hinter den Kreidefelsen brachte viele Generationen von Seefahrern hervor. Einem von ihnen hat Cecil S. Forester ein literarisches Denkmal gesetzt und „Horatio Hornblowers“ Karriere vom Schiffsjungen zum Admiral während der Napoleonischen Kriege nachgezeichnet.

Palm Springs serviert die guten Sachen

Genussvoll dinieren bei der Palm Springs Desert Resorts Restaurant Week (c) Palm Springs Bureau of Tourism

Genussvoll dinieren bei der Palm Springs Desert Resorts Restaurant Week (c) Palm Springs Bureau of Tourism

Vom 30. Mai bis zum 8. Juni steht Palm Springs im Zeichen des großen Schlemmens. Bei der Palm Springs Desert Resorts Restaurant Week offerieren 100 Restaurants, Cafés und Bars in Palm Springs und Umgebung ausgewählte 3-Gänge-Menüs, die sie zum Teil eigens für das Festival kreiert haben. Zum Festpreis von umgerechnet 19 oder 28 Euro können sich Gourmets auf unterschiedlichste Weise verwöhnen lassen – von regional-kalifornisch bis asiatisch, von leger bis luxuriös, von bio bis extravagant. Bei der Gestaltung ihrer Speisekarten zeigen sich die Gastronomen auch in diesem Jahr wieder kreativ.

Die Palm Springs Desert Resorts Restaurant Week existiert seit dem Jahr 2007. Neben den Gastronomiebetrieben bieten auch Hotels und Attraktionen spezielle Angebote und Sondertarife während des Festivals an. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.palmspringsrestaurantweek.com.

 Palm Springs bietet eine Fülle an außergewöhnlichen Restaurants, Cafés und Bars für verwöhnte Gaumen. So ist das Restaurant Copley’s in der einstigen Luxusvilla des Hollywood-Stars Cary Grant untergebracht. Der vielfach ausgezeichnete Küchenchef Andrew Copley serviert feine Fleischspezialitäten und Meeresfrüchte mit innovativem Touch. Sichtbeton, schwarzer Stahl und monolithische Formen bestimmen dagegen das Industrie-Chic-Ambiente des Workshop Kitchen + Bar. Gäste genießen hier eine bodenständige, regionale Küche mit frischen, biologisch erzeugten Produkten.

Notorische Spätaufsteher sind im Norma’s im luxuriösen Hotel The Parker an der richtigen Adresse. Hier können sie ihr Frühstück – aber nicht nur das – bis 22 Uhr Abends ordern. Und wem es nach Jägerschnitzel, Knödeln und Co. gelüstet, der findet im Johannes Restaurant des gebürtigen Tiroles Johannes Bacher eine feine Auswahl an österreichischen Spezialitäten. Mehr zur gastonomischen Landschaft in Palm Springs unter .

Eine Ballpark-Legende wird 100

Ein Ständchen zum Geburtstag: die Musikkapelle des Wrigley Fields spielt auf (c) Choose Chicago

Ein Ständchen zum Geburtstag: die Musikkapelle des Wrigley Fields spielt auf (c) Choose Chicago

Die nächste Baseballsaison wird in Chicago zu einem großen Fest. Das legendäre Wrigley Field, Spielstätte der Chicago Cubs, feiert 2014 mit der „Party of the Century“ („Party des Jahrhunderts“) sein 100-jähriges Jubiläum. Im Mittelpunkt stehen dabei zehn Homestands der Chicago Cubs, also zehn Heimspiel-Serien. Jede ist einem Jahrzehnt aus der Geschichte des Wrigley Fields gewidmet. Zu sehen und erleben gibt es dabei unter anderem historische Trikots der Cubs und ein spezielles Unterhaltungsprogramm vor jedem Spiel. Bei ausgewählten Matchs erhalten die ersten 10.000 Besucher kostenlose Spielerfiguren als Geschenk.

Das Stadion selbst präsentiert sich während der gesamten Spielzeit festlich geschmückt, und auch an den Essensständen wird es unter dem Motto „Dining Through the Decades“ besondere Leckereien geben. Darüber hinaus bereitet das Chicago History Museum eine große Fotoausstellung mit vielen historischen Aufnahmen des Wrigley Fields vor. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das Spiel der Chicago Cubs gegen die Arizona Diamondbacks am 23. April 2014, dem Tag des 100. Geburtstages des Stadions.

Sternstunden des Baseball-Sports

Das Wrigley Field wurde 1914 als „Weeghman Park“-Baseballstadion mit Platz für 14.000 Zuschauer eröffnet. Hier, im Norden Chicagos, trugen zunächst die Chi-Feds, die später Chicago Whales hießen, ihre Heimspiele aus. Das erste Spiel fand am 23. April 1914 statt und endete mit einem 9:1-Sieg der Chi-Feds über die Kansas City Packers.

1916 zogen die Chicago Cubs in das Stadion um, das zehn Jahre später nach dem Eigentümer der Mannschaft, William Wrigley Jr., in Wrigley Field umbenannt wurde. Seitdem fanden dort viele legendäre Spiele und denkwürdige Baseball-Momente statt. Spieler wie Sammy Sosa, Pete Rose oder Tom Glavine sorgten für wahre Sternstunden dieser Sportart, und 1932 kam es auf dem Wrigley Field zu dem berühmten „Called Shot“, dem Homerun von Babe Ruth, den der Spieler mit vorheriger Ansage schlug.

Weitere Informationen zum 100-jährigen Jubiläum des Wrigley Field gibt es unter www.WrigleyField100.com