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Tag: Chicago

Gute Nachbarschaft mit vielen Gesichtern

Eine lebendige Kultur- und Kneipenszene, wie hier am Wickerpark, zeichnet die Stadtviertel Chicagos aus (c) Choose Chicago

Eine lebendige Kultur- und Kneipenszene, wie hier am Wickerpark, zeichnet die Stadtviertel Chicagos aus (c) Choose Chicago

Chicagos Vielfalt und Attraktivität für Besucher aus aller Welt drückt sich – neben so berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Willis Tower oder dem Millennium Park – insbesondere in den so genannten Neighborhoods aus. In diesen ethnisch und kulturell geprägten Stadtvierteln schlägt das wahre Herz der Millionenmetropole, denn jede Neighborhood besitzt einen ganz eigenen Charakter, der auch auf die Herkunft der Einwohner und ihrer Vorfahren hinweist.

Seit jeher war Chicago ein Anziehungspunkt für Einwanderer aus allen Teilen der Erde, so dass sich bis heute rund 120 solcher Stadtviertel gebildet haben. Das Verkehrsbüro Choose Chicago macht

jetzt mit der neuen Website www.choosechicago.com/neighborhoods-and-communities Gäste auf die verborgenen Schätze außerhalb von Downtown aufmerksam. Dort sind umfassende Informationen zu mehr als 40 Neighborhoods sowie Hinweise zu Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, kulturellen Angeboten und ausgewählten Restaurants, Hotels und Geschäften zu finden.

Historische Spuren und pulsierendes Nachtleben

Das Leben in den einzelnen Vierteln der drittgrößten Stadt der USA ist vielfältig – nicht nur wegen der 600 Parkanlagen, tausenden Lokalen, zwei Dutzend Bauernmärkte und 17 Badestränden, die es hier gibt. Bucktown Town und Wicker Park zum Beispiel gelten als besonders trendige Neighborhoods. Denn neben schönen, grünen Wohnarealen, zum Teil mit alten herrschaftlichen Häusern, ist dort eine alternative Künstlerszene entstanden, was sich auch in unzähligen kleinen Läden und Bars zeigt. Außerdem sind dort schon einige Küchenchefs zu Ruhm und Ehren gekommen.

Wer sich auf die Spuren deutscher Einwanderer begeben möchte, besucht Lincoln Square, wo man unter anderem eine alte Apotheke von „anno dazumal“ besuchen kann. Sehr lebhaft, besonders in den Abendstunden, geht es in River North mit vielen bekannten Bars und Nachtclubs zu. Weitere Informationen zu diesen und vielen weiteren Chicago Neighborhoods:

Unterwegs mit Einheimischen

Ein besonderes Erlebnis ist es, sich eine Chicago Neighborhood zunächst von einem Einheimischen zeigen zu lassen, bevor man selbst auf Entdeckungstour geht. Hierzu bietet sich der kostenfreie Service der Chicago Greeters an, die einzelne Besucher individuell und höchst sachkundig „ihr“ Chicago zeigen und dabei auch echte Insider-Tipps geben können. Eine Anmeldung ist online über die Website möglich.

Grüne Daumen in luftiger Höhe

Bar auf Dachterrasse k - Foto Cesar Russ Photography

Bar auf Dachterrasse k – Foto Cesar Russ Photography

Chicago entdeckt seine Dächer: Hier, wo in den 1880er Jahren die ersten Wolkenkratzer der Welt entstanden und der Bauboom bis heute nicht nachgelassen hat, kann man an immer mehr Orten viele Stockwerke über Straßenniveau und unter freiem Himmel exzellent speisen, kühle Cocktails genießen oder Partys feiern. Zahlreiche Hotels, aber auch das renommierte Art Institute haben ihre Dächer längst begrünt und in trendige Bars, Cafés, Lounges und Restaurants verwandelt. Glaswände und große Sonnenschirme verhindern, dass zu viel Wind oder Sonne das besondere Ambiente stören, und die einzigartige Aussicht auf die beeindruckende Wolkenkratzerarchitektur Chicagos gibt es jeweils gratis dazu.

Ein beliebter Treffpunkt ist beispielsweise „The Dec“ im Ritz Carlton Hotel. Große Blumenkübel und von Kletterpflanzen begrünte Stellwände schaffen im zwölften Stockwerk eine echte Garten-Atmosphäre. Wie in vielen weiteren Restaurants der Stadt legt man auch im „The Dec“ großen Wert darauf, vornehmlich frische Waren von Betrieben aus der Region zu verarbeiten. Besonders populär bei den Gästen sind an warmen Tagen die Eiskreationen des Patissiers. www.DecaRestaurant.com

Sehr gute Speisen und Snacks bietet das gemütliche „Nomi Garden“ im 7. Stockwerk des Park Hyatt Hotels. Das Haus liegt direkt an der legendären Einkaufsstraße der Stadt, der Magnificent Mile, und ist somit ein idealer Platz für erholsame Pausen während eines ausgedehnten Shopping-Bummels. www.Hyatt.com/gallery/nomi

Die Außenterrasse des „Shanghai Terrace“ im Peninsula Hotel steht für exquisite asiatische Küche. Auf Lounge-Sesseln genießt man schräg gegenüber dem Hancock Center an warmen Tagen authentisch zubereitete Spezialitäten wie Dim-Sum-Häppchen, Wok-Kreationen und Jasmin-Sorbets. www.peninsula.com

Im „Terzo Piano“ vereinen sich Kunst, Design und kulinarischer Genuss. Das Restaurant auf dem Dach des Art Institute of Chicago bietet in stylishem Ambiente mediterran inspirierte Speisen des hoch dekorierten Küchenchefs Tony Mantuano, und es kann unabhängig von der großartigen darunterliegenden Kunstsammlung besucht werden. www.TerzoPianoChicago.com

27 Stockwerke hoch befindet sich das „Roof“ auf dem Dach des Wit Hotels. Chicagoans, wie sich die Einwohner der Metropole am Lake Michigan nennen, treffen sich hier zu guten Drinks und angesagter Musik. Bekannte DJs der Stadt kommen regelmäßig ins „Roof“, um den Gästen musikalisch kräftig einzuheizen. www.roofonthewit.com

 

 

Weitere Informationen zu Chicago: www.choosechicago.com

„Rollin‘ Up the River“

Chicago Blues Festival - Konzert im Grant Park - Credit: City of Chicago

Chicago Blues Festival – Konzert im Grant Park – Credit: City of Chicago

In diesem Jahr bereits zum 30. Mal steht der Blues ganz im Zentrum eines großen Musikfestivals in Chicago. 2013 feiert die Stadt, in der einst Blues-Ikonen wie Muddy Waters und Howlin‘ Wolf zu Ehren kamen, den Blues mit einer musikalischen Reise entlang des Mississippi, die vom Flussdelta in Louisiana bis in die Millionenmetropole am Lake Michigan führt. Entsprechend trägt das diesjährige Festival den passenden Titel „Rollin‘ Up the River“ und erinnert damit nicht zuletzt an die Migrationswelle der 1940er und 1950er Jahre aus dem Süden der USA, die auch zahlreiche Musiker bis nach Chicago führte, wo dann der legendäre Sound des Chicago-Blues geprägt wurde.

Die Konzerte des 30. Chicago Blues Festival finden unter freiem Himmel statt und kosten keinen Eintritt. Zu erleben sind zahlreiche international bekannte Blues-Legenden sowie Top-Vertreter der jüngeren Generation. Den Auftakt bilden am 6. Juni im Jay Pritzker Pavilion des Millennium Parks Shemekia Copeland und andere Blues-Größen. Am nächsten Tag startet dann im benachbarten Grant Park auf sechs Bühnen die dreitägige Mississippi-Reise, deren musikalische Stationen New Orleans, Memphis, St. Louis und zum krönenden Abschluss Chicago sind. Zu den Stars des Festivals zählen James Cotton, Eddy „The Chief“ Clearwater, Otis Clay, Bobby Rush und Irma Thomas. Zudem klettern Sir Mack Rice, der einst mit „Mustang Sally“ einen Welthit landete, sowie Eddie Floyd, aus dessen Feder „Knock on Wood“ stammt, zu Gastauftritten auf die Bühne.

Weitere Informationen zum 30. Chicago Blues Festival „Rollin‘ Up the River“ gibt es online unter www.chicagobluesfestival.us sowie auf den Seiten von www.choosechicago.com.