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Tag: Internet

Delta verleiht dem WLAN Flügel

Langstreckenflugzeuge wie die 777 erhalten bei Delta jetzt komplett WLAN auch auf Überwasserstrecken. (C) Delta Air Lines

Langstreckenflugzeuge wie die 777 erhalten bei Delta jetzt komplett WLAN auch auf Überwasserstrecken. (C) Delta Air Lines

Passagiere von Delta Air Lines kommen auf Flügen in die USA künftig in den Genuss von schnellerem und lückenloserem Internetzugang zu Bord. Die Fluggesellschaft hat den Ausbau der WLAN-Technologie an Bord ihrer Flugzeuge angekündigt. Die Installation der Ku-Band Satelliten-Technologie ist mittlerweile auf mehr als einem Drittel der internationalen Flotte abgeschlossen. Bis Ende 2015 sollen 85 Prozent der Flugzeuge umgerüstet sein. Mitte 2016 ist WLAN auf der gesamten Flotte von Jets der Typen Boeing 747/767/777 und Airbus A330 sowie den Flugzeugen des Modells Boeing 757 verfügbar, die im transozeanischen Verkehr eingesetzt werden.

Mit der Installation von Internetzugang auf rund 150 Flugzeugen steigt die Zahl der Jets, die mit dieser Technologie ausgerüstet sind, auf etwa 1.000. Damit hat Delta mehr Flugzeuge mit WLAN-Zugang im Einsatz als jede andere Airline. Das sogenannte „2Ku“-System wird auch ab Bord der 25 Airbus A330-900Neo und 25 Airbus A350 Modellen installiert, die neu an Delta ausgeliefert werden.

Mit dem neuerlichen Ausbau der WLAN-Technik an Bord haben Fluggäste auch auf Routen zwischen den USA und Lateinamerika sowie der Karibik Zugang zu drahtlosem Internet. Deltas langjähriger Partner Gogo wird ab dem Jahr 2016 die Langstreckenflotte fürs Inlandsflüge von der aktuell genutzten Luft-Boden- auf Satelliten-Technologie umstellen.

Auf Jets für Kurzstrecken ist künftig die neueste Technologie der Luft-Boden-Technologie verfügbar, die einen schnelleren Zugang zum Internet – vergleichbar mit Breitbandgeschwindigkeit – erlaubt. Die heutige Ankündigung ist ein weiterer Schritt, um das Reise-Erlebnis der Delta-Fluggäste weiter zu optimieren und mit innovativen technologischen Lösungen die Position des Marktführers zu behaupten.

Am Himmel über mir…

Flug über Pfaffing (Quelle: Flightradar24.com)

Flug über Pfaffing (Quelle: Flightradar24.com)

… sind jetzt, nach dem Abzug der Regenwolken des Juli-Monsuns, nachts wieder die Sterne, die Planeten, die Satelliten und die Flugzeuge zu sehen. Dank der von mir inzwischen sehr geschätzten Informationen von Flightradar24 weiß ich nun immer gleich auch, wem ich das Blinken der Positionslichter und das Brausen der Triebwerke zuordnen darf. Neuerdings, in einer Beta-Version, bietet die Site auch den „Aircraft View“ – eine feine Sache, wenn man mal wieder ganz große Sehnsucht nach der Ferne und einer Landung in SFO, LHR oder auch nur SZG hat und dies mit ein paar animierten Bildern aus dem Cockpit angedeutet bekommt. Insgesamt bietet die Website einen sehr zuverlässigen Überblick über das Geschehen am Himmel, und das nicht nur, wenn man den eigenen Flug zeitverzögert nachverfolgen oder Freunde und Familie auf der Reise ein bisschen begleiten möchte. Gewitterbedingte Verlegungen von Flugrouten lassen sich ebenso gut erkennen wie Kursänderungen nach Notfällen oder dergleichen. Die ausführlichen Informationen zum jeweiligen Flugzeug, zu Höhe und Geschwindigkeit sind in der Regel sehr verlässlich; gelegentlich ist der Betrachter allerdings überrascht, wenn ein gerade in München Richtung Süden startender Jet als „Rom – Hamburg“-Verbindung identifiziert wird. Da spielen die aufgefangenen Daten, die einige hundert privat betriebene Empfangsstationen einsammeln, gelegentlich wohl doch noch verrückt.

Die negative Seite des Internet

Kann das Nennen einer URL die ganze zuvor gezauberte Atmosphäre ins Negative verkehren? Es kann. Da läuf ein Werbespot im Radio, der die ganze Fröhlichkeit und Schönheit eines Urlaubs auf dem Bauernhof vermitteln soll – um dann dem geneigten Hörer nahezulegen, er möge sich auf „Urlaub minus Bauernhof“ weitere Informationen holen. Wo doch eigentlich „Urlaub plus Bauernhof“ gemeint ist. Das wirkt etwa so, wie wenn ich Erdbeere und Strunk voneinander trenne und dann – aller Gedanken verloren – die Beere wegwerfe und den Strunk in den Mund führe. Ich räume gern ein, dass das lange Wort „Bindestrich“ in unserer rastlosen Zeit zuviel Zeit beansprucht und sperrig wirkt (wenn auch nicht so destruktiv wie „minus“). Ich räume ebenfalls gern ein, dass das schöne alte Typographen-Wort „divis“ inzwischen viel zu fremd ist, um als Alternative in Betracht zu kommen. Obwohl es dem „minus“ silbengleich ist und ebenfalls („Teilstrich“) der Mathematik entstammt. Daher wäre doch – auf einen Anglizismus mehr oder weniger kommt es wirklich nicht mehr an – das kompakte amerikanische „dash“ das sprachlich beste Mittel der Wahl. Ich werde das ab sofort ausprobieren: mal mit „divis“, mal mit „dash“. Freuen Sie sich auf meine Erkenntnisse. Demnächst hier.