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Tag: Jazz

Dreizehn Wege, New Orleans kennenzulernen

Die Canal Street in New Orleans führt mitten hinein ins Leben der Stadt. (c) Alex Demyan/neworleansonline.com

Die Canal Street in New Orleans führt mitten hinein ins Leben der Stadt. (c) Alex Demyan/neworleansonline.com

Ob das legendäre French Quarter, der beeindruckende Garden District, oder die neuen In-Viertel Faubourg Marigny & Bywater – jede der unzähligen Nachbarschaften in New Orleans hat einen einzigartigen Charakter. Um die Atmosphäre der Stadt wirklich erleben zu können, sollten Besucher keines dieser markanten Distrikte auslassen. 13 besondere Straßen verstreut in The Big Easy sind dabei die geeigneten Wege, der Seele der Stadt nahe zu kommen.

Begleitet von Grün und Eleganz…

Die wunderschönen Villen und Anwesen des Garden District finden Besucher entlang der St. Charles Avenue. Geschmückt mit uralten Baumbeständen bietet sich hier eine Fahrt mit der historischen St. Charles Streetcar an, um diese Gegend auf sich wirken zu lassen. Highlight der Fahrt ist ein Stopp am Audubon Park zum Entspannen und Genießen in freier Natur sowie ein anschließender Besuch des Audubon Zoo. Ein kleiner Tipp: Während der Mardi Gras-Zeit verwandelt sich die St. Charles Avenue eine Paradenstraße und wird unter anderen zum absoluten Besuchermagnet.

Ursprünglich als Hauptstraße in New Orleans geplant, liegt die Canal Street zwischen dem French Quarter und dem Central Business District. Mit dieser zentralen Lage ist sie idealer Ausgangspunkt für jegliche Ausflüge und Unternehmungen. Besucher können einfach in die rote Canal Street Streetcar einsteigen und so die Highlights von Mid-City erreichen – darunter auch das New Orleans Museum of Art im City Park und das beliebte Ralph’s on the Park Restaurant.

… von Musik und feiner Küche …

Natürlich darf bei den wichtigsten Straßen der Stadt eine ganz sicher nicht fehlen: die berühmte Bourbon Street. Sie ist vor allem bekannt für ihr aufregendes Nachtleben, historische Bars und toller Live-Musik. Als perfekter Startpunkt für einen schönen Abend empfiehlt sich ein kurzer Besuch im Fritzel’s oder dem ältesten Gebäude, das als Bar genutzt wird: Lafitte’s Blacksmith Shop. Auch ein Essen im Galatoire’s, das seit 1905 kreolische Küche serviert und Wert auf Familientraditionen legt, rundet den Abend ab.

Laden an Laden zum "Durchblättern" in derMagazine Street. (C) Alex Demyan/neworleansonline.com

Laden an Laden zum „Durchblättern“ in derMagazine Street. (C) Alex Demyan/neworleansonline.com

Obwohl parallel zur Bourbon Street gelegen befindet man sich auf der Royal Street in einer vollkommen anderen Welt. Kunstgalerien, Antiquitäten-Shops und ausgezeichnete Restaurants – diese Straße steht nicht nur für Kultur und Geschichte, sondern auch für einige der atemberaubendsten, architektonischen Gebäude der Stadt.

… von Künstlern, Bars und Clubs …

Shopping-Begeisterte sollten einen Abstecher auf die Magazine Street einplanen. Von Uptown bis zum Lower Garden District stehen sechs Meilen mit unzähligen Boutiquen und Geschäften zur Verfügung. Ob gehobene Küche oder eine schnelle Mahlzeit zwischendurch, Spas, Coffee Shops oder Kunstgalerien, die Magazine Street ist für einen Einkaufsbummel genau das Richtige.

Die Frenchmen Street ist das Herz und die Seele für Live-Musik in New Orleans und erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Hier kommen nicht nur Besucher, sondern vor allem die Einheimischen hin, um mit die beste Musik der Stadt zu genießen. Mit unzähligen Bars und Clubs, wie dem Spotted Cat und dem d.b.a., die keinen Eintritt verlangen sowie das Snug Habor Jazz Bistro als beliebte Location, zieht die Straße unzählige Musik-Begeisterte an und zeigt alles, was die Stadt musikalisch zu bieten hat.

… kennt die lebendige Vielfalt kein Ende

Auch die Esplanade Avenue mit ihren historischen Gebäuden der früheren kreolischen Oberklasse, die Julia Street, oder liebevoll „Gallery Row“ genannt, die mit zahlreichen Galerien und Events beeindruckt sowie die zahlreichen Bars, Restaurants und Shops in der Oak Street geben Reisenden einen einmaligen Eindruck der Vielfältigkeit von The Big Easy. Nicht zu vergessen sind ebenfalls die bei Studenten beliebte Maple Street, die lebendige Freret Street mit den angeblich besten Cocktails der Stadt im Cure, der Oretha Castle Haley Boulevard, auf welchem das Southern Food and Beverage Museum beheimatet ist und zu guter letzt die St. Claude Avenue, der Himmel auf Erden für alle Künstler.

Gut, dass bei diesem Angebot New Orleans eine fußgängerfreundliche Stadt ist und Reisende mit einem guten Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln überall problemlos hinbringt.

Früh übt sich, wer ein Jazzer werden will

Jazz Aktionstag Markt Schwaben (c) Pinus Text & Bild

Jazz Aktionstag Markt Schwaben (c) Pinus Text & Bild

Die Musikschule Markt Schwaben hatte dieser Tage unter dem Titel „Jazz Stories“ zu einem „großen Aktionstag“ in den Unterbräu geladen. Auch wenn das schmuck hergerichtete Gebäude den angestaubt, verspinnwebten und verrauchten Charme einer Jazz-Kneipe vermissen ließ, sorgte doch die Leidenschaft der jungen Musiker für dichte Atmosphäre. Beim Gang durch die Epochen kamen Musiker wie Zuhörer der Evolution eines stilbildenden Stücks Musikgeschichte sehr nahe. Besonders anregend geriet der Nachmittag auch dadurch, dass die Veranstalter ihre Nachwuchsmusiker wie auch das Publikum mit ausgewiesenen Profis wie Josef Ametsbichler, Guido May, Felix Sapotnik, Werner Klausnitzer und Andreas Kurz zusätzlich zu motivieren. Drei der auftretenden Ensembles seien besonders hervorgehoben, da wir ihnen mit Sicherheit in der Zukunft wieder begegnen werden. Erstens die Big Band „Markt Schwabens Finest“, geleitet von Hermann Rid und begleitet von der Sängerin Heike Schoch: Ballroom-Niveau. Zweitens die „glorreichen Sieben“ im Percussion Ensemble, voller Hingabe und Feingefühl. Drittens der „Youngsters Music Club“, der gerade seine erste eigene CD veröffentlicht hat.

Meine komplette Rezension ist in der Ebersberger SZ erschienen.

Bilder hören

Dieses Foto entstand bei einem Konzert in der Schrottgalerie in Glonn. Für mich einer der besten Plätze im Großraum München, um guten Blues und guten Jazz zu hören.

This picture I took during a concert at the Schrottgalerie in Glonn. In my eyes (and ears) one of the best places in the Greater Munich Area to enjoy good Blues and good Jazz.