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Tag: Kultur

Leuchten der Erinnerung

Erloschen und verglüht: "Stardust Memories" im Neon Museum von Las Vegas. © Sophie von Moy/LVCVA

Erloschen und verglüht: „Stardust Memories“ im Neon Museum von Las Vegas. © Sophie von Moy/LVCVA

Downtown ist da, wo vor über hundert Jahren, im Jahr 1905, der Spaß in Las Vegas begann. Mit seiner sagenumwobenen Geschichte ist Downtown eine Besucherattraktion, wo Vergangenheit und Gegenwart unmittelbar nebeneinander existieren. Eines der dortigen Schmuckstücke ist das Neon Boneyard Museum, dass seine Besucher in längst vergangene Zeiten entführt.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2012 ist das Neon Boneyard Museum, am Nordende des Las Vegas Boulevard gelegen, eine Attraktion für jeden Besucher. In diesem Museum wird die Geschichte der Stadt auf eine Weise erzählt, wie es nur im Friedhof der Leuchtreklamen in Las Vegas möglich ist. Schon beim ersten Blick auf das Museum zeigt sich die Historie der Stadt: die muschelförmige Lobby des ehemaligen La Concha Motels, das früher am Südende des Strip stand, wurde zum Nordende des Strip transportiert und beherbergt nun den Eingang des Museums in dem sich das Visitor’s Center befindet. 

Mehr als 150 Neonschilder

Von hier öffnet sich die Tür in das alte Las Vegas und die Besucher tauchen in längst vergangene Zeiten ein. Das im freien gelegene Neon Museum beherbergt mehr als 150 Neonschilder, von einzelnen Buchstaben bis hin zu ganzen Schriftzügen und Reklametafeln, die bis auf die 30er Jahre zurückgehen. Bei geführten Touren werden die einzigartigen Geschichten der Neonschilder erzählt – von Entwurf und Inspiration über die Entstehung bis hin zur Rolle, die die einzelnen Schilder in der Vergangenheit der Stadt spielten.

Das Museum wurde als gemeinnützige Organisation gegründet, um die Neonschilder zu sammeln und auszustellen. Einzelpersonen sowie Unternehmen und die Regierung haben unablässlich daran gearbeitet, die Erhaltung dieser Schätze zu fördern. Die Mission des Neon Museums ist es, die Kulturgüter Las Vegas‘ für pädagogische, geschichtliche und kulturelle Zwecke zu sammeln, zu erhalten, zu studieren und auszustellen.

 

Neuengland von seiner festlichen Seite

Chanteymen spielen Seemannslieder beim Seaport Music Festival (c) Mystic Seaport.jpg

Chanteymen spielen Seemannslieder beim Seaport Music Festival (c) Mystic Seaport.jpg

Zu jeder Jahreszeit spielt sich ein Großteil des Lebens in Neuengland unter freiem Himmel ab. So locken auch in diesem Jahr hochkarätige Festivals und Events rund um die Themen Kulinarik, Musik, Natur und Geschichte in die sechs Bundesstaaten im Nordosten der USA.

Vermont Maple Festival, 24.-26. April 2015

Das Vermont Maple Festival in St. Albans feiert alles, was im Zusammenhang mit Vermonts berühmtem Ahornsirup steht. Besucher können Ausstellungen anschauen, Kochvorführungen erleben, die Sugarhouses besichtigen, wo der Sirup hergestellt wird, und natürlich die Leckereien probieren, die sich mit dem goldenen Saft herstellen oder verfeinern lassen. www.vtmaplefestival.org

Boston Jazz Week, 24. April – 3. Mai 2015

Die zehntägige Boston Jazz Week präsentiert mit renommierten lokalen und internationalen Künstlern die gesamte Bandbreite des Jazz. Neben den Konzerten werden Meisterklassen vorgestellt und Diskussionsrunden und Workshops laden Besucher zur aktiven Teilnahme ein. www.jazzboston.org

Sea Music Festival, 11.-14. Juni 2015

Das Sea Music Festival im Mystic Seaport in Connecticut zelebriert mit musikalischen Darbietungen sowohl die maritime Kultur der USA als auch die vieler anderer Länder. Künstler und Entertainer präsentieren dabei ihre Songs in Form der klassischen Musiktradition des Goldenen Zeitalters der Segelschifffahrt. www.mysticseaport.org/event/sea-music-festival-2

New England Brewfest, 26.-28. Juni 2015

Die besten Biere aus Neuengland werden auf dem New England Brewfest in der historischen Altstadt von Lincoln, New Hampshire vorgestellt. Mitten im Herzen der White Mountains können Besucher über 100 verschiedene Brauerzeugnisse frisch vom Fass probieren und bei einem großen kulinarischen und musikalischen Rahmenprogramm viel über die Bierherstellung erfahren. www.nebrewfest.com

Unabhängigkeitsparade in Bristol, Rhode Island (c) Discover Newport.jpg

Unabhängigkeitsparade in Bristol, Rhode Island (c) Discover Newport.jpg

Amerikas älteste Parade zum Unabhängigkeitstag, 4. Juli 2015

Im historisch angehauchten Bristol in Rhode Island findet jedes Jahr am 4. Juli die älteste Independence Day Feier der USA statt. Die Stadt verfügt über einen schönen Blick auf die Narragansett Bay und eine klassische ‚American Main Street‘ mit prächtigen Herrenhäusern, die dem Anlass entsprechend patriotisch dekoriert werden. www.explorebristolri.com

Acadia Night Sky Festival, 10.-14. September 2015

Der Acadia Nationalpark in Maine ist die Heimat eines sternenübersäten Nachthimmels und bietet in und um Bar Harbor mit dem Acadia Night Sky Festival vielfältige Events zu den Themen Kunst, Musik, Wissenschaft, Poesie und Sternenbeobachtung. Zu den Highlights gehören eine Sternenparty auf dem Cadillac Mountain und nächtliche Paddelausflüge bei Castine Harbor. www.acadianightskyfestival.com

Weitere Events und Veranstaltungen auf www.neuenglandusa.de/events.

 

Chicago ruft Architektur-Biennale ins Leben

Chicago - Architecture - Willis Tower and the Chicago River - (C) Cesar Russ Photography

Chicago – Architecture – Willis Tower and the Chicago River – (C) Cesar Russ Photography

Chicagos erstes globales Forum zu Architektur und Städtebau geht vom vom 1. Oktober 2015 bis 3. Januar 2016 über die Bühne. Installationen und Kunstprojekte werden im gesamten Stadtgebietzu sehen und zugänglich sein.

Seit mehr als 100 Jahren gehören Architektur und Innovationen zu den stärksten Exportgütern Chicagos. Wie aus kaum einer anderen Metropole haben Ideen, Baustile und Verfahren aus Chicago den Städtebau international beeinflusst. Am Ufer des Lake Michigan entstanden einst die ersten Wolkenkratzer der Welt, und Ikonen wie Louis Sullivan, Frank Lloyd Wright oder Mies van de Rohe haben in Chicago wegweisende architektonische Meisterwerke geschaffen. Vor diesem Hintergrund initiiert die Stadt zusammen mit der Graham Stiftung eine Architektur-Biennale, die erstmals vom 1. Oktober 2015 bis zum 3. Januar 2016 stattfinden wird.

Chicagos Architektur-Biennale ist als globales Forum für Architekten, Designer, Studenten und Architekturliebhaber konzipiert. Übergreifendes Thema sind die Herausforderungen an Architektur und Städtebau in den Bereichen Soziales, Umweltschutz, Ästhetik, Technik und Handel. Den Kern bilden Veranstaltungen und eine umfassende Ausstellung im Chicago Cultural Center sowie zahlreiche Installationen im Millennium Park und in den Stadtteilen. Für die künstlerische Umsetzung verantwortlich ist unter anderem Joseph Grima, einer der Co-Kuratoren der ersten Istanbuler Design-Biennale 2012. Hierzu gehören auch mehrere Projekte, die der in Chicago lebende Künstler Theaster Gates in Chicagos Southside verwirklichen wird.

„Architektur prägt eine Stadt. Doch keine andere Stadt wurde derart von ihrer Architektur geprägt und hat gleichzeitig weltweite Architektur-Strömungen beeinflusst wie Chicago“, erläuterte Chicagos Bürgermeister Rahm Emmanuel anlässlich der Vorstellung des Biennale-Konzepts. „Seit der Weltausstellung von 1893 gilt Chicago als ein Zentrum von Innovation. Dieses Erbe wollen wir 2015 mit der ersten Chicago Architektur-Biennale fortführen und schaffen daher einen weltweiten Treffpunkt, an dem neue Ideen für die Zukunft diskutiert und entwickelt werden.“

 

Goldener Kulturherbst lässt Denver glänzen

Cezannes "Maler bei der Arbeit" ist eines der Highlights in der Ausstellung "Passport to Paris" im Denver Art Museum (c) Colorado Tourism Office

Cezannes „Maler bei der Arbeit“ ist eines der Highlights in der Ausstellung „Passport to Paris“ im Denver Art Museum (c) Colorado Tourism Office

Denver, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado, beweist diesen Herbst mit dem Mile High Culture Pass, dass Kunst- und Kulturgenuss nicht immer teuer sein muss. Ob klassische Werke französischer Meister oder explosive Interaktiv-Ausstellungen: Reisende erwartet ein breites Kunstspektrum zu erschwinglichen Preisen.

Mit dem „Mile High Culture Pass“ können Besucher die sieben kulturellen Hauptattraktionen Denvers zum Preis von 52,80 US-Dollar an fünf aufeinanderfolgenden Tagen besichtigen und sparen damit bis zu 25 US-Dollar des Normalpreises. Darin enthalten sind der Eintritt für das Denver Art Museum, das Denver Museum of Nature & Science, das History Colorado Center, das Clyfford Still Museum, die Denver Botanic Gardens, das Kirkland Museum of Fine and Decorative Art und den Denver Zoo. Zudem gibt es 50 Prozent Ermäßigung beim beliebten Bike-Sharing-Programm Denver B-Cycle und je nach Reisezeitraum kommen die Passinhaber in den Genuss weiterer Rabattaktionen. Der Pass ist online erhältlich.

Französische Meister im Denver Art Museum

Vom 27. Oktober 2013 bis 9. Februar 2014 nimmt die Ausstellung „Passport to Paris“ die Besucher des Denver Art Museums mit auf eine Reise durch die französische Kunstgeschichte. Drei Jahrhunderte französischer Meisterkunst vom späten 17. Jahrhundert bis hin zum frühen 20. Jahrhundert werden mit Werken von Degas, Van Gogh, Toulouse-Lautrec, Renoir, Cézanne und Monet veranschaulicht. Landschaftsbilder französischer Impressionisten fügen sich neben seltenen Arbeitsskizzen von Vertretern wie Monet oder Toulouse-Lautrec harmonisch in das Konzept der Gesamtausstellung ein. Einblicke in das vielfältige Rahmenprogramm sowie die Möglichkeit des Erwerbs von Online-Tickets gibt es unter www.ParisInDenver.com

Mitreißender Spaß für Jung und Alt

Zwischen dem 11. Oktober 2013 und 5. Januar 2014 fliegen im Denver Museum of Nature & Science buchstäblich die Fetzen. Die Besucher können dann die amüsanten und meist explosiven Wissenschaftsexperimente der populären TV-Show MythBusters interaktiv in der Ausstellung „Explosive Exhibition“ ausprobieren und urbanen Mythen auf den Grund gehen. Das TV-Format MythBusters rund um die bekannten Tüftler Jamie Hyneman und Adam Savage gehört zu einem der Erfolgsprojekte des Discovery Channels und wird auch in Deutschland ausgestrahlt. Nähere Informationen unter www.dmns.org.