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Tag: Museum

Nashville erinnert an den „Teufelsgeiger“ Charlie Daniels

Die Country Music Hall of Fame & Museum in Nashville widmet Charlie Daniels eine Ausstellung. (c) tennesseetourism.de

Die Country Music Hall of Fame & Museum in Nashville widmet Charlie Daniels eine Ausstellung. (c) tennesseetourism.de

Zu Charlie Daniels‘ bevorstehender Aufnahme in ihre Ruhmeshalle zeigt die Country Music Hall of Fame & Museum das Lebenswerk des „Teufelsgeigers“. Die Ausstellung Charlie Daniels: Million Mile Reflections in Nashville eröffnet am 23. September und läuft bis zum März kommenden Jahres.

„The Devil went down to Georgia. He was lookin‘ for a soul to steal.” Spätestens 1979 mit dieser Songzeile und irrwitzigen Riffs auf der Geige schaffte Charlie Daniels seinen Durchbruch als Weltstar. Diese Südstaaten-Variante des Faust’schen Teufelspakts, bei der ein gewisser Johnny mit dem Teufel um seine Seele fiedelt, erschien auf dem Album Million Mile Reflections der Charlie Daniels Band, nach dem jetzt auch die Ausstellung in Nashville benannt wurde.

An der Seite von Presley, Dylan und Cohen

Charlie Daniels‘ Karriere reicht aber noch sehr viel weiter zurück mit Anfängen im Bluegrass. Seit 1950 arbeitet er als Berufsmusiker. Seinen ersten Hit landete er 1964 als Koautor von Elvis Presleys It Hurts Me. 1967 zog er nach Nashville, Tennessee, war dort auch Studiomusiker für Bob Dylan, Leonard Cohen und Ringo Starr. 1970 dann das erste Soloalbum, und 1972 die Gründung der Charlie Daniels Band. Am 30. Oktober dieses Jahres wird Charlie Daniels 80 Jahre jung.

Der „Tempel der Country Music“ wächst

Die Country Music Hall of Fame & Museum, gebaut und betrieben von der Stiftung Country Music Foundation, ist das weltweit größte Museum der Country Music. Vor fast 50 Jahren am 1. April 1967 gegründet, wurden Ruhmeshalle und Museum aus einem bescheidenen Bau im Viertel der Musikverlage Music Row 2001 ins Herz von Tennessees Hauptstadt Nashville verlegt – und damit die Fläche vervierfacht. Im Jahr 2014 verdoppelte sich die Gesamtfläche des Neubaus mit der Fensteranordnung einer Klaviatur noch einmal auf nun 32500 Quadratmeter.

Info: Zusätzlich zum Eintritt buchbar sind geführte Touren durch das Museum sowie durch die nahe gelegene Plakatdruckerei Hatch Show Print und das RCA Studio B im Stadtteil Music Row, zu dem Shuttlebusse fahren.

 

Leuchten der Erinnerung

Erloschen und verglüht: "Stardust Memories" im Neon Museum von Las Vegas. © Sophie von Moy/LVCVA

Erloschen und verglüht: „Stardust Memories“ im Neon Museum von Las Vegas. © Sophie von Moy/LVCVA

Downtown ist da, wo vor über hundert Jahren, im Jahr 1905, der Spaß in Las Vegas begann. Mit seiner sagenumwobenen Geschichte ist Downtown eine Besucherattraktion, wo Vergangenheit und Gegenwart unmittelbar nebeneinander existieren. Eines der dortigen Schmuckstücke ist das Neon Boneyard Museum, dass seine Besucher in längst vergangene Zeiten entführt.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2012 ist das Neon Boneyard Museum, am Nordende des Las Vegas Boulevard gelegen, eine Attraktion für jeden Besucher. In diesem Museum wird die Geschichte der Stadt auf eine Weise erzählt, wie es nur im Friedhof der Leuchtreklamen in Las Vegas möglich ist. Schon beim ersten Blick auf das Museum zeigt sich die Historie der Stadt: die muschelförmige Lobby des ehemaligen La Concha Motels, das früher am Südende des Strip stand, wurde zum Nordende des Strip transportiert und beherbergt nun den Eingang des Museums in dem sich das Visitor’s Center befindet. 

Mehr als 150 Neonschilder

Von hier öffnet sich die Tür in das alte Las Vegas und die Besucher tauchen in längst vergangene Zeiten ein. Das im freien gelegene Neon Museum beherbergt mehr als 150 Neonschilder, von einzelnen Buchstaben bis hin zu ganzen Schriftzügen und Reklametafeln, die bis auf die 30er Jahre zurückgehen. Bei geführten Touren werden die einzigartigen Geschichten der Neonschilder erzählt – von Entwurf und Inspiration über die Entstehung bis hin zur Rolle, die die einzelnen Schilder in der Vergangenheit der Stadt spielten.

Das Museum wurde als gemeinnützige Organisation gegründet, um die Neonschilder zu sammeln und auszustellen. Einzelpersonen sowie Unternehmen und die Regierung haben unablässlich daran gearbeitet, die Erhaltung dieser Schätze zu fördern. Die Mission des Neon Museums ist es, die Kulturgüter Las Vegas‘ für pädagogische, geschichtliche und kulturelle Zwecke zu sammeln, zu erhalten, zu studieren und auszustellen.

 

Letztes Echo aus der Welt der Dinosaurier

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Eindeutiger Hinweis: Das Welcome-Sign in Vernal (c) Matt Morgan

Wer auf der Suche nach der echten „Jurassic World“ jenseits der Leinwand ist – auf der zur Zeit ein gleichnamiger Kinofilm zu sehen ist – wird im Dinosaurierstaat Utah fündig: Der US-Bundesstaat bietet weltweit die vollständigsten Aufzeichnungen prähistorischen Lebens. Nicht nur das Natural History Museum oder das Dinosaur National Monument präsentieren seltene Dinosaurierfossilien, die gesamte Landschaft mit seinen tiefen Canyons und monumentalen Sandsteinfelsen erzählt die Geschichte vergangener Jahrmillionen.

Rekordfunde treffen auf landschaftliche Überdimension

In Utah fällt es nicht schwer sich vorzustellen, wie die Welt vor Millionen von Jahren ausgesehen hat: Die Wildnis ist hier noch ursprünglich, die Canyons so breit und die Sandsteinwände so gigantisch, dass man die Riesenechsen beim Erkunden der Landschaft unweigerlich vor Augen hat. Tatsächlich erscheint es in dieser kolossalen Szenerie nur logisch, dass auch ebenso monströse Bewohner das Land ihr Zuhause nannten. So kommt es, dass das Cleveland Lloyd Dinosaur Quarry im Zentrum Utahs die weltweit höchste Konzentration gefundener Dinosaurierfossilien aufweist. Mehr als 12.000 Knochen von über 74 Dinosauriern haben Ausgrabungen hier bereits ans Tageslicht befördert, davon stammen 66% vom Fleischfresser Allosaurus, der auch das Staatsfossil Utahs ist.

Weltberühmte Ausgrabungsstätten und Dinos zum Anfassen

Alles andere als ein knochentrockenes Museum - "Natural History" von Utah in voller Dramatik. (c) Matt Morgan

Alles andere als ein knochentrockenes Museum – „Natural History“ von Utah in voller Dramatik. (c) Matt Morgan

Die Fossilien im weltberühmten Dinosaur National Monument können nahe Vernal im Nordosten des Staates hautnah erlebt werden. Hier werden 149 Millionen Jahre alte Knochen ausgestellt – die Besonderheit: man darf einige davon anfassen. Im Quarry-Ausstellungsraum werden 1.500 Fossilien präsentiert und auch wenn man vermuten könnte, dass Paläontologen die Versteinerungen für die Besucher drapiert haben, so wurden sie in Wirklichkeit so belassen, wie sie die Natur platziert hat. Ein antiker Strom hat die Knochen vor Jahrmillionen an genau diesen Platz gespült, der heute als nationales Denkmal ausgezeichnet ist. Komplette Dinosaurierskelette sind außerdem im Natural History Museum of Utah in der Hauptstadt Salt Lake City, sowie im Prehistoric Museum in Price und im The Dinosaur Museum in Blanding ausgestellt.

Spurensuche zu Fuß und mit dem Fahrrad

Eine der besten Möglichkeiten das Dinosaurierland zu erkunden ist eine Wanderung. Denn nur wer sich Zeit nimmt kann die Felsen und damit die Erdgeschichte in vollem Umfang erleben. Der rund zwei Kilometer lange Fossil Discovery Trail im Dinosaur National Monument ist das Flaggschiff unter den geologischen Wanderwegen in Utah und führt an Felsformationen vorbei, die die Geschichte von 80 Millionen Jahren erzählen. Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann auf dem rund 77 Kilometer langen Dinosaur Country Cruise das Land der Dinosaurier entdecken. Im Süden Utahs, im Gebiet des Grand Staircase-Escalante National Monuments, bieten sich Wandertouren und Autofahrten auf der Panoramastraße Route 12 an, um den ehemaligen Lebensraum der Saurier kennenzulernen. Die Region zählt aufgrund der vielen Gesteinsschichten unter Paläontologen heutzutage zu den wichtigsten Ausgrabungsgebieten weltweit.

Mehr Informationen zu Dinosauriern und Paläontologie sind unter http://geology.utah.gov/ und http://www.visitutah.com/things-to-do/history-culture/natural-history/dinosaurs-paleontology abrufbar.

 

Wo die „Queen of Rock“ die ersten Noten bekam

Im Museum für die „Queen of Rock“ sind Bühnenkostüme, Dokumente und vieles mehr zu sehen. (c) Tennessee Tourism

Im Museum für die „Queen of Rock“ sind Bühnenkostüme, Dokumente und vieles mehr zu sehen. (c) Tennessee Tourism

Geboren und aufgewachsen in Nutbush, brachte Tina Turner die „City Limits“ dieses kleinen Ortes in Tennessee zu Weltruhm. Ganz in der Nähe in Brownsville wurde jetzt ein Museum für die „Queen of Rock“ eingeweiht. Zu sehen sind Bühnenkostüme, Dokumente und vieles mehr.

Mit dem Tieflader gerettet

Beinahe wäre das Schulhaus für Afroamerikaner von 1889 abgerissen worden. Musikfans bekamen aber Wind vom nahende Ende der Flagg Grove School, sammelten blitzschnell ein paar tausend Dollar, organisierten einen Tieflader und ließen das hölzerne Gebäude von seinem angestammten Platz an einem Feldrand umgehend auf den Parkplatz des kleinen Museums für die Kultur von West-Tennessee verfrachten, des West Tennessee Delta Heritage Center im winzigen Brownsville.

Auch Tina half beim Sammeln

Das nur aus einem Klassenzimmer bestehende Schulhaus, in dem die spätere „Queen of Rock“ Tina Turner in den 1940er-Jahren Lesen und Schreiben lernte, war gerettet. Zwei Jahre Jahr später nun steht das Gebäude frisch renoviert immer noch auf dem Parkplatz an der Autobahn I-40 eine Stunde ostwärts von Memphis. Im Klassenraum findet man noch einige der alten Pulte, vor allem aber Vitrinen mit goldenen Schallplatten, Fotos und Bühnenkostümen. Aus der ganzen Region kamen die Fundstücke, Tina-Turner-Fans trugen aus ihren privaten Sammlungen ihr Scherflein bei – und auch die Rockdiva selbst half mit beim Sammeln.

Zwischen Nashville und Memphis

Seit dem 26. September ist The Tina Turner Museum Flagg Grove School jetzt eröffnet: ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg von Nashville nach Memphis. Auch das schon länger bestehende kleine Museum nebenan ist den Besuch wert. Dort erfährt man viel über das flache Baumwoll-Land des Mississippi Delta – eines Deltas sieben Stunden vom Meer entfernt, das frühe Siedler bis an den Horizont überschwemmt vorfanden und deshalb für das Mündungsdelta des Mississippi hielten. Museumsbesucher erfahren auch viel über die Musik aus dem Delta.

In bester Gesellschaft

Neben Tina Turner kamen viele andere Legenden von hier, darunter auch der Rockabilly-König Carl Perkins aus dem nahen Jackson. Von dort stammt ebenso der Schlagzeuger W. S. Holland, der über Jahrzehnte Johnny Cash begleitete und als der „Father of Drums“ bekannt ist. Er ist einer der Stars, die zur Eröffnung des Tina Turner Museum während der zweiten Ausgabe des jetzt jährlichen kleinen Festivals „Tina Turner Heritage Days“ auf dem Programm standen.

Maryland gedenkt einer starken Frau

Blick in die Ausstellung zum Jahrestag. (c) Harriet Tubman Museum

Blick in die Ausstellung zum Jahrestag. (c) Harriet Tubman Museum

Der Bundesstaat Maryland an der US-Ostküste steht ab März ganz im Zeichen des 100. Todestages von Harriet Tubman, die bis zum Ende des Sezessionskrieges entlang des Underground Railroad – ein geheimes Netz aus Routen und Schutzhäusern – mit ihrem mutigen Einsatz entlaufenen Sklaven zur Freiheit verhalf. Vom 8. bis 10. März 2013 findet das offizielle „Harriet Tubman Centennial“ statt, ein Wochenende mit vielen Feierlichkeiten und Events zu Ehren der berühmten Frau. Im Laufe der nächsten Monate folgen zahlreiche Veranstaltungen hinsichtlich des Jubiläums, in der geschichtsinterressierte  Besucher sich über das Leben Harriet Tubmans in Ausstellungen oder auf dem Harriet Tubman Underground Railroad Byway informieren können.

Harriet Tubman Underground Railroad Byway

Auf die Spuren von Harriet Tubman können sich Besucher auf dem 200 Kilometer langen Harriet Tubman Underground Railroad Byway, eine beliebte Ferienstraße in Maryland, begeben. Zum Jubiläumsjahr wird diese Route mit verschiedenen Markierungspunkten bestückt, auf denen Besucher nachlesen können, welche Rolle die unterschiedlichen Orte im Leben von Harriet Tubman gespielt haben. Ab März 2013 wird es zusätzlich einen Audio Guide in verschiedenen digitalen Formaten für diese Tour geben, die Interessierte zu den Schlüsselorten führen und Geschichten aus der Zeit der Sklaverei erzählen. Die Ferienstraße offenbart neben der historischen Vergangenheit auch die Schönheit der Region um die Chesapeake Bay – ideal für eine Erkundungstour mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit dem Boot.

Gedenkwochenende: Harriet Tubman Centennial

Die offiziellen Feierlichkeiten starten am 8. März 2013 mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Tubman Art Exhibit“ im Museum of Rural Life in Denton, Maryland. Künstler Mark Priest hat Jahre lang die Strecke des Underground Railroad erkundet, um das Leben von Harriet Tubman nachzuvollziehen. Die Ausstellung zeigt eine bewegende Serie von Zeichnungen sowie Gemälden und ist noch bis August 2013 zu besichtigen. Am Sonntag, den 10. März 2013, sorgt Marcus Shelby mit befreundeten Musikern und Sängerin Faye Carol für ein einmaliges Konzert. Für das Musikevent „Musical Tribute to Harriet Tubman“ arrangierte und orchestrierte der Jazz-Musiker bekannte Spirituals, Freiheitslieder und Blues-Songs neu. Das Konzert beginnt um 14.00 Uhr im Choptank Ballroom im Hyatt Regency Chesapeake Bay Resort in Cambridge, Maryland.

Details unter www.harriettubmanbyway.org.

History just around the corner

Sunday April 29th 2012. As I arrive on the National Mall in the Capital the crowds are already covering the area. It is bright and sunny, natives and visitors start to enjoy a beautiful day. For me it’s a little bit to many of them, so I decide for a detour – to somewhere. Avoiding the mainstream traffic I find myself minutes later on the George Washington Memorial Parkway northbound. After a short stop for an overlook on the Potomac river I drive on. A sign „Chain Bridge“ catches my attention. Sounds interesting, I follow the direction using Dolley Madison Blvd. Than, another sign, pointing to the right: „Claud Moore Colonial Farm“ which sounds even more interesting. So I follow. To my surprise the first attraction on this new route: the „George Bush Center for Intelligence“ on my right. It’s the CIA headquarters in Langley, well known to thriller-readers all over the world as the place, where the guys work, who support Jerry Cotton and James Bond with their skills…

A few hundred yards further on the left I turn into a small parking lot with a small wodden gatehouse – the entrance of the farm. For a very modest (and extremly friendly collected) fee of 3 bucks the doors open to me and let me in to visit a typical tobacco farm of the year 1771, three years before the American Revolution began. The quiet, spacy layout of the farm gives you plenty of opportunity to make your own way throuh history. As you meet the people runnin the place, you will eperience that it’s not about re-enactment but about history living on, what takes places here. They grow plants and spices as the ancestors did, although they have to reduce the amount of crop due to the smaller number of people living and working on the site today. They raise and harvest animals and in the main house you will find dried meat which survided the winter hanging from the wooden roof. You will meet kids, joining the farmlive temporarily, nevertheless dressed properly in historical gowns and spending their free time in between farm jobs playing games with nature made toys. Watching the kids, watching and listening to all those living on the farm gives you confidence that there must be a happy live without elecetronics. At the same time it gives you a clear message, how hard and challenging it has been to earn your living then in an era that were the very different old times.

If you have been to Washington DC and have seen it all or just wan to avoid the crowds: There’s no doubt that this is a very good place to go. Especially as from time to time traditional markets with authentically made products as well as history related events like the „Salting Fish Day“ or „Chew the Fat“ are worth a visit as well. The Colonial Farm is open Wednesday through Sunday, 10:00 AM to 4:30 PM. All other information under www.1771.org

Erleuchtung in Tirol

Das Felixe Mina’s Haus in Tannheim, Tirol, erzählt wunderbare Geschichten. Manchmal hängen sie direkt vor einem von der Decke.

Gefangen in der Urzeit – Caught in past times

Die „La Brea Tar Pits“, mitten im Stadtgebiet des heutigen Los Angeles, gerieten vor 25.000 Jahren unzähligen Wildtieren zur Falle – und gewähren den Besuchern heute einzigartige Rückblicke in die Geschichte.

Some 25,000 years ago a huge number of wild animals got caught in the „La Brea Tar Pits“ – located in the middle of today’s Los Angeles. Visitors to the place an its museum experience a very unique insight view into earth’s history.
Öl. Schatz der Erde. Sprudelnde Quelle des Gewinns. Hunderte nickender Förderpumpen rund um Los Angeles zeugen davon, wie dicht unter der Erdkruste das schwarze Gold zu finden ist. An einer Stelle tritt es seit vielen tausend Jahren offen zu Tage, in den „La Brea Tar Pitts“, den Teertümpeln von La Brea. Lange bevor Menschen diesen Raum zu besiedeln begannen, gerieten immer wieder wilde Tiere in den Sog der klebrigen Löcher, darin nach ihrem Tod bestens konserviert.

Drinnen, im Dunkel des Museums, vor der Vitrine mit 400 im Morast gefundenen Wolfsköpfen (oberes Bild), das großen künstlerischen Installationen anderer Museen in nichts nachsteht, kommt so mancher ins Grübeln über Zeit, Ewigkeit und die Vergänglichkeit alles Irdischen. Während draußen der Großstadtverkehr dem nächsten Fast-Food-Stop zuströmt.

Wo vor knapp hundert Jahren die „Rancho La Brea“ lag, befindet sich heute das Page Museum für Naturkunde, in dem die wesentlichen Fundstücke aus den Teergruben ausgestellt sind. In Fachkreisen gilt Rancho La Brea als eine der bedeutendste Fossilienfundstääten der Erde, gerühmt für ihre in Größe und Auswahl einzigartige Sammlung ausgestorbener Eiszeit-Tiere und -Pflanzen. In aufwendig und sehr anschaulich gestalteten Szenarien können sich die Besucher ein sehr realistisch anmutendes Bild davon machen, wie Los Angeles vor 10.000 und 40.000 Jahren aussah, als anstelle von Bodybuildern und Models Säbelzahnkatzen und Mammute die Landschaft durchstreiften.

Vor dem Museums, im Hancock Park, sind lebensgroße Repliken mehrerer ausgestorbener Säugetiere gezeigt, dem Image der Filmmetropole entsprechend in höchst dramatischen Inszenierung beim Überlebenskampf. Neben den künstlichen Figuren blubbern indes realistisch und ganz echt die Teerlöcher. Unter den Attraktionen von Los Angeles gilt bei Insidern das Page Museum als Geheimtipp. Vor allem an Werktag-Vormittagen, während sich das Leben im Verborgenen der umliegenden Bürogebäude abspielt, lässt sich mitunter sogar eiszeitliche Einsamkeit am Tümpel nachempfinden.