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Tag: Neuengland

Mit Volldampf durch Neuengland

Der Essex Steam Train rollt fotogen durch Connecticut (c) Jody Dole

Der Essex Steam Train rollt fotogen durch Connecticut (c) Jody Dole

Vor nicht allzu langer Zeit zählte eine Fahrt mit dem Zug noch zu den luxuriösesten Formen des Reisens. Auch heute bieten Bahnreisen den Vorteil, bequem und ganz in Ruhe die vor dem Fenster vorbeiziehenden Landschaften zu genießen. In Neuengland gibt es eine Reihe historischer Züge, in denen sich die Passagiere entspannt zurücklehnen und zum Rhythmus der über die Schienen rollenden Räder Landschaft und Natur im Nordosten der USA bewundern können.

In den White Mountains von New Hampshire lassen sich im Herbst die leuchtenden Farben der Bäume bei einer altmodischen und sehr gemütlichen Zugfahrt besonders schön erleben. Die Conway Scenic Railroad bringt ihre Passagiere während einer fünfstündigen Tour (inklusive Mittagessen) zu den eindrucksvollen Herbstlandschaften New Hampshire, wobei sie einer über 130 Jahre alten, historischen Route folgt. Eine Fahrt mit der Winnipesaukee Railroad ist ein weiteres Bahnhighlight in New Hampshire. Die Eisenbahnlinie aus dem Jahr 1849 am Lake Winnipesaukee führt entlang der Vorgärten eleganter Wohnhäuser und gewährt dabei ungewöhnliche Einblicke.

Steil bergauf in den White Mountains (c) Cog Railway

Steil bergauf in den White Mountains (c) Cog Railway

Für Fotografiebegeisterte ist die Mount Washington Cog Railway ein verlo(c)kendes Motiv. Seit über 140 Jahren führt die steilste Bahnstrecke in Nordamerika Touristen auf den Gipfel des über 1.900 m hohen Mount Washington. Die spektakulären Panoramaausblicke auf dieser Tour umfassen die Berge und Täler von New Hampshire, Maine und Vermont und reichen im Norden bis nach Kanada und im Osten bis hin zum Atlantischen Ozean. Die Schönheit der Berge und der Nervenkitzel während der Fahrt auf den höchsten Gipfel im Nordosten der USA sind heute noch genauso faszinierend wie im Jahre 1869, als die weltweit erste Bergbahn mit Zahnradantrieb eröffnet wurde .

Die Winzer von Vermont produzieren eine Vielzahl hervorragender Weine. Bei einer Fahrt mit den „Wine Tasting Trains“ erfahren die Passagiere viel über die Weinproduktion des Green Mountain State, genießen dabei die malerischen Landschaften und probieren verschiedene preisgekrönte Weine und Käsesorten.

In Connecticut kann man die Fahrt mit einer historischen Eisenbahn und den Ausflug auf einem Dampfschiff direkt kombinieren. Das gibt es sonst nirgendwo in den USA. Erst führt der von einer Dampflok angetriebene und aufwendig restaurierte Essex River Steam Train seine Gäste rund eine Stunde durch das malerische Connecticut River Valley, anschließend geht es weiter mit dem Dampfschiff „Becky Thatcher“ auf eine zweistündige Flusskreuzfahrt vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Gillette Castle und dem Goodspeed Opera House.

Großartiges Panorama in den White Mountains (c) Cog Railway

Großartiges Panorama in den White Mountains (c) Cog Railway

Die Cape Cod Central Railroad in Massachusetts ist ein Erlebnis für Feinschmecker, die sich gerne auf charmant-altmodische Weise unterhalten lassen möchten. Vom Hyannis Depot aus geht es mit dem komfortablen Zug auf eine kulinarische Reise zurück in die Vergangenheit quer durch die verborgene Schönheit des Kaps mit seinen Dünen und der salzhaltigen Luft. Zu den verschiedenen Touren gibt es Mittagessen, Sonntagsbrunchs oder elegante Abendessen.

Wer gerne Neuenglands spektakuläre Küstenregion per Zug erkunden möchte, dem bietet sich mit dem Downeaster der staatlichen Eisenbahngesellschaft Amtrak die perfekte Gelegenheit. Mehrmals täglich fährt dieser Zug von der North Station in Boston nach Portland in Maine und wieder zurück, mit einer Option, von Portland aus weiter in das für seine Outletmalls bekannte Freeport oder in die Universitätsstadt Brunswick zu reisen.

Weitere Amtrak-Züge fahren ab Boston Richtung Süden durch Rhode Island zur Kolonialstadt Providence, nach Westerly, einer Stadt am Strand mit traditionsreichen Hotels, und nach Mystic im Bundesstaat Connecticut, wo ein Meeresmuseum und ein Aquarium besichtigt werden können.

Reiches Erbe zu entdecken – und zu erwerben

Kocian DePasqua Antiques - Woodbury, Connecticut

Kocian DePasqua Antiques – Woodbury, Connecticut

Für Kunst- und Geschichtsliebhaber, die sich für historisches Mobiliar und Memorabilia aus den letzten zwei Jahrhunderten begeistern, gibt es kaum ein besser bestücktes Revier als die Neuenglandstaaten, eine Region, in der sich überall sowohl die reiche Geschichte Amerikas als auch wertvolle Sammlerstücke finden lassen. Zu dieser speziellen Art von Schatzsuche eignen sich besonders die mit reduziertem Tempo beglückten Panoramastraßen, auf denen sich historische Städten aneinanderreihen, in denen Antiquitäten aus der Kolonialzeit sozusagen an jeder Straßenecke auf ihre Entdeckung warten.

Rhode Island ist der kleinste Staat der USA, doch auch dort lassen sich Antiquitäten und ein Kulturerbe finden, das bis 1636 zurückreicht. In Providence führt der Heritage Trail zu Geschäften wie Red Bridge Antiques mit einer feinen Sammlung neuenglischer Maler und Bildhauer oder zu Nostalgia, das für Glas, Porzellan und Juwelen bekannt ist. Auch der Providence Art Club mit kolonialen Antiquitäten aus Zinn, die Slater Watermill als Geburtsstätte der amerikanischen Industrie aus dem Jahr 1793 und das Smith-Appleby House lohnen einen Besuch. Darüber hinaus gibt es in Rhode Island eine Fülle einzigartiger Kunst und Möbel in den berühmten Herrenhäusern von Newport, den Newport Mansions zu besichtigen.

Die auch Antiques Alley genannte Route 4 führt durch die unvergleichliche Landschaft im südlichen New Hampshire. Die Strecke verläuft von Chichester nach Durham, und zu Neuenglands ältesten Antiquitätenvierteln in Northwood, Lee und Epsom. Über 500 Händler liegen auf dem Weg, zu den bekanntesten gehören Lee Circle Antiques für Möbel und Porzellan, und das Betty House für außergewöhnliche Holzarbeiten. Auch die Hauptstadt Concord mit ihrer interessanten Geschichte und die malerische Lakes Region lohnen einen Abstecher.

Die Route 6a auf Cape Cod in Massachusetts ist auch als Old Kings Highway bekannt und verbindet die historischen Städte Barnstable, Sandwich, Yarmouth, Brewster, Bourne und Dennis. Highlights auf der Strecke sind das Antiques Center of Cape Cod und Wisteria Antiques, ein zum Antiquitätengeschäft umgebautes viktorianisches Haus. In Sandwich können Besucher des Heritage Museum & Gardens einen wunderschönen Blumengarten, ein antikes Karussell sowie eine Sammlung amerikanischer Autoklassiker besichtigen.

Durch hügelige Landschaften und historische Orte Connecticuts von Hartford bis ins malerische Woodbury mit weißen Kirchtürmen, restaurierten Kolonialhäusern und rund zahlreichen Antiquitätengeschäften schlängelt sich der Woodbury Antiques Trail. Walin Frey Antiques beeindruckt mit amerikanischer Kunst und Möbeln des 17. bis 19. Jahrhunderts, andere Geschäfte haben sich auf Porzellan, Art Deco, Uhren, Bücher und Schmuck spezialisiert. Das Antique Center in Statford beherbergt zudem über 200 Händler und auf dem Antiques Marketplace in Putnam lassen sich vornehmlich Stücke des 18. und 19. Jahrhunderts aufspüren.

Der durch Maine laufende Teil der Route 1 besitzt eine atemberaubende Küste und hervorragende Antiquitätengeschäfte. Ausgangspunkt ist York, der älteste urkundlich erwähnte Ort Amerikas. Von hier führt der Weg in nördliche Richtung über Wells und Kennebunkport nach Arundel, wo Antiques USA, Antiques On Nine und Henman’s Antiques zu den bekanntesten Händlern zählen. Lohnenswerte Stopps unterwegs sind der Cliff Walk in York, der herrliche Ausblicke auf die eindrucksvolle Felsenküste bietet, Walker’s Point (die Sommerresidenz des ehemaligen US-Präsidenten George Bush) und Perkins Cove in Ogunquit.

Die malerische Route 100 in Vermont ist berühmt für ihre wunderschönen Green Mountains, doch der Weg ist auch für Kunst- und Antiquitätensammler interessant. Zwischen Wilmington und der kanadischen Grenze gibt es historische Städte wie Bennington zu entdecken, wo sich mit Antiques in Camelot das größte Antiquitätengeschäft des ganzen Bundesstaats niedergelassen hat. Weitere empfehlenswerte Geschäfte wie das Windham Antique Center, Conways Antiques in Rutland und Mill House Antiques & Gardens verfügen ebenfalls über eine große Auswahl. Wandern, Angeln, Golfspielen und Radfahren in den Green Mountains stellen eine willkommene Abwechslung und Ergänzung zum schöngeistigen Besichtigungsprogramm dar.

 

Neuengland von seiner festlichen Seite

Chanteymen spielen Seemannslieder beim Seaport Music Festival (c) Mystic Seaport.jpg

Chanteymen spielen Seemannslieder beim Seaport Music Festival (c) Mystic Seaport.jpg

Zu jeder Jahreszeit spielt sich ein Großteil des Lebens in Neuengland unter freiem Himmel ab. So locken auch in diesem Jahr hochkarätige Festivals und Events rund um die Themen Kulinarik, Musik, Natur und Geschichte in die sechs Bundesstaaten im Nordosten der USA.

Vermont Maple Festival, 24.-26. April 2015

Das Vermont Maple Festival in St. Albans feiert alles, was im Zusammenhang mit Vermonts berühmtem Ahornsirup steht. Besucher können Ausstellungen anschauen, Kochvorführungen erleben, die Sugarhouses besichtigen, wo der Sirup hergestellt wird, und natürlich die Leckereien probieren, die sich mit dem goldenen Saft herstellen oder verfeinern lassen. www.vtmaplefestival.org

Boston Jazz Week, 24. April – 3. Mai 2015

Die zehntägige Boston Jazz Week präsentiert mit renommierten lokalen und internationalen Künstlern die gesamte Bandbreite des Jazz. Neben den Konzerten werden Meisterklassen vorgestellt und Diskussionsrunden und Workshops laden Besucher zur aktiven Teilnahme ein. www.jazzboston.org

Sea Music Festival, 11.-14. Juni 2015

Das Sea Music Festival im Mystic Seaport in Connecticut zelebriert mit musikalischen Darbietungen sowohl die maritime Kultur der USA als auch die vieler anderer Länder. Künstler und Entertainer präsentieren dabei ihre Songs in Form der klassischen Musiktradition des Goldenen Zeitalters der Segelschifffahrt. www.mysticseaport.org/event/sea-music-festival-2

New England Brewfest, 26.-28. Juni 2015

Die besten Biere aus Neuengland werden auf dem New England Brewfest in der historischen Altstadt von Lincoln, New Hampshire vorgestellt. Mitten im Herzen der White Mountains können Besucher über 100 verschiedene Brauerzeugnisse frisch vom Fass probieren und bei einem großen kulinarischen und musikalischen Rahmenprogramm viel über die Bierherstellung erfahren. www.nebrewfest.com

Unabhängigkeitsparade in Bristol, Rhode Island (c) Discover Newport.jpg

Unabhängigkeitsparade in Bristol, Rhode Island (c) Discover Newport.jpg

Amerikas älteste Parade zum Unabhängigkeitstag, 4. Juli 2015

Im historisch angehauchten Bristol in Rhode Island findet jedes Jahr am 4. Juli die älteste Independence Day Feier der USA statt. Die Stadt verfügt über einen schönen Blick auf die Narragansett Bay und eine klassische ‚American Main Street‘ mit prächtigen Herrenhäusern, die dem Anlass entsprechend patriotisch dekoriert werden. www.explorebristolri.com

Acadia Night Sky Festival, 10.-14. September 2015

Der Acadia Nationalpark in Maine ist die Heimat eines sternenübersäten Nachthimmels und bietet in und um Bar Harbor mit dem Acadia Night Sky Festival vielfältige Events zu den Themen Kunst, Musik, Wissenschaft, Poesie und Sternenbeobachtung. Zu den Highlights gehören eine Sternenparty auf dem Cadillac Mountain und nächtliche Paddelausflüge bei Castine Harbor. www.acadianightskyfestival.com

Weitere Events und Veranstaltungen auf www.neuenglandusa.de/events.

 

Viele Pfade führen zu den „native people“

Nachfahren der amerikanischen Ureinwohner auf der Plimoth Plantation (c) Plimoth Plantation

Nachfahren der amerikanischen Ureinwohner auf der Plimoth Plantation (c) Plimoth Plantation

Das Wissen, die Erfahrungen und die Traditionen der Ureinwohner haben auch die Geschichte und die Kultur Neuenglands geprägt und bereichert. Im Nordosten der USA lebten schon vor vielen Jahrtausenden die ersten Bewohner ein Leben im Rhythmus der Jahreszeiten, bauten Bohnen, Mais, Kürbis und Wildreis an, fingen Lachs, Forellen und Kabeljau und fuhren in ihren leichten Kanus aus Birkenrinde aufs offene Meer hinaus. Die ersten Begegnungen mit Europäern vor rund 400 Jahren führten zu weit reichenden Veränderungen für alle Beteiligten.

Glücklicherweise konnten die Stämme jedoch ihre Identität weitestgehend erhalten und so haben Reisende in Neuengland auch heute noch die Möglichkeit, sich intensiv mit der Kultur der Indianer zu beschäftigen, über deren Namen und Spuren man allerorten stolpert. Anders als in vielen Regionen Nordamerikas lebt hier nur ein relativ kleiner Teil in Reservaten, wie bei den Penobscot in Maine, die auch Besucher willkommen heißen. Die meisten „Native People“ in den sechs Bundesstaaten Neuenglands sind gut in die Gemeinden integriert und eine Vielzahl von Einrichtungen und Initiativen bemüht sich, das Erbe ihrer Vorfahren zu bewahren.

Wigwam in Originalgröße

In Vermont siedelten sich vor rund 13.000 Jahren die Paläoindianer an, deren Nachfahren als Abenaki bekannt sind. Das Vermont History Museum in Montpelier beleuchtet die Geschichte des Bundesstaates und widmet sich entsprechend ausführlich dem Leben der Ureinwohner in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die interaktive Multimedia-Ausstellung „Freedom and Unity“ gibt Besuchern Gelegenheit, den Nachbau eines Abenaki Wigwams in Originalgröße zu betreten und thematisiert die Wechselwirkungen der Begegnungen mit den weißen Siedlern aus Europa. ,

Das Mashantucket Pequot Museum in der Nähe von Mystic, Connecticut lässt nicht nur die 20.000-jährige Geschichte und Kultur der Pequot eindrucksvoll wieder aufleben, sondern befasst sich auch mit anderen nordamerikanischen Stämmen. Im weltweit größten Museum zu diesem Thema kann man unter anderem ein rekonstruiertes Dorf besichtigen.  Jedes Jahr im August laden die Stammesmitglieder Einheimische und Touristen zum Schemitzun PowWow ein, wo die traditionelle Lebensweise voller Stolz präsentiert und zelebriert wird. Zusammen mit ihren Familien und Freunden anderer Stämme führen sie traditionelle Tänze vor, stellen Schmuck aus Muscheln, Perlenstickereien und Fischernetze her, machen mit Steinen Feuer, um darüber zu kochen und erzählen Geschichten ihrer Ahnen.

Leben wie seit ewigen Zeiten

Tanzvorführung beim PowWow (c) Mashantucket Pequot Museum & Research Center

Tanzvorführung beim PowWow (c) Mashantucket Pequot Museum & Research Center

Die Wampanoag Homesite im Freilichtmuseum Plimoth Plantation liegt an den Ufern des Eel River in Massachusetts. Hier können Besucher die traditionellen Häuser der Wampanoag besichtigen und dabei zusehen, wie dieser Stamm im 17. Jahrhundert mit Ackerbau, Jagd, Fischfang und der Herstellung von Matten und Körben aus Schilf seinen Lebensunterhalt verdiente. Die hier arbeitenden Ureinwohner sind historisch korrekt gekleidet, sprechen über die Geschichte und Kultur der Wampanoag und kennen sich sehr gut aus in den Traditionen der Menschen, die seit ewigen Zeiten in dieser Region gelebt haben.

Das Mount Kearsarge Indian Museum in Warner, New Hampshire thematisiert ebenfalls die bereits seit 20.000 Jahren existierende Kultur der amerikanischen Ureinwohner und ihren Umgang mit der Natur. Zu diesem Zweck präsentieren Wechselausstellungen typische Gebrauchsgegenstände, Textilien, Bekleidung, Keramikwaren, Kanus und andere Exponate. Ein besonderes Highlight des Museums ist der Medicine Woods Nature Trail, ein Lehrpfad, der durch einen Garten mit über 100 Heilpflanzen führt.

Zwischen Land und Meer

Zu den vier Stämmen Maines gehören die Maliseet, Micmac, Penobscot und Passamaquoddy, die zusammen als Wabanaki bekannt sind. Jede Gemeinschaft verfügt über eine eigene Stammesregierung, Gemeinschaftsschulen, ein Kulturhaus und jede verwaltet ihr jeweiliges Land und die natürlichen Ressourcen selbst. Das Abbe Museum in Bar Harbor präsentiert ihre individuelle Geschichte und ihre vielfältigen Kulturen durch Wechselausstellungen, Veranstaltungen und Lehrwerkstätten für Kinder und Erwachsene.

Lange bevor Rhode Island als solches existierte, bewohnte schon der Stamm der Narragansett diese Küstenregion. Das Tomaquag Museum in Exeter widmet sich insbesondere der Geschichte dieses seefahrenden Volkes, versucht zudem aber auch ein größeres Verständnis für alle Ureinwohner Neuenglands zu erzielen. Das Museum beherbergt eine einzigartige Sammlung mit über 20.000 Exponaten, dazu gehören historische Artefakte, Bilder und andere Kunstwerke. Außerdem werden Vorträge, kulturelle Darbietungen und Workshops zu Perlenarbeiten, Keramik, Malerei und ganzheitlicher Heilung durch Kräuter angeboten, um die Denkweise der Narragansett zu veranschaulichen.

Und jährlich lockt die „Foliage“

Newport, Rhode Island (c) Discover New England

Neuengland ist nicht nur ein beliebtes Ziel für USA-Reisende, die das Meer und abwechslungsreiche Landschaften lieben,und etwas übrig haben für eher kleine Ortschaften und überschaubare Landstriche. Ins den Mittelpunkt des Interesses rückt die Region jedes Jahr im Herbst, weil sich dann für Fotografen und Fotografieinteressierte während des berühmten Indian Summers von Ende September bis Ende Oktober spektakuläre Motive bieten.

In dieser Zeit werden die sechs zu Neuengland gehörenden US-Bundesstaaten zur perfekten Kulisse für grandiose Aufnahmen, wenn das bunte Herbstlaub für ein überwältigendes Farbschauspiel sorgt. Die Laubfärbung verläuft von Norden in Richtung Süden und endet in der Regel um den 20. Oktober, wobei die beste Zeit zur Beobachtung die erste Oktoberhälfte ist. Einen sehr präzisen Überblick über den jeweiligen Stand der Dinge liefern Websites wie das Foliage Network, der Weather Channel oder Yankee Foliage.

Obwohl die Herbstfarben natürlich in der gesamten Region vorkommen, sind die Berge und Hügel mit ihren großartigen Ausblicken auf das Farbmeer aus gelb, orange und rot der eindrucksvollste Ort, um den Indian Summer zu erleben. Der Tourismusverband „Discover New England“ hat für Besucher einige Empfehlungen zusammengestellt, die zu besonders spektakulären Blickpunkten führen.

Der Kent Falls State Park an der Route 7 in Connecticut ist bekannt für seine schönen Wasserfälle, die über viele Felsen 75 m hinab in den Housatonic River stürzen und im Herbst ein großartiges Motiv abgeben www.berkshirehiking.com/hikes/kent_falls.html.

In New Hampshire sollte man zur Motivsuche mit der Zahnradbahn auf den Gipfel des Mount Washington fahren. Vom höchsten Berg im Nordosten der USA hat man eine gewaltige Aussicht. Alternativ können Besucher auch mit dem Auto hinauf fahren oder an einer geführten Tour teilnehmen www.thecog.com.

Auch in den White Mountains gibt es spektakuläre Ausblicke auf das bunte Herbstlaub, wie zum Beispiel bei einer atemberaubenden Fahrt auf der wunderschönen Panoramastraße Kancamagus Byway www.kancamagushighway.com.

In Rhode Island empfiehlt sich eine Bootstour durch das Blackstone River Valley, der Geburtsstätte der industriellen Revolution www.rivertourblackstone.com.

Ebenfalls sehr beliebt zur Zeit des Indian Summer ist ein Besuch des Roger Williams Park Zoo mit seinen vielen Tieren, dem botanischem Garten und herrlichen Bootstouren www.rwpzoo.org.

Der Camden Hills State Park in Maine ist ein riesiger Park, wo Besucher auf rund 50 km an Wanderwegen atemberaubende Panoramaausblicke auf herrliche Seen und dicht bewaldete Hügel zur Verfügung haben www.camdenmainevacation.com/camden-hills-state-park.php.

Auch der Moosehead Lake, der mit über 80 Inseln größte See im US-Bundesstaat Maine und der größte Bergsee in den östlichen Vereinigten Staaten, ist ein begehrter Fotospot www.moosehead.net.

In Vermont zählen die überdachten Brücken von Montgomery, die urigen Bauernhöfe von Windsor County und die ländliche Schönheit der Route 100 zu den besten Plätzen, um den Indian Summer mit der Kamera einzufangen www.vermontvacation.com/fall.aspx.

Interessierte können kostenlose Neuengland Broschüren Email an und Kartenmaterial bei Discover New England anfordern. Per Mail über discovernewengland@getitacross.de oder direkt im Internet unter www.neuenglandusa.de.