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Tag: Reisen

Nonstop Las Vegas

Leuchtzeichen sind Markenzeichen der Entertainment-Hauptstadt der USA. (c) Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA)

Leuchtzeichen sind Markenzeichen der Entertainment-Hauptstadt der USA. (c) Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA)

Condor hat jetzt eine neue Nonstop-Verbindung von München nach Las Vegas aufgenommen. Während der Sommermonate fliegt die Airline jeden Mittwoch und Samstag von MUC mit einer Boeing 767-300 in die Entertainment-Metropole in Nevada (USA). „Wir freuen uns sehr, dass unsere Partnerschaft mit Condor durch die neuen Direktflüge von München nach Las Vegas weiter ausgebaut wird“, so Cathy Tull, Senior Vice President of Marketing der Las Vegas Convention and Visitors Authority.

Las Vegas verstärkt seine Sichtbarkeit auf der Reisekarte

„Durch die neue Route erwarten wir ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 13,1 Millionen US Dollar für die Region“, so Tull weiter. „Die internationale Erreichbarkeit durch Direktflüge ist der Schlüssel, damit Las Vegas im Gedächtnis von potenziellen Besuchern ist und bleibt – nicht nur in Deutschland sondern europaweit.” Jens Boyd, Group Head of Long-Haul bei Condor, ergänzte: „Der nordamerikanische Markt ist für uns sehr interessant und daher freuen wir uns, das Condor Flugangebot dorthin zu erweitern.“

Ausgangspunkt für Reisen im Südwesten der USA

Der Flug ist zum Beispiel für Menschen interessant, die den Südwesten der USA bereisen wollen. Naturwunder wie der Grand Canyon, der Zion National Park oder der Bryce Canyon sind weniger als eine Tagesreise entfernt. Mit dem Hoover Dam befindet sich ein technisches Großbauwerk in unmittelbarer Nähe, das Standards gesetzt hat. Die Stadt Las Vegas selbst ist längst ihrem Image als Spielerstadt entwachsen und bietet sowohl beim Unterhaltungsniveau und bei der Kulinarik Spitzenangebote. Die Hotelzimmer in der Stadt gelten als vergleichsweise günstig; schließlich sollen die Reisenden ihr Geld nicht verschlafen…

Flüge jeweils am Mittwoch und Samstag

Condor wird die Flüge zum McCarran-Airport mit einer Boeing 767-300 durchführen, die neben der Economy und Premium Class auch mit einer komfortablen Business Class ausgestattet sind. Alle Sitze sind mit einem HD Monitor sowie mit USB-Ports zum Laden der elektronischen Geräte ausgestattet. Die Airline startet in München mittwochs um 16.30 Uhr, samstags um 9.35 Uhr und erreicht Las Vegas um 19.45 Uhr bzw. 12.50 Uhr Ortszeit. Der Rückflug startet um 23.15 Uhr bzw. 14.55 Uhr dortiger Ortszeit.

Mit dem Radl über den Mississippi

Das Big River Crossing bei Memphis ist nicht mehr nur für Züge möglich. Auch Radler überqueren den Mississippi nun in der obersten Etage. (c)  www.memphis-mississippi.de

Das Big River Crossing bei Memphis ist nicht mehr nur für Züge möglich. Auch Radler überqueren den Mississippi nun in der obersten Etage. (c) www.memphis-mississippi.de

Der längste Fuß- und Radweg entlang einer aktiven Eisenbahnbrücke in den USA entsteht mit dem Big River Crossing über den Mississippi. Der an die Harahan Bridge montierte Weg ist schon so gut wie fertig gestellt und soll am 22. Oktober eröffnet werden.

In luftiger Höhe über Ol‘ Man River

Anderthalb Kilometer weit überspannt die 1916 erbaute Harahan Bridge den mächtigen Mississippi bei Memphis. Endlose Güterzüge ziehen langsam über die stählerne Großkonstruktion. Seit neuestem, zu ihrem 100. Geburtstag, funkelt ein schmales Band an der Memphis zugewandten Seite: Ein Rad- und Fußweg in luftiger Höhe entlang der Bahnstrecke verbindet neuerdings Memphis im US-Staat Tennessee mit West Memphis in Arkansas. Big River Crossing ist der letzte Lückenschluss der 16 Kilometer langen Freizeitroute „Main Street to Main Street“ einschließlich des Big River Trail.

Ein alter Traum wird wahr

In den Anfangsjahren der Brücke hatte es schon einmal einen Fahrweg gegeben, der aber dann eigenen Autobrücken über den Ol‘ Man River weichen musste. Die ersten Planungen für den neuen Fuß- und Radweg begannen schon 1975.

Zur Eröffnung am 22. Oktober soll die Brücke in Festbeleuchtung erstrahlen. Einen virtuellen Vorab-Besuch mit Rundum-Videos erlaubt die Website www.bigrivercrossing.com.

Der neue Weg ist verknüpft mit rund 100 Kilometern bereits ausgewiesener Radrouten in Memphis. Zahlreiche Läden vermieten Räder. Die Radkarte Memphis Bike Map kann beim Verkehrsbüro Memphis & Mississippi kostenlos angefordert werden.

Mit glühender Begeisterung: Barbeque in Texas

Auf den Grill kommen in Texas keine Kleinigkeiten (c) Scott Sporleder

Auf den Grill kommen in Texas keine Kleinigkeiten (c) Scott Sporleder

Nicht selten als texanischer Nationalsport bezeichnet, ist Barbecue ein Lebensgefühl des „Lone Star State“. Südöstlich von Austin haben sich fünf Gemeinden zum Texas Barbecue Trail zusammengeschlossen. In Elgin, der „Sausage Capital of Texas“, kommen noch heute die einstigen Rezepte der deutschen Vorfahren zur Anwendung. Und in Houston, Tyler und Brady dreht sich bei verschiedenen großen und kleinen Barbecue-Meisterschaften sowie Festen alles um Steak, Rippchen & Co.

Bastrop, Taylor, Elgin, Lockhart und Luling teilen eine große Leidenschaft: das Barbecue. Jene fünf Gemeinden bilden den Texas Barbecue Trail. Die Ortschaft Lockhart sticht dabei hervor, denn sie wurde von der 76. Texanischen Legislatur zur offiziellen Barbecue-Hauptstadt des Bundesstaates ernannt.

Kochkunst mit Tradition

Seit mehr als vier Generationen hat sich das Lockhart Black’s Restaurant dieser Kochkunst verschrieben. Die meist sehr großen Fleischstücke werden langsam, bei mäßiger Temperatur in einem sogenannten Barbecue-Pit zubereitet, einem geschlossenen Grill, der in seiner Art an jene Gruben im Boden erinnert, in welchen in der Vergangenheit das Fleisch über glühender Holzkohle geräuchert wurde.

Das Familienlokal, welches 1932 gegründet wurde, gilt als das älteste in Texas. Nur knapp 80 Kilometer entfernt, führt der Texas Barbecue Trail durch Elgin. Hier leistet das Meyer’s Elgin Smokehouse einen entscheidenden Beitrag zum Titel als Wursthauptstadt Texas, denn noch heute wird das Grillgut nach jenem deutschen Rezept zubereitet, welches Henry Meyer im späten 18. Jahrhundert von Deutschland mit in die USA brachte.

Der fein abgestimmte Rauch gibt dem Barbeque die richtige Würze (c) Scott Sporleder

Der fein abgestimmte Rauch gibt dem Barbeque die richtige Würze (c) Scott Sporleder

Der Rauch macht’s, nicht die Sauce

Der seit 1900 betriebene Kreuz Market in Lockhart vertritt eine ganz eigene Haltung und wahrt damit alte Traditionen: Kein Spritzer Barbecue Sauce findet den Weg auf den Teller. Die texanische Grillkunst steht und fällt mit dem Rauch, welcher dem Fleisch das eigentliche Aroma verleiht. So wird in diesem Familienbetrieb Barbecue Sauce als Blasphemie betrachtet, die einzig kaschiert, was nicht gut und geschmackvoll ist.

Die Realität sieht jedoch anders aus, denn Texaner lieben ihre Sauce und jede Familie hütet ihr Rezept wie ein Geheimnis. Bereits 1937 wurden in den Dallas Morning News die wichtigsten Bestandteile der texanischen Barbecue-Sauce festgehalten: Essig, Wasser, Butter, schwarzer Pfeffer und Cayennepfeffer, Ketchup oder Tomatensauce sowie Worcester-Sauce.

Meister im Wettstreit am Grill

Den Beweis, dass Barbecue für die Texaner viel mehr ist als nur ein Grillfest oder eine spezielle Gar- bzw. Räuchermethode, liefern verschiedenste Kochwettbewerbe, Barbecue-Meisterschaften und Veranstaltungen in ganz Texas. So wird bereits Anfang März in Houston mit über 250 konkurrierenden Teams der World’s Championship Barbecue Contest ausgetragen.

Am 22. Mai fällt zudem der Startschuss für das jährliche Houston Barbecue Festival, welches einen Einblick in die Barbecue-Szene der zweitgrößten texanischen Stadt gewährleistet. Tyler in der Piney Woods Region sowie Brady in Hill County machen die Reise in das kulinarische Texas mit dem Red Dirt Barbecue and Music Festival am 14. Mai 2016 und dem World Championship Barbecue Goat Cook-Off am 2. und 3. September perfekt.

Nevada – einfach außerirdisch

 Ghost Rider, by Albert Szukalski, is a sculpture at the Goldwell Open Air Museum adjacent to the ghost town of Rhyolite. Photo credit: Chris Moran/TravelNevada


Ghost Rider, by Albert Szukalski, is a sculpture at the Goldwell Open Air Museum adjacent to the ghost town of Rhyolite.
Photo credit: Chris Moran/TravelNevada

Außerirdische, UFO-Sichtungen, ein streng geheimes Testgebiet und mondähnliche Landschaft, das alles befindet sich in Nevada entlang der Route 375, auch „Extraterrestrial Highway“ genannt. Diese Bezeichnung bedeutet so viel wie außerirdischer Highway und rührt daher, dass die Straße in der Nähe der sagenumwobenen Area 51 verläuft, wo laut einiger Aussagen ungewöhnliche Dinge gesichtet wurden. Aliens oder nicht, die menschenleere Umgebung des „ET“ Highway ist, mit nur etwa 200 passierenden Autos pro Tag, wirklich unheimlich.

Auch wenn Besucher im restlichen Nevada dazu aufgefordert werden die Umgebung zu erkunden, sollten sie sich hier nicht zu weit von den Straßen entfernen – denn ganz schnell kann es passieren, dass Soldaten einen zum umdrehen auffordern…auch wenn die Area 51 „offiziell“ gar nicht existiert.

Die Geister der Vergangenheit

Nevada ist bis heute, nach Afrika, der weltweit zweitgrößte Goldproduzent und zog in frühen Jahren viele Goldsucher an, die sich in vielversprechenden Gegenden zum Rohstoffabbau ansiedelten. Nachdem Goldadern ausgeschöpft waren oder die Suche nach Edelmetallen erfolglos blieb, wurden die Städte jedoch schnell wieder verlassen und starben langsam aus. So ist Nevadas Landschaft bis heute von Geisterstädten durchzogen, deren Besuch eine Stippvisite in die Vergangenheit darstellt.

Etwa zwei Stunden Fahrtweg von Las Vegas entfernt liegt die 1905 gebaute Stadt Rhyolite, welche innerhalb von fünf Jahren flott auf eine Größe von über 6.000 Einwohnern wuchs. Heute ist die Stadt ein Freilichtmuseum, wo unter anderem ein komplett aus Flaschen gebautes Haus bestaunt werden kann. Ende der 80er Jahre schuf ein belgischer Künstler sieben Geisterskulpturen aus Acryl, welche die einzigen ständigen Bewohner der Stadt sind.

Flüchtiger Glanz des Goldes

Im Zentrum Nevadas gelegen produzierte Belmont von 1865 bis 1890 etwa 15 Millionen US-Dollar in Gold und Silber. Nachdem die Adern erschöpft waren, wurde Belmont sehr schnell verlassen und verfiel nach und nach. Das alte Belmont ist aber immer noch gut erhalten und entlang der heute asphaltierten Hauptstraße können die Ruinen der ehemaligen Stadt bestaunt werden.

Neben Rhyolite und Belmont gibt es natürlich noch weitere Geisterstädte wie Goldfield, Midas, Berlin, Silver Peak oder Goldpoint, in denen teilweise auch die alten Mienen besucht werden können.

Wegbegleiter für den Island-Stopover

Hoch hinaus mit Unnur (c) Icelandair

Hoch hinaus mit Unnur (c) Icelandair

Island, die nordische Insel aus Feuer und Eis, lockt als außergewöhnliches Zwischenziel auf dem Weg nach Nordamerika. Icelandair-Passagiere, die das Eiland im Atlantik auf besonders authentische Weise entdecken möchten, können dies ab sofort mit ihrem persönlichen „Stopover Buddy“: Im Rahmen der globalen Kampagne #MyStopover zeigen Icelandair-Mitarbeiter Reisenden „ihr“ kulinarisches, kulturelles oder sportliches Island.

Bis zu sieben Nächte Aufenthalt

Die Aktion ist Teil der 2014 gestarteten internationalen Kampagne, die unter dem Motto „Some airlines give you miles, Icelandair gives you time“ auf die einmalige Stopover-Möglichkeit von Icelandair aufmerksam machen möchte. So können alle Reisenden auf Transatlantik-Strecken einen Aufenthalt bis zu sieben Nächten in Island genießen, ohne dass sich der Flugpreis erhöht.

Die Deutschen reisen zwar gern – Tourist aber möchten sie nicht unbedingt sein: Zu diesem Ergebnis kam eine von Mortar London im Auftrag von Icelandair durchgeführte Studie, in der 78 Prozent der Befragten zugaben, nur ungern als Tourist erkannt zu werden. Stattdessen bevorzugen Reisende, Land und Leute auf authentische Weise kennenzulernen. Genau das können Icelandair-Passagiere, die einen Stopover in Island einlegen, nun mit dem neuen Stopover Buddy Service.

„Buddy“ bleibt einen ganzen Tag an der Seite

Bis einschließlich 30. April 2016 können sie bei Flugbuchungen einen persönlichen Icelandair-Begleiter anfragen. Dieser verbringt mit den Reisenden einen Tag in Island und ermöglicht ein besonderes Erlebnis auf der Insel im Atlantik. Zur Auswahl stehen dabei zahlreiche Buddys mit den Themenschwerpunkten Abenteuer, Kultur, Kulinarik, Gesundheit, Lifestyle und Natur: Birkir, CEO von Icelandair, zeigt beispielsweise Islands Skiwelt abseits der gängigen Skigebiete, während Fitnessfans mit Dagur, der seit 30 Jahren in der IT-Abteilung arbeitet, über Stock und Stein, Schneefelder und Lavalandschaften joggen können.

Besonders Wagemutige wählen Sigrun als Buddy. Die Pilotin nimmt Reisende mit auf eine Downhill-Tour in den vereisten isländischen Bergen. Wellness mal anders gibt’s mit Margret, seit 30 Jahren Flugbegleiterin bei Icelandair: Sie springt mit Stopover-Passagieren in zahlreiche geothermale Quellen, während mit Inga traditionelle, frische isländische Fischgerichte gekocht werden.

Ohne Umwege mitten hinein ins Leben

Birkir Hólm Guðnason, CEO Icelandair: „Gemeinsam haben wir den Stopover Buddy Service ausgearbeitet und besondere Interessen, Hobbys und lokales Wissen unserer Mitarbeiter gesammelt, um Reisenden eine einzigartige und individuelle Erfahrung bieten zu können. Die Icelandair-Buddys freuen sich darauf, Passagieren einen Teil ihres Lebens zu zeigen und ihnen dadurch eine authentische Zeit während ihres Stopovers in Island zu ermöglichen.“

Der Stopover Buddy Service kann zwischen 2. Februar und 30. April 2016 von Icelandair-Transatlantikpassagieren gebucht werden. Dabei ist der Zwischenstopp nicht einmal ein Umweg: Dank Islands einzigartiger Lage zwischen Nordamerika und Europa ist ein Stopover auf dem bezaubernden Eiland eine willkommene Ergänzung zu einem Nordamerikaaufenthalt. Derzeit steuert Icelandair 16 Ziele in den USA und Kanada an. Die Buddy-Trips sind für Stopover-Passagiere kostenlos (exklusive persönliche Ausgaben und Eintritte). Die Buddys verbringen dabei jeweils einen Tag mit den Islandbesuchern. Nähere Informationen zum Stopover Buddy Service gibt es unter www.icelandair.de/stopover-buddy. Interessierte finden dort auch die Videos, in denen die Buddys vorgestellt werden.

 

Wie ein Ozean aus Sand

Die Dünen im Great Sand Dunes Nationalpark mit dem Cleveland Peak im Hintergrund (c) National Park ServiceNomen est omen – die Sanddünen des Great Sand Dunes National Park and Preserve im US-Bundesstaat Colorado sind mit einer Höhe von rund 230 Metern nicht nur die höchsten Dünen Nordamerikas, sondern auch ein großartiges Naturschauspiel, das aus der Ferne an ein Meer mit Wellen aus Sand erinnert. Die einzigartige Hochgebirgswüste liegt vor den Sangre de Cristo Mountains, einer zu den Rocky Mountains gehörenden Bergkette, die sich bis auf über 4.000 Meter erhebt.

Geschütztes Naturwunder

Auf einer Fläche von rund 340 Quadratkilometern erstreckt sich neben der Dünenlandschaft eine abwechslungsreiche Wildnis aus weitläufiger Steppe, Sumpf, Wäldern und Bergseen. Die ältesten Zeugnisse von Menschen in dieser Gegend sind etwa 11.000 Jahre alt und stammen von Nomaden aus der Steinzeit, die mit Speeren Mammuts und Bisons jagten. In den 1920er Jahren schlugen Bürger vor, die Dünen vor einer Zerstörung durch Menschenhand zu bewahren, und baten den Kongress, sie als nationales Denkmal zu schützen. 1932 trat diese Eingabe per Gesetz in Kraft, 2004 wurde das Gebiet darüber hinaus zu einem Nationalpark erklärt.

Tagesprogramm mit Rutschpartie

Pflichtprogramm für die meisten Besucher ist natürlich der Aufstieg auf einen der imposanten Sandberge, von denen fünf über 200 Meter hoch sind. Mit einer Höhe von „nur“ etwa 198 Metern ist die High Dune das beliebteste Besucherziel im Park, da sie einen herrlichen Blick auf das Dünenfeld bietet. Um zu ihrer Spitze und wieder zurück zu wandern, benötigt man etwa 2 Stunden. Westlich von ihr liegt die Star Dune, die mit rund 230 Metern höchste Düne Nordamerikas. Die Wanderzeit zu ihr hin und zurück beträgt rund 5 Stunden. Auch Snowboarder haben die Dünen längst als Spielwiese für sommerliche Rutschpartien entdeckt. Das so genannte Sandboarding, bei dem sportlich ambitionierte Besucher über den Sand hinab gleiten, ist überall auf dem Dünenfeld erlaubt. Schlitten und Sandboards können direkt am Parkeingang bei einem Outfitter ausgeliehen werden.

Verlockendes Wanderrevier auch für Fortgeschrittene

Die Wildnis des Schutzgebietes lässt sich hervorragend bei Tageswanderungen und mehrtägigen Rucksacktouren erkunden. Vom höchsten Punkt des Montville Nature Trail hat man einen herrlichen Panoramablick, der Mosca Pass Trail hingegen folgt den Spuren der Ureinwohner und Siedler. Wer die Gebirgsregion intensiv erkunden möchte, sollte sich vom Medona Pass aus zum Medona Lake aufmachen. Die Strecke verläuft erst durch üppige Wiesen und Wälder, und endet an diesem Gebirgssee in Höhe der Baumgrenze. Für fortgeschrittene Wanderer geht es von dort noch weiter auf den Gipfel des über 4.000 Meter hohen Mount Herard, wo man einen atemberaubenden Blick auf die Dünen hat.

Zelten direkt in den Dünen

Der ganzjährig geöffnete Great Sand Dunes Nationalpark liegt fünf Autostunden (390 km) südlich von Denver. Der Eintrittspreis für eine  Woche beträgt 3 USD für Erwachsene, für Besucher unter 16 ist der Eintritt frei. Mit dem National Parks Pass können bis zu vier Insassen eines Autos für 80 USD ein Jahr lang alle Nationalparks der USA besuchen. Motels und Lodges befinden sich außerhalb des Parks. Der Piñon Flats Campingplatz im Park bietet von April bis Oktober über 90 Plätze. Für authentisches Wüstenfeeling sollte man direkt in den Dünen zelten, was außerhalb des Tagesbesuchern vorbehaltenen Bereichs möglich ist. Hierzu benötigt man eine kostenlose Genehmigung, die im Besucherzentrum erhältlich ist. Direkt angrenzend an den Park im San Luis Valley befindet sich die Zapata Ranch, eine Bisonranch, die ihren Gästen authentisches Cowboyleben vermittelt www.zranch.org.

Denver, nicht nur wegen der Berge

Morgens kurz vor acht kam ich in Denver an. Eine Nacht lang war der „Empire Builder“ von Chicago kommend Richtung Westen geeilt. Das leichte Vibrieren der Waggons kam dem Schlaf entgegen, das entfernte Heulen des Dieselhorns, dieser eigenartige, durchdringende Klang hatte jedoch diesen Zustand des vor sich hin Dämmerns erzeugt, in dem der Geist nie wirklich abwesend ist, aber jedes Gefühl für Zeit und Raum verlieren lässt. Es hatte mir keiner gesagt, dass diese transkontinentalen Amtrak-Züge in den Bahnhof von Denver rückwärts hineinstoßen. Die Entdeckung verblüffte mich dann, den damals noch recht unerfahrenen USA-Reisenden, doch arg: Eine Großstadt, in die ein Hauptverkehrsmittel auf einem einsamen Gleis im Rückwärtsgang hineinzuckelt, langsamer als die bimmligste Bimmelbahn? Kann das sein? Es kann. Und noch heute erinnere ich mich daran, dass die vom „Denver Clan“ erzeugten Illusionen über diese Stadt sich während der 20 Minuten im „reverse mode“ in Nichts auflösten. Aber ich hatte so gebucht und musste den Zug dann ohne mich weiterfahren lassen. 2 Tage und 3 Nächte sahen der Reiseplan für die „mile high city“ vor.

Ein halbes Dutzend mal bin ich seither in Denver gewesen und habe die Stadt inzwischen von vielen Seiten kennengelernt, die jener ersten Begegnung das Befremdliche nehmen. Nicht aber die Langsamkeit. Denn durch diese Stadt eilt man nicht oder hetzt am Ende gar. Bei der dünnen Luft ginge das sowieso schnell an die Leistungsgrenzen. Das gemächliche Tempo, das sich durch alle Phasen des Lebens hier oben zieht, mag verständlich machen, warum viele Nordamerikaner Denver als Provinznest geringschätzen. Gleichwohl verkennen sie seine wahre Tugend: Das Leben darf auch etwas langsamer verlaufen. Das sinnfälligste Beispiel dafür sind die kostenlosen Shuttle-Busse auf der 16th Street Mall, der Kernachse von Downtown, die jeden zweiten Block anhalten und, wenn mal wieder Fahrräder oder Rollstühle ein- und ausgeladen werden, nur unwesentlich schneller vorankommen als Fußgänger. Womit klargestellt ist: Man braucht kein Auto in Denver und das ist gut so.

Dagegen würde kaum auffallen, ritte man zu Pferd in die Stadt. Der Polizist, der seinen Gaul an einer Fontäne in der Fußgängerzone trinken lässt – auch das ein Bild des ersten Besuchs, das sich tief eingeprägt hat. Für das richtige Outfit des „Westerners“ begebe man sich zu Rockmount in der Wazee Street, wo es seit anno 1946 das von „Papa Jack Weil“ erfundene „snap-button shirt“ zu erstehen gibt, ein Hemd also, das sich mit Druckknöpfen verschließen und öffnen lässt. Glauben Sie mir: Sie werden nie Cowboy sein, wenn sie sich nicht dieses Kleidungsstück gönnen, das Rockstars genauso wie Präsidenten bereits in diesem Laden erstanden haben. Einem Laden, dessen Personal Umgangsformen pflegt, die in den vergangenen 68 Jahren allenfalls verfeinert, aber kaum verändert wurden. Wer dazu den Kontrast ins Hier und Jetzt sucht, fand ihn bis vor einiger Zeit zwei Haustüren weiter im „Jet Hotel“. Mittlerweile ist es geschlossen, wobei man nun rätseln kann, ob es daran lag, dass der Empfangstisch fast unauffindbar mitten in einem angesagten Club war, oder dass der Lift ab dem ersten Stock mit den intensiven Düften des dort angesiedelten Friseursalons erfüllt war, oder dass in der Zimmer-Bar, verteilt auf ein stylisches Wandregal die Wodkaflasche (1 Liter) größer war als die Wasserflasche (0,3 Liter). Die Lage jedenfalls war unschlagbar, der Preis vernünftig und Zimmer okay, wenn man Ventilator statt Klimaanlage akzeptierte und im Bassrhytmus vibrierende Möbel schlaffördernd empfand. Solche Dinge passieren in Denver eben manchmal und man braucht sich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, warum in dieser Hauptstadt eines US-Bundesstaate eine Mehrheit für die Freigabe weicher Drogen zusammenfand.

Weiter geht’s im Teil 2.

 

OK, wie kommt man hin?

Während der vergangenen Tage auf der „Americana“ in Augsburg haben mich einige Leser des Reiterkurier auf meinen Artikel über Oklahoma in der jüngsten Ausgabe angesprochen. Ein zentrales Thema dabei war, dass sie bei der Suche nach Flügen dorthin häufig mit Preisen konfrontiert wurden, die deutlich über dem liegen, was sonst bei USA-Zielen fällig wird.

In der Tat kann es bei einer oberflächlichen Suche sein, dass ein Flug ins viel weiter von Deutschland entfernte San Francisco billiger kommt als ein Flug nach Oklahoma City (OKC) oder Tulsa  (TUL), den beiden großen Airports im Bundesstaat. Es gibt allerdings einige Optionen, den Ticketpreis zu senken bzw. von einem günstigen Routing zu profitieren.

Die erste Möglichkeit hierfür ist ein Flug nach Dallas-Ft. Worth (DFW). Der texanische Hub wird aus Europa von mehreren großen Airlines bedient, das bedeutet: Es gibt Wettbewerb auf der Strecke – mit gelegentlichen Kampfpreisen oder Aktionswochen. Mit einem Mietwagen, den man in Oklahoma sowieso braucht, ist man in der Regel innerhalb weniger Stunden an seinem Ziel in OK angelangt.

Die zweite Möglichkeit ist die Anreise über einen Airport, der auch von Southwest Airlines bedient wird. Der amerikanische Low-Cost-Carrier verfügt nicht nur über einen intensiven Flugplan von mehreren Flügen täglich zu jeder Destination, er bietet bei Inlandsflügen auch günstige Tarife, die noch die Beförderung eines Gepäckstücks einschließen. Von Europa kommend bieten sich bei einer Weiterreise per Direktflug die Flughäfen Newark (EWR), Philadelphia (PHL) – jeweils nach OKC – sowie Baltimore-Washingten (BWI) nach TUL an. Man braucht jedoch einen guten Draht ins Reisebüro, wenn man die Southwest-Flüge nicht selbst online buchen möchte, da diese Airline den Agenten keine Provisionen bezahlt.

Dritte Option bietet sich Vielfliegern der „oneworld„-Allianz, für die Reise nach Oklahoma ihre Meilen zu nutzen. Denn traditionell ist dort, wie auch in DFW, Allianz-Partner American Airlines der „Platzhirsch“.

 

„Rollin‘ Up the River“

Chicago Blues Festival - Konzert im Grant Park - Credit: City of Chicago

Chicago Blues Festival – Konzert im Grant Park – Credit: City of Chicago

In diesem Jahr bereits zum 30. Mal steht der Blues ganz im Zentrum eines großen Musikfestivals in Chicago. 2013 feiert die Stadt, in der einst Blues-Ikonen wie Muddy Waters und Howlin‘ Wolf zu Ehren kamen, den Blues mit einer musikalischen Reise entlang des Mississippi, die vom Flussdelta in Louisiana bis in die Millionenmetropole am Lake Michigan führt. Entsprechend trägt das diesjährige Festival den passenden Titel „Rollin‘ Up the River“ und erinnert damit nicht zuletzt an die Migrationswelle der 1940er und 1950er Jahre aus dem Süden der USA, die auch zahlreiche Musiker bis nach Chicago führte, wo dann der legendäre Sound des Chicago-Blues geprägt wurde.

Die Konzerte des 30. Chicago Blues Festival finden unter freiem Himmel statt und kosten keinen Eintritt. Zu erleben sind zahlreiche international bekannte Blues-Legenden sowie Top-Vertreter der jüngeren Generation. Den Auftakt bilden am 6. Juni im Jay Pritzker Pavilion des Millennium Parks Shemekia Copeland und andere Blues-Größen. Am nächsten Tag startet dann im benachbarten Grant Park auf sechs Bühnen die dreitägige Mississippi-Reise, deren musikalische Stationen New Orleans, Memphis, St. Louis und zum krönenden Abschluss Chicago sind. Zu den Stars des Festivals zählen James Cotton, Eddy „The Chief“ Clearwater, Otis Clay, Bobby Rush und Irma Thomas. Zudem klettern Sir Mack Rice, der einst mit „Mustang Sally“ einen Welthit landete, sowie Eddie Floyd, aus dessen Feder „Knock on Wood“ stammt, zu Gastauftritten auf die Bühne.

Weitere Informationen zum 30. Chicago Blues Festival „Rollin‘ Up the River“ gibt es online unter www.chicagobluesfestival.us sowie auf den Seiten von www.choosechicago.com.