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Tag: Sport

Aschenputtel öffnet den Surfern einen Kanal

Die perfekte Welle im NLand Surf Park © Visit Austin.

Die perfekte Welle im NLand Surf Park © Visit Austin.

Mit dem NLand Surf Park hat in Texas der erste im Binnenland gelegen Surfspot Nordamerikas eröffnet. Doch auch an der 900 Kilometer langen texanischen Küste am Golf von Mexiko reihen sich zahlreiche erstklassige Spots für Wellenreiter, Windsurfer und Kiter aneinander. Der Schiffskanal zwischen Houston und Galveston zählt dabei zu den außergewöhnlichsten.

 Zu Unrecht als Surf-Diaspora verkannt

Hätten alle einen Ozean vor der Tür, würde jeder surfen. Schon die Beach Boys besangen in den 70er Jahren mit „Surfin’ USA“ die Trendsport-Art, die noch heute stellvertretend für ganz besonderes Lebensgefühl steht. Damals stand Surfen jedoch noch nicht in Zusammenhang mit Texas und auch heute gilt der Lone Star State trotz seiner über 900 Kilometer langen Küste am Golf von Mexiko als Aschenputtel unter den Surf-, Windsurf- und Kitesurf-Zielen dieser Welt. Zu Unrecht, wie die zahlreichen Spots von Galveston bis South Padre Island sowie auch im Landesinneren beweisen.

 Wellenschlag im Binnenland

Der NLand Surf Park, südöstlich der texanischen Hauptstadt Austin, erspart seit Oktober 2016 texanischen Wellenreitern die mehrstündige Fahrt an die Küste. Der erste im Binnenland gelegene Surfspot Nordamerikas spricht mit seiner Lagune Surfer unterschiedlichster Niveaus an: von leichtem Wellengang für Kinder und Anfänger bis hin zu mannshohen Wellen und 35 Sekunden Sessions für Experten. Der Surf Park ist nicht nur im technologischen und sportlichen sondern auch im nachhaltigen Bereich ein Vorreiter. Denn: die knapp sechs Hektar große Lagune mit über 41 Millionen Liter Fassungsvermögen wird aus Regenwasser gespeist.

 Scharfer Ritt auf der Bugwelle

Wo sich täglich Frachtschiffe ihren Weg vom Golf von Mexiko durch den Schiffskanal von Galveston nach Houston bahnen, befindet sich einer der außergewöhnlichsten Orte zum Surfen im Lone Star State. Das Tankerwellen-Surfen auf den von großen Schiffen ausgelösten Bugwellen erfreut sich insbesondere in der Sommersaison von Juni bis September großer Beliebtheit. Dann sind die Bedingungen mit schwachem Wind und angenehmen Wassertemperaturen ideal. Je nach Länge, Geschwindigkeit und Tiefgang des Schiffes können die einzelnen Wellen bis zu 15 Minuten lang andauern.

 Golfküste bei Kitesurfern beliebt

Kitesurfen gilt als eine der am schnellsten wachsenden Wassersportarten der Welt. Jedes Jahr locken ganzjährig angenehme Temperaturen, gute Windstatistiken, vielfältige Spots und weite Stehreviere mehr und mehr Anfänger, Fortgeschrittene sowie Profis an den texanischen Abschnitt des Golfs von Mexiko. Orte wie Surfside Beach, Mustang Island, Port Aransas, Corpus Christi,

Coole Atmosphäre im Texas Surf Museum © Texas Tourism

Coole Atmosphäre im Texas Surf Museum © Texas Tourism

Isla Blanca und South Padre Island sind längst aus dem Dornröschenschlaf erwacht und haben sich in der Kitesurfing-Szene etabliert. März bis Juni sowie September bis November gelten als die windsichersten Monate. Das South Padre Island Open Water Festival vom 4. bis zum 5. November 2017 ist nur eine von zahlreichen Veranstaltungen rund um den Wassersport in der „Sandcastle Capital of the World“. Neben einem Adrenalinkick beim Skydiving oder Jet-Ski fahren lädt es dazu ein, sich im Kite- und Windsurfen sowie auch im Stand-up Paddeln zu üben und mit der Materie vertraut zu machen.

 Zu musealen Ehren erhoben

Das Texas Surf Museum zeigt einmal mehr, dass es auch ein Texas fernab von Cowboys, Ölbaronen und Wild West gibt. Das in 2005 eröffnete Museum in Corpus Christi widmet sich der Surfgeschichte des zweitgrößten US-Bundesstaates und zeigt die langanhaltende Verbundenheit der Texaner mit dem Wassersport.

In Breckenridge regiert das Rad

Zweirad-Vergnügen bei Tag und Nacht auf der "Breck Bike Week". © Louie Traub

Zweirad-Vergnügen bei Tag und Nacht auf der „Breck Bike Week“. © Louie Traub

Winzige Gebirgsstadt zu Füßen der erhabenen Rocky Mountains, riesengroß in der Rad-Szene: Schon 2014 wurde Breckenridge als fahrradfreundlichste Gemeinde Nordamerikas ausgezeichnet. Heute zählt die Stadt auf über 2.900 Höhenmeter zu den zehn besten Orten für eine Radtour mit der Familie und trägt gleichzeitig eines der prestigeträchtigsten Mountainbike-Rennen der USA aus: den Breck Epic.

Liebster Weggefährte der „Brecks“

Spätestens in der Breck Bike Week vom 23. bis zum 25. Juni 2017 wird das Fahrrad zum König der Straße, kaum jemanden zieht es dann nicht auf den Sattel. Fahrrad-Kino, Mountainbike-Workshops, Happy Hour Do-it-Yourself Kurse, ein Enduro-Downhill-Rennen bis hin zum Poker Ride, einer Radtour mit insgesamt fünf Stopps, bei denen jeweils eine Partie Poker ausgetragen wird: Die Reihe an Veranstaltungen und Aktivitäten rund um den liebsten Weggefährten der Brecks ist während diesen Tagen und dem anschließenden Breck Bike Weekend immens.

 Eines der anspruchsvollsten Rennen in den USA

Wenn im August die Straßenrad- und Mountainbike-Weltelite nach Breckenridge pilgert, dann stehen der Colorado Classic und der legendäre Breck Epic an. Breckenridge, der einstige Etappenort der früheren USA Pro Cycling Challenge, wird in diesem Jahr zu einer von vier Stationen der Auftaktveranstaltung des Colorado Classic. Das vom Weltradsportverband UCI organisierte Radrennen, eines der anspruchsvollsten auf amerikanischem Boden, macht am 11. August 2017 in Breckenridge Station.

Nicht nur aufgrund des Namens sondern auch dank des weitläufigen Wegenetzes im Hinterland sind Breckenridge und der Breck Epic unzertrennlich. Mit einer Streckenlänge von 386 Kilometern, einem positiven Höhenunterschied von über 12.000 Metern und einer Dauer von sechs Tagen gilt das Mountainbike-Etappenrennen als eines der härtesten der Welt. 2017 fällt es auf den 13. bis 18. August.

Unterhaltsames auf Rädern gehört zum bunten Programm der Breck Bike Week mit dazu. © Louie Traub

Unterhaltsames auf Rädern gehört zum bunten Programm der Breck Bike Week mit dazu. © Louie Traub

Auszeichnung für familienfreundliches Radeln

Aber nicht nur die Weltelite macht Breckenridge zu einer der bedeutendsten Orte für Rennradfahrer und Mountainbiker. Bereits 2014 erkannte die Non-Profit Organisation League of American Bicyclists die Erfolge der Kleinstadt in den Rocky Mountains an und verlieh ihr die Goldmedaille unter den fahrradfreundlichsten Gemeinden in Nordamerika. Die amerikanische Tageszeitung USA Today schloss sich dieser Auszeichnung an und benannte zudem das Angebot für Familien mit Kindern als eines der zehn besten in den Vereinigten Staaten.

Der stetige Ausbau der Strecken, neue herausfordernde Mountain-Bike Pisten, eine große Anzahl von Wegen für Anfänger wie beispielsweise der Blue River Recreational Path oder auch der über 800 Kilometer lange Colorado Trail von Denver nach Durango, welcher durch das Tal des Flusses Swan River in Breckenridge führt, machen die sympathisch-verrückte Gebirgsstadt 2017 erneut zu einem Mekka für Zweiradliebhaber.

Wenn die Rockies zum „Klassenzimmer“ werden

Natur wohin das Auge reicht: Aspen inmitten der Rockies Stand-Up-Paddling vor einmaliger Bergkulisse Wandern und Lernen: Unterwegs am West Maroon Trail. (c) C2 Photography

Natur wohin das Auge reicht: Aspen inmitten der Rockies
Stand-Up-Paddling vor einmaliger Bergkulisse
Wandern und Lernen: Unterwegs am West Maroon Trail. (c) C2 Photography

Stand-Up-Paddling oder Klettern, Fährtenlesen, Zeichnen, Schreinern – wer seinen Sommerurlaub in Aspen und Snowmass verbringt, hat gute Chancen, bei der Abreise um ein paar sportliche, geistige oder künstlerische Skills reicher zu sein. Ob es an der Strahlkraft der unbändigen Rocky Mountains liegt oder einfach an der Myriade von Möglichkeiten, die Aspen und Snowmass mit ihren mächtigen Bergen rundherum den Menschen eröffnen, wäre noch zu klären.

Von Profis lernen

Fakt ist derweil, dass die beiden Städtchen im Roaring Fork Valley ein Hotspot für Experten, Freaks und Profis aus den unterschiedlichsten Disziplinen sind.Das Gute daran: Die meisten von ihnen geben ihre Begeisterung und ihr Wissen mit großem Enthusiasmus weiter und so mancher Anfänger wundert sich, wie schnell sich bei respekteinflößenden Sportarten, wie Downhill-Biken und River Surfing, oder Fähigkeiten, wie Tischlern, Schweißen oder Schnitzen, beachtliche Erfolge einstellen.

Jeder in seinem Outdoor-Element

Wenn in den Sommermonaten dicke Wildblumenteppiche die lichten Espenwälder durchziehen, werden das Tal und die mächtigen Vier – Aspen Mountain, Snowmass, Buttermilk und Aspen Highlands – zu einem Tummelplatz für Outdoor-Freunde aller Art. Wälder, Felsen, Gewässer…so vielseitig wie das Terrain, sind auch die Sportarten, die hier betrieben werden. Für jede einzelne findet sich ein Guide oder Trainer, der den Gästen nicht nur hilft, die nötigen Techniken zu erlernen; die Experten führen ihre „Schüler“ nebenbei auch zu den magischsten Orten der vielseitigen Bergwelt.

Wasser hat keine Balken, aber Boards

Stand-up-Paddling zu lernen bekommt in der Bergwelt von Aspen und Snowmass einen reizvollen Kick. (c) C2 Photography

Stand-up-Paddling zu lernen bekommt in der Bergwelt von Aspen und Snowmass einen reizvollen Kick. (c) C2 Photography

Dabei sind es nicht nur Kletterer und Zweirad-Enthusiasten, die hier, am Berg oder auf präpariertem Gelände, neue Skills erlernen; auch auf den glitzernden Seen und schäumenden Gewässern im Tal wird gesportelt und gelernt. Hier sind die Stand-Up-Paddler und Kanuten in ihrem Element und wer sich ein paar Tage in der stillen Schönheit von Colorados Wasserwelten verlieren möchte, kann zum Beispiel bei Charlie MacArthurs Kayak & SUP Academy alles lernen, was für eine Paddel-Tour in die Wildnis nötig ist.

„Petri heil“ im Roaring Fork Valley

Auch zukünftige Angler sind in Aspen und Snowmass in guten Händen. Die Gewässer im Roaring Fork Valley gelten als äußerst fischreich und sind besonders bei Fliegenfischern beliebt. Örtliche Anglerläden wie der Taylor Creek Fly Shop oder Aspen Fly Fishing bieten regelmäßig geführte Angelausflüge und Kurse an. Für alle, die etwas über die Natur der Rocky Mountains, ihre artenreiche Vogelwelt und über hilfreiche Fähigkeiten, wie das Fährtenlesen lernen wollen, ist das Aspen Center for Environmental Studies die richtige Adresse. Hier finden regelmäßig kostenlose geführte Wanderungen, Vorträge und spannende Diskussionsrunden rund um Wälder, Landwirtschaft und Ökologie statt. Das Programm gibt es unter www.aspennature.org

Für Kopf und Hände

Es muss nicht immer Sport sein: Wer sich im Urlaub künstlerisch oder handwerklich weiterbilden möchte, kann in Aspen und Snowmass aus einer Vielzahl an Angeboten wählen – vom Indoor-Gärtnern über Fotografie und Drucktechnik bis hin zu Keramik- und Tischlerkursen ist alles möglich. Anlaufstellen hierfür sind unter anderem das Aspen Center for Environmental Studies, zum Beispiel für verschiedene Gartenbautechniken, oder das Anderson Ranch Arts Center. Hier werden Interessierte nicht nur in klassische Handwerkstechniken wie Tischlerei, Töpferei, Schweißen oder Textildruck eingeführt; die Coaches zeigen auch, was mit 3D-Druck, Laser-Cutter und CNC-Fräsen alles möglich ist.

Ideen (be)greifbar machen

Auch innovatives Möbel-Design und Workshops zu den verschiedensten Formen bildender Kunst sind im Angebot. Letztere sind vor allem im Red Brick Center for the Arts in Downtown Aspen zuhause. Inmitten wechselnder Ausstellungen lernen Menschen aller Altersstufen hier, ihren Ideen Ausdruck zu verleihen. Ein besonderes Erlebnis für Kunst- und Weinfreunde sind die Paint & Wine Social Art Events im Red Brick Center, immer dienstags von 17:30 bis 19:30 Uhr. Die Fired! Up Workshops, bei denen die Besucher Keramik aller Art mit ihren eigenen Designs versehen, erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit.

EIn Bild von einer Landschaft

Mit Freiluft-Künstler Mike Otte geht es derweil raus in Aspens inspirierende Natur, wo er seinen Schülern verschiedene Techniken der Landschaftsmalerei näher bringt. Weitere Informationen zu den Sommerkursen 2017 im Red Brick Center for the Arts sowie im Anderson Ranch Arts Center gibt es unter www.aspenart.org/learn  und www.andersonranch.org/workshops-at-the-ranch.

Yoga im High Roller, Abschlag mit Coolnessfaktor

Yoga im Riesenrad "High Roller" © Caesars Entertainment

Yoga im Riesenrad „High Roller“ © Caesars Entertainment

Las Vegas ist in vielen Dingen außergewöhnlich – so auch beim Sport. Golfer können ihren Abschlag bei der neu eröffneten Topgolf Anlage perfektionieren. Die Driving Range gehört zu den größten ihresgleichen und ist ganz in der Nähe vom Strip. Entspannung wird beim Yoga im High Roller geboten. Das größte Riesenrad der Welt bietet dabei eine grandiose Aussicht.

Abschlagbox mit Klimaanlage

Las Vegas ist mit seinen rund 50 Golfplätzen – darunter einige der schönsten des Landes – eine Traumdestination für Golfer. Mit der Topgolf Anlage wurde im Mai ein weiteres Golfangebot eröffnet und bringt damit auch einen neuen Entertainment-Faktor in die Stadt. Das 32.000 Quadratmeter große Gelände auf 4 Etagen befindet sich direkt hinter dem MGM Grand Hotel & Casino. Aber die Anlage glänzt nicht nur mit seiner Toplage, Topgolf Las Vegas ist wirklich außergewöhnlich. Mit 108 klimatisierten Abschlagboxen, zwei Pools, fünf Bars, Cabanas, VIP Suiten und diversen Konzerten wird der Spaß wird hier definitiv nicht zu kurz kommen und ist nicht nur was für Golfkönner.

Wenn’s sein muss auch mit Meeting

In den Abschlagboxen haben sechs Spieler Platz und können ihren Abschlag trainieren oder sich komfortabel zurücklehnen – die hauseigene Küche sorgt dabei für das leibliche Wohl. Die Golfanlage ist natürlich für jedes Alter und Können geeignet: Anfänger üben ihre ersten Schläge und Fortgeschrittene trainieren die Genauigkeit und Distanz des Abschlags durch interaktive Spiele. Ein Mikrochip in den Golfbällen zeichnet alle technischen Daten auf. Mit seinen drei Meetingräumen kann Topgolf auch ideal als Location für Veranstaltungen oder Workshops genutzt werden. Entsprechende Chill-Out Areas geben Golfern die Möglichkeit nach dem Training die Aussicht auf Las Vegas zu genießen.

Riesenrad mit Entspannungsfaktor

Eine fantastische Aussicht bietet auch der Las Vegas High Roller – das größte Riesenrad der Welt. Er ist das Herzstück des LINQ-Komplexes, dem Erlebniszentrum der Caesars Entertainment Corporation. Doch nicht nur das Panorama ist inspirierend, dank des neuen Yoga Erlebnisses können Gäste auf 167 Metern Höhe Körper und Geist auf ein neues Level heben. Die Session dauert eine Stunde, also zwei Umdrehungen, und bis zu sechs Teilnehmer haben in einer Kabine Platz. Während der Fahrt sind sie per Headset mit dem Trainer verbunden, der so individueller auf das Können und die Bedürfnisse jedes Einzelnen eingehen kann. Neben dem 360 Grad Panorama macht das die Stunde nochmal zu einem ganz außergewöhnlichen Erlebnis.

Denver, herzlich gern

Markantes Profil und nonstop von München erreichbar: der Denver International Airport (c) VISTIDENVER

Markantes Profil und nonstop von München erreichbar: der Denver International Airport (c) VISTIDENVER

Wäre der Denver International Airport nicht ein so wunderschöner Flughafen, dann begönne dieser Text so: Denver ist eine der wenigen Städte in den USA, die man beim ersten Besuch unbedingt mit der Eisenbahn ansteuern sollte. Denn ob man sich mit Amtraks „California Zephyr“ von Westen her nähert und in weiten Kehren die Rocky Mountains herabgleitet oder ob man von Osten her über die endlosen Prärien Nebraskas und Colorados heranbraust – immer verspricht der Halt in der „Mile High City“ zum Dreh- und Angelpunkt einer erlebnisreichen Fahrt zu werden. Hier die mächtigen Gipfel, dort das flache Land, dazwischen die alte Miner-Stadt, überschaubar in ihrer Ausdehnung, herzlich in ihren Umgangsformen.

Vertrauter Bergblick dank der Rockies

Wann auch immer mich eine Reise nach Denver gebracht hat, bin ich gern dort angekommen, habe mich während des ganzen Aufenthalts geborgen gefühlt und bin mit Bedauern wieder abgereist. Die gebirgige Kulisse der Rockies, die das Stadtbild prägt, hat sicher dazu beigetragen, dass einer sich dort wohlfühlt, der nahe der Alpen aufgewachsen ist. Mehr noch aber war es die bequem zu Fuß zu entdeckende Innenstadt, die von der ersten Stunde an half, alle Fremdheit zu überwinden. Auch die unkomplizierte Begegnung von Mensch zu Mensch, oft genug in einem privat geführten Restaurant oder einer Sportsbar, das Hemdsärmelige und Entspannte prägen die Eindrücke, die Denver bei einem Besuch hinterlässt.

Eine Brauerei fast an jeder Ecke der Start

In jüngster Zeit ist noch ein weiterer entspannender Faktor hinzugekommen. Nicht, wie Sie vielleicht vermuten, der staatlich legalisierte Cannabis-Konsum. Sondern die Tatsache, dass sich im Gefolge der Craft-Beer-Welle, die gerade durch nordamerikanische Biergläser schwappt, eine ganze Reihe erstklassiger Brauer Denver als Territorium ausgesucht haben. Eine Herausforderung besonderer Qualität ist das, wo doch im Nachbarort Golden mit „Coors“ einer der größten Bierkonzerne seinen Stammsitz hat.

Das Denver Performing Arts Center ist einer der größten Erlebnisorte für Kultur in den USA. (C) Steve Crecelius/ VISITDENVER

Das Denver Performing Arts Center ist einer der größten Erlebnisorte für Kultur in den USA. (C) Steve Crecelius/ VISITDENVER

Eine Metropole der Kultur

Gleichwohl ist die Kultur dieser Stadt alles andere als „mono“, sondern „multi“. Der Denver Performing Arts Complex ist der zweitgrößte seiner Art in den USA, mit 10 Bühnen und 10.000 Plätzen für Oper und Musical, für Ballett und Film. Mit dem Museum of Western Art, dem Clyfford Still Museum und dem Denver Art Museum verfügt die Stadt über drei erste Adressen der internationalen Kunstszene.

Ausbau des Kultur-Angebots

Erst vor wenigen Tagen habe ich Denvers Bürgermeister zum Interview getroffen. Mayor Michael Hancock machte dabei deutlich, dass er diesen Status nicht nur erhalten, sondern „mit Nachdruck ausbauen“ will. Viele Millionen Dollar sind vorgesehen, um hier neue Standards zu setzen. Wobei der Bürgermeister auch das Update der Infrastruktur und die Ansiedlung neuer Hightech-Unternehmen im Blick hat. Nicht zuletzt dafür dienten die Kontakte in München, von wo aus es ab diesem Sommer einen Direktflug nach Denver durch die Deutsche Lufthansa gibt.

Gutes Ziel für Sportfreunde

Die Nähe der Rocky Mountains macht Colorados Hauptstadt zu einer guten Adresse für alle, die sich sportlich beträtigen wollen: Wandern, Klettern, Biken, Rafting, Skifahren, Snowboarden – alles in Reichweite. Golfer lieben den Ort, weil in der dünnen Luft die Bälle zehn Prozent weiter fliegen. Für eher passiver Sportfreunde sind die Denver Broncos als aktueller Superbowl-Sieger, die Denver Nuggets (Basketball), Colorado Avalanche (Eishockey) und die Colorado Rockies ebenfalls Spitzenklasse.

Galena macht Golffreunde glücklich

Eagle Ridge Resort & Spa: Golfplatz The General - Loch 18 (c) www.GreatRiverRoad-Illinois.org

Eagle Ridge Resort & Spa: Golfplatz The General – Loch 18 (c) www.GreatRiverRoad-Illinois.org

Sie gehören zu den schönsten Golfplätzen im Mittleren Westen und bieten auch ambitionierten Spielern anspruchsvolle Herausforderungen: die vier Plätze des Eagle Ridge Resort & Spa in der Nähe des romantischen Städtchens Galena im Norden von Illinois und nahe des Mississippi. Sie liegen harmonisch eingebettet in eine weite Hügellandschaft und werden von Wäldern umgerahmt. Jeder Platz verfügt über ein eigenes Clubhaus inklusive Shop, Restaurant und Snackbar.

Golfkurs von renommierten Designern

Der Top-Kurs des Eagle Ridge Resort & Spa ist der 1997 eröffnete The General (18 Loch). Er wurde von Roger Packard und dem zweimaligen Gewinner der U.S. Open Championships Andy North gestaltet und zählt laut Golf Digest seit zwölf Jahren ununterbrochen zu den besten 100 Plätzen. Bei einer Runde werden mehr als 80 Höhenmeter überwunden, so dass sich den Spielern einige fantastische Ausblicke bieten. Signature Hole ist das vierte Loch. Allein auf dieser Spielbahn gilt es, eine Steigung von rund 50 Meter zu überwinden.

Bunker und Bäche als Herausforderung

The North Course (18 Loch) wurde bereits 1977 fertiggestellt. Eine Partie auf diesem Platz führt die Golfer bis zum Lake Galena, an dessen Ufer sich auch das Tee für Loch 8 befindet. The South Course (18 Loch) schlängelt sich durch ein bewaldetes Tal und kreuzt dabei mehrere Bachläufe. Der 1984 eröffnete Platz ist zwar etwas kürzer als die übrigen Parcours, gilt aber mit seinen anspruchsvollen Bunkern und Grüns als der schwierigste des Eagle Ridge Resort & Spa. The East Course (9 Loch) richtet sich dagegen an junge Nachwuchsspieler und Anfänger. Der Kurs wurde ebenfalls von Roger Packard entworfen und liegt in einer ruhigen Talmulde.

Golfen mit erhöhtem Spaßfaktor: FootGolf und Hack Golf

Eine Besonderheit bietet das Eagle Ridge Resort & Spa allen Fußballfreunden unter den Golfern. Sie können auf The East Course auch FootGolf spielen. Bei dieser jungen Sportart geht es darum, Fußbälle entlang der Bahn zu kicken und sie auf dem Grün einzulochen. Wie beim Golf gewinnt derjenige Spieler, der die wenigsten Schüsse benötigt. Wer sich mit dem Putten schwertut, aber auf den Spaß des klassischen Golfspielens nicht verzichten möchte, kann auf The East Course auch eine Runde Hack Golf spielen. Die deutlich größeren Löcher dieser Golf-Spaßvariante sollen dafür sorgen, dass die Spieler weniger Zeit auf dem Grün verbringen und der Schwerpunkt des Spiels auf weiten Schlägen liegt.

Golfen und Gourmetgenuss westlich von Chicago

Die Golfplätze des Eagle Ridge Resort & Spa befinden sich rund drei Autostunden westlich von Chicago. Es empfiehlt sich, Abschlagzeiten im Voraus zu reservieren. Zudem können Trainingssessions mit einem PGA Pro gebucht werden. Die Golfrunden lassen sich gut mit einem mehrtägigen Aufenthalt in der Lodge kombinieren. Im Eagle Ridge können Golfer zwischen komfortablen Zimmern im Inn oder Unterkünften in den Villas auswählen. Zum weiteren Angebot gehören mehrere preisgekrönte Restaurants, das Stonedrift Spa sowie ein umfangreiches Sport- und Freizeitangebot, zu dem neben Golf auch Tennis, Reiten, Radfahren, Wandern, Bootstouren, Angeln und Ballonfahren gehören.

 

Zwei Räder auf Höhenflug

Wo's rauf geht, geht's auch wieder runter: Spektakulärer Ausritt auf den 14,264 foot hohen Mount Evans. (c) Matt Inden, Miles

Wo’s rauf geht, geht’s auch wieder runter: Spektakulärer Ausritt auf den 14,264 foot hohen Mount Evans. (c) Matt Inden, Miles

Der Bundesstaat Colorado ist die Heimat einiger der schönsten hochgelegenen Panoramastraßen der USA und zieht aus diesem Grund auch immer mehr Radfahrer aus aller Welt an, um in traumhafter Natur die frische Bergluft zu genießen und auf den anspruchsvollen Strecken ihre Grenzen zu testen. Die körperliche Herausforderung in luftiger Höhe in Kombination mit herrlichen Ausblicken auf die Berge macht Colorado zu einem Traumziel für alle Straßenradfahrer.

Mount Evans Road

Auf den Gipfel des Mount Evans mit dem Rad zu fahren ist sicher nicht einfach, dennoch testen jeden Sommer viele Radfahrer ihre Willenskraft bei der Bewältigung der 77 km langen und 1.689 Höhenmeter überwindenden Strecke. Die Mount Evans Road beginnt und endet in Idaho Springs und führt auf ihrem Weg zu einer hoch gelegenen Tundra durch vielfältige Ökosysteme. Kurz vor dem Gipfel beginnt ein längerer Abschnitt mit Serpentinen, doch es lohnt sich durchzuhalten, denn am Ziel angekommen wird man mit einem grandiosen Ausblick über die Rocky Mountains belohnt.

Trail Ridge Road

Prachtvolle Gipfel und weitläufige Kiefernwälder begleiten Radfahrer entlang der Trail Ridge Road im Rocky Mountain Nationalpark, ebenso wie Elche, Dickhornschafe und andere Tiere, die man während der Fahrt zu Gesicht bekommt. Auf der 45 km langen Strecke von Estes Park nach Grand Lake kommt die vielfältige Schönheit des Parks zur Geltung. In den höher gelegenen Regionen ergeben die Bäume und Sträucher einen starken Kontrast zu den Gipfeln der Rockies, die in der Ferne emporragen. Das landschaftlich eindrucksvollste Teilstück ist ein 7 Kilometer langer Abschnitt, der kontinuierlich auf einer Höhe von über 3.600 Metern verläuft und für spektakuläre Ausblicke sorgt.

Independence Pass

Der Independence Pass führt von Aspen nach Twin Lakes und erreicht auf dem Gipfel eine Höhe von rund 3.700 m. Für die 60 Kilometer lange Strecke benötigt man etwa 3 ½ Stunden, dabei blickt man auf endlose Wälder, während die umliegenden Berggipfel gezackte Linienformationen in den Himmel schneiden. Idealerweise befährt man die Strecke kurz vor Herbstende, wenn die Farbe des Espenlaubs von Grün zu schimmernden Gold- und Orangetönen wechselt. Die Stadt Aspen bietet alles, was das Sportlerherz begehrt – besonders die vielen Spas helfen, Verspannungen und Muskelkater zu lösen. Twin Lakes ist vielleicht nicht ganz so vornehm, dafür aber landschaftlich mindestens genauso malerisch.

Alles rollt. In der Region von Durango (c) Durango Tourism Office

Alles rollt. In der Region von Durango (c) Durango Tourism Office

Peak to Peak Scenic and Historic Byway

Wie der Name schon sagt, verläuft der Peak to Peak Scenic and Historic Byway entlang der Gipfel der Rocky Mountains. Der permanente Höhenwechsel sorgt auf einer Länge von 88 km für eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Fahrt. Auf dem Abschnitt an den unteren Bergkämmen der Front Range sollte man auf keinen Fall die Aussicht auf den schroffen Indian Peaks und den massigen Longs Peak verpassen. Wer die Route von Norden nach Süden nimmt, kommt auf der letzten Station in die Spielerstädte Black Hawk und Central City. Wer umgekehrt Richtung Norden fährt, erreicht am Ende den Eingang zum Rocky Mountain Nationalpark in Estes Park. Estes Park, Black Hawk und Central City sind innerhalb einer kurzen Autofahrt auch von Denver aus erreichbar. Wer also in Colorados Hauptstadt logiert, dem sei diese Strecke für einen Tagesausflug mit dem Fahrrad ans Herz gelegt.

Loveland Pass

Der Loveland Pass wird im Winter gern von Denvers Einwohnern genutzt, um in die nahgelegenen Skigebiete zu fahren. Im Frühjahr, Sommer und Herbst, wenn die Temperaturen einladender sind, überqueren verstärkt die Radfahrer auf einer Länge von 30 km und mit einer konstanten Steigung von rund 7 % die Continental Divide. Die Strecke führt durch immergrüne Wälder und der höher gelegene Abschnitt bietet traumhafte Aussichten in ein Hochtal. Wer eine Pause benötigt, sollte in Keystone einen Zwischenstopp einlegen. Die Stadt Dillon am westlichen Ende der Strecke ist urig und gemütlich, und viele der Bewohner sind selbst begeisterte Radfahrer.

Sportliches Duell auf der Straße

Während der Sommermonate bieten zahlreiche Straßenrennen perfekte Gelegenheiten, um sich mit der Konkurrenz zu messen. Auch weniger professionelle Fahrer können an vielen Rennen auf kürzeren und weniger anstrengenden Streckenabschnitten teilnehmen und unter dem lauten Jubel der Zuschauer über die Ziellinie fahren. Das durch elf Städte führende Etappenrennen USA Pro Cycling Challenge gehört zu den beliebtesten Wettbewerben seiner Art und kehrt im August 2016 mit neuen Städten und viel Schwung nach Colorado zurück.

Ein bekannter Veranstalter für selbst geführte Fahrradtouren in Colorado ist At Your Pace Biking. Die 3- bis 7-tägigen Touren führen durch die verschiedensten Regionen des Bundesstaates und sind so konzipiert, dass man in seinem ganz eigenen Tempo reisen und somit frei, unabhängig und flexibel sein kann.

 

 

 

Wintersport in wilder Natur

Idaho bietet Skiabenteuer in Perfektion (c) Grand Targhee Resort

Idaho bietet Skiabenteuer in Perfektion (c) Grand Targhee Resort

Idaho eröffnet die Wintersaison. Der amerikanische Bundesstaat ist eine populäre Skidestination in den USA. Es gibt unzählige Wanderwege und Naturparks für Nordic Walking Fans, Ausgangspunkte für Heli-Skiing und Halfpipes für den Adrenalinkick. Im Winter ist frischer Pulverschnee garantiert, dennoch sind die Pisten ruhig. Inmitten der wildwüchsigen und ursprünglichen Landschaft Idahos , zwischen tiefen, eingeschneiten Wäldern und zugefrorenen Seenplatten liegen 18 Skigebiete mit besten Wintersportkonditionen.

Mit mehr als 6.000 Quadratkilometern Gelände, 76 Strecken und durchschnittlich siebeneinhalb Meter tiefem Schnee jährlich zählt Silver Mountain zu den Favoriten unter den Skigebieten Idahos. Ein eigener Empfangsservice wurde eingerichtet, um Gäste rund um das Gebiet und seine Möglichkeiten zu informieren. Die örtlichen Skischulen bieten neue Unterrichtstechniken an, die speziell auf die Bedingungen des Geländes zugeschnitten sind. Auf wie auch abseits der Piste gibt es zahlreiche Verbesserungen für ungehinderten Ski- und Boardspaß. Eine neue Nachtsicht-Webcam auf dem Kellog Peak hält über aktuelle Schnee- und Wetterkonditionen auf dem Laufenden.

Bootlegger und Shady Lady heißen zwei neue Strecken mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsniveaus in Silver Mountain. Seit der Eröffnung im letzten Jahr avancierten sie zu den beliebtesten Strecken des Gebiets. Hoch hinaus beim Springen geht es für junge und actionorientierte Wintersportler im Progression Terrain Park, der kürzlich erweitert wurde. Frühaufsteher und Frühstarter in die Saison erhalten in Silver Mountain im Rahmen des First Tracks Programms samstags ein Frühstück, bevor es als einer der Ersten auf unberührten Pisten ins Tal hinabgeht.

Eine Million US-Dollar investierte das Gebiet Schweitzer Mountain in die Verbesserung seiner Pisten. Neue Schneemaschinen garantieren auch in niedrigeren Lagen ausreichend Weiß an den Hängen. Gäste profitieren von den neuen Angeboten der Kursanbieter Funatics und Mountain Xplorers. Für nur 159 US-Dollar lernen Besucher beim “Ski FREE in 3”-Programm in nur drei Stunden, sicher auf den Brettern zu stehen. Dazu gibt es drei Lifttickets und drei mal Ski-Equipment. Wer die drei Kursstunden erfolgreich absolviert, erhält freien Pistenzugang von Mitte März bis Ende der Saison.

Für Naturliebhaber ist das Sun Valley Resort besonders reizvoll. Auf dem Bald Mountain führen die Pisten durch Bäume hindurch über sonnengeflutete Lichtungen. In der Sun Valley Lodge können sich Besucher am offenen Feuer aufwärmen und entspannen, bevor es für weitere Schwünge zurück auf die Piste geht. Das Resort bietet ein exklusives Spa mit 15 Behandlungsräumen, Dampfbädern und Saunalandschaft, ein Fitness-Center und ein Yogastudio. Das Highlight der Lodge ist der Outdoor Swimming Pool mit Blick auf den Bald Mountain.

Das Grand Targhee Resort ist das erste Resort in den USA, das die Möglichkeit zum Snow Biking bietet. Auf dem weitläufigen Nordic Trail-Streckennetz können Radsportler die Schneelandschaft auf dem Rad erkunden. Das Grand Targhee Resort liegt auf der Westseite der majestätischen Teton Mountains. Grand Targhee zeichnet sich nicht nur durch optimale Schneebedingungen, sondern auch aufgrund seiner malerischen Aussicht aus.

Nähere Informationen über Wintersport in Idaho finden Sie unter oder unter .

 

Weiße Pracht im Silver Sate

Powder Skiing im Heavenl Ski Resort © Nevada Commission on Tourism

Powder Skiing im Heavenl Ski Resort © Nevada Commission on Tourism

Während sich hierzulande der Winter nicht so recht ankündigen will, fiel im Norden Nevadas zum Novemberbeginn der erste Schnee – und davon reichlich. Jenseits des Glanzes von Las Vegas und dem Reiz seiner einsamen Wüstenrouten verwandelt sich Nevada im Winter in ein Ski-Eldorado. Der Süden des Lake Tahoe gilt sogar als „Nummer Eins Ski Destination“ der Vereinigten Staaten. Nevadas beliebtestes Ski-Resort Heavenly eröffnete am 21. November.

Winterspaß in der Wüste

Nur knapp 60 Kilometer nördlich von Las Vegas laden die Spring Mountains zur aktuellen Ski-Saison ein. Pistenreiche Skigebiete sind das Lee Canyon Gebiet und das Las Vegas Ski & Snowboard Resort. Elf Pisten, vier Lifte und einen Freestyle-Park für Snowboarder finden Schneefans dort. Berühmt für seinen Pistenzauber sind insbesondere der nördliche und der südöstliche Teil des Lake Tahoe. In der Nähe von Incline Village befinden sich einige der besten Skigebiete Nordamerikas mit jährlichen Schneefällen zwischen 700 und 1.300 Zentimetern. Von Reno aus fährt mehrmals täglich ein Shuttleservice in die Gebiete.

Wo der Himmel voller Schneebretter hängt

Am südlichen Ufer des Lake Tahoes an der Grenze zu Kalifornien liegt das Gebiet Heavenly, das seit dem 21. November seine Hänge für Besucher geöffnet hat. Mit 29 Sesselliften, darunter neun Hochgeschwindigkeitslifte, und 97 Pisten ist Heavenly ein Skigebiet der Superlative.

Zwischen dem 29. November und dem 13. Dezember wird der Start der neuen Skisaison groß gefeiert, mit Konzerten, DJ Sets, Skifilm-Vorführungen und Entertainmentshows – nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Après Ski Möglichkeiten im  Gebiet, das neben optimalen Pistenbedingungen für Familien und Funsportler auch ein buntes Nachtleben bietet. Wer nicht bis in die Puppen feiern sondern frühmorgens wieder auf unberührten Abfahrten stehen möchte, für den gibt es ganz neu ab dieser Saison ein vorgezogenes Après Ski. In der East Peak Lodge kann freitags und samstags bereits zwischen 12 und 15 Uhr gefeiert werden.

 

Tosende Flüsse, tanzende Rafts

 

Rasanter Nervenkitzel – White Water Rafting in West Virginia (c) kms/West Virginia Tourism

Rasanter Nervenkitzel – White Water Rafting in West Virginia (c) kms/West Virginia Tourism

Gerade in den Wochen zwischen März und Ende Juni wird der Mountain State zum Abenteuerland für Rafting-Fans: In dieser Zeit führen alle Flüsse in West Virginia hohe Wasserstände. Etwa 210.000 Wagemutige kommen jährlich nach West Virginia und suchen ihre Herausforderung beim White Water Rafting auf den Flüssen Cheat, Gauley und dem New River. Zahlreiche Veranstalter vor Ort bieten West Virginia-Reisenden begleitete Wildwasserfahrten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die Touren führen durch die schönsten Täler und wildromantischsten Schluchten des Mountain States.

Der New River ist einer der beliebtesten Wildwasser-Flüsse in den USA. Auf einer 23 Kilometer langen Strecke mit einem Gefälle von 74 Metern haben die Rafter eine starke Strömung zu bezwingen. Dabei bahnt sich der Fluss seinen Weg durch eine beeindruckende 300 Meter tiefe Sandstein-Schlucht, die auch der Grand Canyon of the East genannt wird.

Eine unvergessliche Tour durch das unberührte Naturparadies des Cheat Canyon erleben Rafter während einer 21 Kilometer langen Wildwasser-Tour auf dem Cheat. Gerade im Frühjahr bietet der Strom die Möglichkeit, besonders aufregende Rafting-Touren der Schwierigkeitsgerade drei und höher (auf einer Skala von eins bis sechs) zu unternehmen. Aufgrund der häufig wechselnden Wasserstände der Bergströme ist der Cheat aber das ganze Jahr über eine Wildwasser-Attraktion. Familien finden hier auch weniger stürmische Flussabschnitte, zum Beispiel den Cheat Narrows mit einer 16 Kilometer langen Rafting-Strecke, auf der an manchen Stellen sogar geschwommen werden kann.

Der Fluss Gauley ist für mutige Wildwasser-Fans wie geschaffen und bietet beste Voraussetzungen für erstklassiges White Water Rafting. Mit einer Strecke von 45 Kilometern, einem Gefälle von rund 213 Metern und einer rasanten Strömung ist die Wildwasserfahrt auf dem Upper Gauley ausschließlich für bereits erfahrene Rafter geeignet. Felsige und stark abschüssige Flussabschnitte machen die Tour zu einem prickelnden Erlebnis. Der Lower Gauley wird häufig als Warm-up-Strecke genutzt und ist gerade bei weniger tollkühnen Aktivsportlern sehr beliebt.

Informationen über geführte White Water Rafting-Touren auf den Flüssen Gauley, New River und Cheat sind erhältlich unter www.gauley.com, www.newrivercvb.com und www.cheatriveroutfitters.com.

Der US-Bundesstaat West Virginia ist beliebtes Reiseziel für alle Outdoor-Fans, die das ursprüngliche Amerika kennen lernen möchten. Der Mountain State bietet mehr als 50 State Parks, große Wälder, historisch bedeutsame Orte und Gebäude aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs, traditionelle Festivals sowie zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie White Water Rafting, Golf, Mountainbiking, Wandern und Wintersport. Am besten erreichen Reisende West Virginia über den internationalen Flughafen Washington Dulles und einer eineinhalbstündigen Autofahrt oder einen Weiterflug in die Hauptstadt Charleston.