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Tag: USA

Aschenputtel öffnet den Surfern einen Kanal

Die perfekte Welle im NLand Surf Park © Visit Austin.

Die perfekte Welle im NLand Surf Park © Visit Austin.

Mit dem NLand Surf Park hat in Texas der erste im Binnenland gelegen Surfspot Nordamerikas eröffnet. Doch auch an der 900 Kilometer langen texanischen Küste am Golf von Mexiko reihen sich zahlreiche erstklassige Spots für Wellenreiter, Windsurfer und Kiter aneinander. Der Schiffskanal zwischen Houston und Galveston zählt dabei zu den außergewöhnlichsten.

 Zu Unrecht als Surf-Diaspora verkannt

Hätten alle einen Ozean vor der Tür, würde jeder surfen. Schon die Beach Boys besangen in den 70er Jahren mit „Surfin’ USA“ die Trendsport-Art, die noch heute stellvertretend für ganz besonderes Lebensgefühl steht. Damals stand Surfen jedoch noch nicht in Zusammenhang mit Texas und auch heute gilt der Lone Star State trotz seiner über 900 Kilometer langen Küste am Golf von Mexiko als Aschenputtel unter den Surf-, Windsurf- und Kitesurf-Zielen dieser Welt. Zu Unrecht, wie die zahlreichen Spots von Galveston bis South Padre Island sowie auch im Landesinneren beweisen.

 Wellenschlag im Binnenland

Der NLand Surf Park, südöstlich der texanischen Hauptstadt Austin, erspart seit Oktober 2016 texanischen Wellenreitern die mehrstündige Fahrt an die Küste. Der erste im Binnenland gelegene Surfspot Nordamerikas spricht mit seiner Lagune Surfer unterschiedlichster Niveaus an: von leichtem Wellengang für Kinder und Anfänger bis hin zu mannshohen Wellen und 35 Sekunden Sessions für Experten. Der Surf Park ist nicht nur im technologischen und sportlichen sondern auch im nachhaltigen Bereich ein Vorreiter. Denn: die knapp sechs Hektar große Lagune mit über 41 Millionen Liter Fassungsvermögen wird aus Regenwasser gespeist.

 Scharfer Ritt auf der Bugwelle

Wo sich täglich Frachtschiffe ihren Weg vom Golf von Mexiko durch den Schiffskanal von Galveston nach Houston bahnen, befindet sich einer der außergewöhnlichsten Orte zum Surfen im Lone Star State. Das Tankerwellen-Surfen auf den von großen Schiffen ausgelösten Bugwellen erfreut sich insbesondere in der Sommersaison von Juni bis September großer Beliebtheit. Dann sind die Bedingungen mit schwachem Wind und angenehmen Wassertemperaturen ideal. Je nach Länge, Geschwindigkeit und Tiefgang des Schiffes können die einzelnen Wellen bis zu 15 Minuten lang andauern.

 Golfküste bei Kitesurfern beliebt

Kitesurfen gilt als eine der am schnellsten wachsenden Wassersportarten der Welt. Jedes Jahr locken ganzjährig angenehme Temperaturen, gute Windstatistiken, vielfältige Spots und weite Stehreviere mehr und mehr Anfänger, Fortgeschrittene sowie Profis an den texanischen Abschnitt des Golfs von Mexiko. Orte wie Surfside Beach, Mustang Island, Port Aransas, Corpus Christi,

Coole Atmosphäre im Texas Surf Museum © Texas Tourism

Coole Atmosphäre im Texas Surf Museum © Texas Tourism

Isla Blanca und South Padre Island sind längst aus dem Dornröschenschlaf erwacht und haben sich in der Kitesurfing-Szene etabliert. März bis Juni sowie September bis November gelten als die windsichersten Monate. Das South Padre Island Open Water Festival vom 4. bis zum 5. November 2017 ist nur eine von zahlreichen Veranstaltungen rund um den Wassersport in der „Sandcastle Capital of the World“. Neben einem Adrenalinkick beim Skydiving oder Jet-Ski fahren lädt es dazu ein, sich im Kite- und Windsurfen sowie auch im Stand-up Paddeln zu üben und mit der Materie vertraut zu machen.

 Zu musealen Ehren erhoben

Das Texas Surf Museum zeigt einmal mehr, dass es auch ein Texas fernab von Cowboys, Ölbaronen und Wild West gibt. Das in 2005 eröffnete Museum in Corpus Christi widmet sich der Surfgeschichte des zweitgrößten US-Bundesstaates und zeigt die langanhaltende Verbundenheit der Texaner mit dem Wassersport.

Georgia knipst das Licht aus

Die Nacht verleiht der Sumpflandschaft am Banks Lake in Georgia eine besondere Atmosphäre. © Georgia Department of Economic Development

Die Nacht verleiht der Sumpflandschaft am Banks Lake in Georgia eine besondere Atmosphäre. © Georgia Department of Economic Development

Die International Dark Sky Association (IDA) bewahrt den Nachthimmel und fragile Ökosysteme vor Lichtverschmutzung, indem sie bestimmte Regionen zu „dark sky places“ bestimmt. Unlängst erklärte sie auch den Stephen C. Foster State Park in Georgia zum ersten offiziellen Dark Sky Park des Bundesstaates im Südosten der USA. Dieser erfüllt sämtliche Voraussetzungen wie den Schutz von Lebensraum für nachtaktive Tiere, minimale Lichtverschmutzung sowie einen ungetrübten Blick auf die Sterne und erhielt dafür sogar das Gold-Ranking der Organisation. Um den strengen Vorgaben zu entsprechen, wurden Straßenlampen entfernt, indirekte Beleuchtung durch direkte Beleuchtung mit LED-Lampen ersetzt und sensorgesteuerte Außenleuchten an den Unterkünften im Park angebracht.

Paddeln und schlummern unter dem Firmament

Der Stephen C. Foster State Park zählt zu den „Sieben Naturwundern Georgias“ und liegt am westlichen Rand des Okefenokee National Wildlife Refuge, dem größten Schwarzwassersumpf in Nordamerika. Zypressen mit Spanischem Moos, spiegelglatte Wasserflächen, 12.000 Alligatoren sowie Schildkröten, Waschbären, Schwarzbären und zahlreiche seltene Vogelarten finden sich in diesem Naturparadies. Seine Abgeschiedenheit und der Status als Schutzgebiet machen den Park einzigartig im Osten der USA, denn nirgendwo ist die Nacht schwärzer als dort – beste Voraussetzungen, um auf Exkursionen den Blick gen Sternenhimmel zu richten.

Unmittelbar das Leben im nächtlichen Sumpf erleben

Mit dem Kajak dem Sonnenuntergang entgegen im "Okefenokee Swamp". © Georgia Department of Economic Development

Mit dem Kajak dem Sonnenuntergang entgegen im „Okefenokee Swamp“. © Georgia Department of Economic Development

Unter dem Motto „Swamper`s Guide to the Galaxy“ halten Teilnehmer mit einem Teleskop Ausschau nach Meteoren oder Planeten und erfahren Wissenswertes zum Sternensystem. Abenteuerlustige tauchen auf der geführten Tour „Paddle under the Stars“ selbst in die Dunkelheit ein. Begleitet von einem Ranger paddeln sie im Kanu in den Sonnenuntergang und erleben das nächtliche Leben im Sumpf aus nächster Nähe. Übernachtet wird im Stephen C. Foster State Park nicht in Sterne-Hotels, sondern rustikal auf mehr als 60 Campingplätzen oder in 19 gemütlichen Cottages. Für Mutige stehen hölzerne Plattformen direkt am Wasser bereit – mit Blick auf leuchtende Alligatorenaugen und Abermillionen von Sternen.

Wenn der Mond die Sonne verdeckt

Am frühen Nachmittag des 21. August 2017 wird sich der Mond vor die Sonne schieben und Teile der USA werden von einer totalen Sonnenfinsternis verdunkelt. Im Kernschatten liegen unter anderem das Städtchen Lavonia und weitere Regionen im Nordosten Georgias. Der Tallulah Gorge State Park zelebriert das seltene Ereignis mit dem Solar Eclipse Festival und das Rabun County mit dem OutASight Total Solar Eclipse Festival.

Nonstop Las Vegas

Leuchtzeichen sind Markenzeichen der Entertainment-Hauptstadt der USA. (c) Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA)

Leuchtzeichen sind Markenzeichen der Entertainment-Hauptstadt der USA. (c) Las Vegas Convention and Visitors Authority (LVCVA)

Condor hat jetzt eine neue Nonstop-Verbindung von München nach Las Vegas aufgenommen. Während der Sommermonate fliegt die Airline jeden Mittwoch und Samstag von MUC mit einer Boeing 767-300 in die Entertainment-Metropole in Nevada (USA). „Wir freuen uns sehr, dass unsere Partnerschaft mit Condor durch die neuen Direktflüge von München nach Las Vegas weiter ausgebaut wird“, so Cathy Tull, Senior Vice President of Marketing der Las Vegas Convention and Visitors Authority.

Las Vegas verstärkt seine Sichtbarkeit auf der Reisekarte

„Durch die neue Route erwarten wir ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 13,1 Millionen US Dollar für die Region“, so Tull weiter. „Die internationale Erreichbarkeit durch Direktflüge ist der Schlüssel, damit Las Vegas im Gedächtnis von potenziellen Besuchern ist und bleibt – nicht nur in Deutschland sondern europaweit.” Jens Boyd, Group Head of Long-Haul bei Condor, ergänzte: „Der nordamerikanische Markt ist für uns sehr interessant und daher freuen wir uns, das Condor Flugangebot dorthin zu erweitern.“

Ausgangspunkt für Reisen im Südwesten der USA

Der Flug ist zum Beispiel für Menschen interessant, die den Südwesten der USA bereisen wollen. Naturwunder wie der Grand Canyon, der Zion National Park oder der Bryce Canyon sind weniger als eine Tagesreise entfernt. Mit dem Hoover Dam befindet sich ein technisches Großbauwerk in unmittelbarer Nähe, das Standards gesetzt hat. Die Stadt Las Vegas selbst ist längst ihrem Image als Spielerstadt entwachsen und bietet sowohl beim Unterhaltungsniveau und bei der Kulinarik Spitzenangebote. Die Hotelzimmer in der Stadt gelten als vergleichsweise günstig; schließlich sollen die Reisenden ihr Geld nicht verschlafen…

Flüge jeweils am Mittwoch und Samstag

Condor wird die Flüge zum McCarran-Airport mit einer Boeing 767-300 durchführen, die neben der Economy und Premium Class auch mit einer komfortablen Business Class ausgestattet sind. Alle Sitze sind mit einem HD Monitor sowie mit USB-Ports zum Laden der elektronischen Geräte ausgestattet. Die Airline startet in München mittwochs um 16.30 Uhr, samstags um 9.35 Uhr und erreicht Las Vegas um 19.45 Uhr bzw. 12.50 Uhr Ortszeit. Der Rückflug startet um 23.15 Uhr bzw. 14.55 Uhr dortiger Ortszeit.

Schlosshotel in Pink? Schauen wir mal in Florida nach.

Die „Pink Lady“, das Loews Don Cesar Hotel in St. Petersburg, ist benannt nach dem Helden Don Cesar DeBazan in Vincent Wallaces Oper Maritana. (c) VISIT FLORIDA.jpg

Die „Pink Lady“, das Loews Don Cesar Hotel in St. Petersburg, ist benannt nach dem Helden Don Cesar DeBazan in Vincent Wallaces Oper Maritana. (c) VISIT FLORIDA.jpg

Diverse Medienberichte in jüngster Zeit richten unsere Blicke nach Florida, wo imposante Bauwerke dem Betrachter ins Auge stechen. Die Gründe für den Bau der berühmtesten Prachtbauten des Sunshine States sind äußerst verschieden:Strafvollzug, Konkurrenzkampf oder Winterzuflucht. Aber jedes einzelne Meisterwerk ist einen Besuch wert, sowohl wegen ihrer Geschichte als auch auf Grund der architektonischen Leistung.

Henry B. Plant Museum, Tampa

Konkurrenz belebt das Geschäft – das gilt auch für die Bauwerke der beiden Eisenbahnpioniere Henry Morrison Flagler und Henry Bradley Plant. Der Startschuss für die Erschließung des südlichen Florida ist untrennbar mit Flagler und Plant verbunden. Letzterer begann mit dem Bau einer Eisenbahnlinie an der Westküste, deren Endpunkt 1891 das Tampa Bay Hotel mit seinen 13 maurischen Türmen wurde. Nachdem das Hotel während des spanisch-amerikanischen Bürgerkriegs von Theodore Roosevelt kurzzeitig als Hauptquartier genutzt wurde, dauerte es nicht lange, bis in den mehr als 500 Hotelzimmern dieses Prachtbaus die berühmtesten Persönlichkeiten aus aller Welt wohnten. In den dreißiger Jahren zog das Tampa Junior College und später die University of Tampa ein – für den auf 99 Jahre ausgelegten symbolischen Pachtzins von 1 US-Dollar pro Jahr. Ausgenommen war lediglich der Südflügel, wo ein Museum für die Errungenschaften von Henry B. Plant errichtet wurde.

Ponce de León Hotel und Flagler College, St. Augustine

Plants schärfster Konkurrent, Henry Flagler, konzentrierte sich auf den Osten Floridas. Sein im Stil der Spanischen Renaissance konzipiertes Luxushotel Ponce de León wurde 1888 fertiggestellt und besteht vollständig aus Gussbeton. Als eines von nur wenigen

Das Luxushotel Ponce de León ist seit fast 50 Jahren das Kernstück des Flagler College. (c) VISIT FLORIDA

Das Luxushotel Ponce de León ist seit fast 50 Jahren das Kernstück des Flagler College. (c) VISIT FLORIDA

Gebäuden dieser Zeit war das Hotel vollständig elektrifiziert, dank Flaglers berühmtem Freund Thomas Alva Edison. Die beiden Zwillingstürme dienten ursprünglich als Wassertanks, bevor sie die amerikanische Küstenwache im Zweiten Weltkrieg als Gefängnis umfunktionierte. 1968 wurde das Hotel zum Kernstück des neu eingerichteten Flagler College; seit 2006 ist das Gebäude als National Historic Landmark klassifiziert.

Cà d’Zan, Sarasota

Zirkuspionier John Ringling ließ sich in den 1920er Jahren in Sarasota an der Westküste Floridas nieder. Dort errichtete er 1924 gemeinsam mit seiner Frau Mable im venezianisch-gotischen Stil ihre Winterresidenz „Cà d’Zan“ (Venezianisch für „Haus des Joh(an)n(es)“). In diesem Palazzo mischen sich gotische Stilelemente mit Einflüssen der Italienischen Renaissance und der Architektur des New Yorker Madison Square Gardens, in dem der Zirkus mit seinen Aufführungen große Erfolge feierte. Das mehr als 3.000 Quadratmeter große Haus hat 41 Zimmer, 15 Bäder und ist vollständig unterkellert – für Florida sehr ungewöhnlich. Der 25 Meter hohe Turm bietet einen Rundblick über die Sarasota Bay. Im benachbarten Ringling Museum of Art befinden sich die Hinterlassenschaften des Zirkuspioniers: europäische und amerikanische Kunst, darunter eine der bedeutendsten Rubens-Sammlungen der Welt. Ein weiteres Highlight ist zudem der größte Miniaturzirkus weltweit im Zirkusmuseum, das ebenfalls Teil des Ringling Museumskomplexes ist – auf 350 Quadratmetern befindet sich hier mit acht großen Zelten, 1.300 Artisten und Angestellten, 800 Tieren sowie 152 Wagons eine Reminiszenz an die „Greatest Show on Earth“.

Loews Don Cesar Hotel, St. Petersburg

277 Hotelzimmer, zwei Schwimmbäder, drei Restaurants, ein 10.000 Quadratmeter großes Spa, eine über 90-jährige Geschichte und Gäste von Al Capone bis hin zu Franklin D. Roosevelt und weiteren amerikanischen Präsidenten – das alles steckt hinter der „Pink Lady“. Das Loews Don Cesar Hotel in St. Petersburg ist benannt nach dem Helden Don Cesar DeBazan in Vincent Wallaces Oper Maritana. Während der Großen Depression war es kurioserweise die Baseballmannschaft der New York Yankees, die dem Hotel durch einen Dreijahresvertrag das Überleben ermöglichte. Zu der Zeit hielten die Spieler hier an der sonnigen Golfküste ihr Trainingslager ab. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Hotel als Krankenhaus und zudem als Kuranstalt der Air Force umfunktioniert, bevor es 1973 nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wiedereröffnet wurde. Heute, mehr als dreißig Jahre später, werden jährlich rund 400 Hochzeiten im „Pink Palace“ gefeiert.

Die Festung Fort Jefferson liegt im Nationalpark Dry Tortugas, auf einer unbewohnten Insel im Golf von Mexiko. (c) Rob O'Neal

Die Festung Fort Jefferson liegt im Nationalpark Dry Tortugas, auf einer unbewohnten Insel im Golf von Mexiko. (c) Rob O’Neal

Fort Jefferson, Dry Tortugas

Eine einsame Insel, 110 Kilometer vom Festland entfernt – eine Qual! Zumindest für die einstigen Gefangenen der Festung Fort Jefferson. Im Nationalpark Dry Tortugas, auf einer unbewohnten Insel im Golf von Mexiko, können Besucher heute noch die 14 Meter hohen Gefängnismauern besichtigen, mit deren Bau bereits 1825 begonnen wurde. Ursprünglich als Leuchtturm und Warnung vor dem Korallenriff gedacht, wurde das Fort Jefferson zwei Jahrzehnte später für 1.500 Soldaten und 450 Kanonen errichtet.

Bei einer großen Gelbfieberepidemie 1867 kamen die zugeteilten Ärzte ums Leben, bevor den Gefangenen geholfen werden konnte. Einzig der inhaftierte Arzt Samuel Mudd konnte vielen kranken Häftlingen wie Soldaten helfen – und wurde zum Dank vorzeitig aus der Haft entlassen. Zu den berühmtesten Insassen gehörten unter anderem auch die Mitverschwörer um die Ermordung Abraham Lincolns. Heute ist das Eiland, welches nur per Wasserflugzeug, Fähre oder Boot erreicht werden kann, ein beliebter Anlaufpunkt für Taucher und Schnorchler.

Giganten am Himmel über dem großen Fluss

Beim Great Galena Balloon Race begegnen sich alle Elemente in anmutiger Gestalt - Foto Great River Road Illinois

Beim Great Galena Balloon Race begegnen sich alle Elemente in anmutiger Gestalt – Foto Great River Road Illinois

Jedes Jahr am dritten Wochenende im Juni verwandelt sich der Himmel über Galena in ein Meer von bunten Ballons. In dem beschaulichen Städtchen an der Great River Road Illinois, rund drei Stunden westlich von Chicago, treffen sich vom 16. bis zum 18. Juni 2017 Ballonfahrer aus dem ganzen Land zum Great Galena Balloon Race. Zu dem dreitägigen Spektakel werden wieder mehrere Dutzend „Himmelsgiganten“ erwartet. Das Event findet auch in diesem Jahr auf dem Gelände des Eagle Ridge Resort and Spa statt.

Festival mit vielen regionalen Bezügen

Besucher des farbenfrohen Happenings können ihrem Lieblings-Ballon bei der Wettfahrt die Daumen drücken und das abwechslungsreiche Rahmenprogramm am Boden genießen. Neben Attraktionen für Kinder, verschiedenen Essens- und Getränkeständen und einer Bierverköstigung wird auf der stimmungsvollen Veranstaltung auch Live-Musik gespielt. Wer die wunderschöne Landschaft um Galena und den nahe gelegenen Mississippi aus der Vogelperspektive betrachten möchte, hat die Möglichkeit, selbst in einem Heißluftballon abzuheben. Nach der Premiere im vergangenen Jahr werden auch 2017 wieder sogenannte „Wine Flights“ angeboten. Während der Ballonfahrt können die Passagiere nicht nur die Aussicht, sondern auch erlesene Weine genießen.

Auch im Rest des Jahres ist der Himmel so nah

Die Region um Galena ist für ihre hervorragenden thermischen Verhältnisse bekannt. Ein Ausflug in schwindelerregende Höhen ist dort nicht nur während des Festivals möglich. Das Unternehmen Galena on the Fly bietet, abhängig vom Wetter, zwischen Ostern und Ende November täglich Fahrten zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang an. Die von dem Unternehmen eingesetzten Heißluftballons zählen zu den größten des Landes und bietet bis zu 14 Passagieren Platz.

Wanderlust in North Carolina

Der Chimney Rock, eine Wegmarke auf dem Mountains-to-Sea-Trail in North Carolina (c) Visit NC

Der Chimney Rock, eine Wegmarke auf dem Mountains-to-Sea-Trail in North Carolina (c) Visit NC

Vor 40 Jahren wurde der Grundstein für den Mountains-to-Sea Trail gelegt, der sich heute quer durch North Carolina erstreckt. Wer vom Great Smoky Mountains National Park bis hin zu den Outer Banks an der Atlantikküste wandert, erfährt entlang des Weges den Bundesstaat in seiner ganzen Vielfalt: Die Bergregion mit dichten Wäldern und rauschenden Flüssen; Farmen, verwitterte Tabakscheunen und alte Textilmühlen im Piedmont sowie die Küstenregion mit ihren kolonial geprägten Städtchen, Marschland, Leuchttürmen und Dünenlandschaften.

Der Mountains-to-Sea Trail belohnt Wanderer mit etlichen Superlativen. Er führt zum Gipfel des Mount Mitchell und zu Jockey’s Ridge – dem höchsten Berg und der höchsten Sanddüne im Osten der USA. Outdoorfans passieren vier Nationalparks, zehn State Parks, zwei Wildtierreservate und drei Leuchttürme, darunter Cape Hatteras Lighthouse, den höchsten Leuchtturm der Vereinigten Staaten.

Mit Hand und Fuß

Der Mountains-to-Sea Trail ist North Carolinas längster ausgewiesener Weitwanderweg. Alljährlich legen Freiwillige weitere Meilen an, um ihn kontinuierlich wachsen zu lassen. Derzeit umfasst er 18 Segmente und eine markierte Route von etwa 1.095 Kilometern sowie zirka 805 Kilometer Verbindungswege. Vom Clingmans Dome passieren Wanderer unter anderem den Pisgah National Forest, das Städtchen Asheville, den Hanging Rock State Park und die nördlich gelegenen Gebiete von Winston-Salem, Greensboro, Durham und Raleigh. Von da führt der Mountains-to-Sea Trail weiter zur Küste in Richtung Wilmington und Jacksonville, durch den Croatan National Forest und nach Cedar Island. Dort setzt man mit der Fähre zum Cape Hatteras National Seashore über und wandert auf den Outer Banks bis hinauf zu Jockey’s Ridge. Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, nimmt die alternative Paddelroute auf dem Neuse River, die südlich von Raleigh beginnt und im Croatan National Forest endet.

Am Cape Hatteras mit dem höchsten Leuchtturm der USA erreicht der Trail die Atlantikküste. (c) Visit NC

Feiern am Wegesrand

Anlässlich des 40. Jubiläums finden 2017 zahlreiche Veranstaltungen statt. So wird Jennifer Pharr Davis aus Asheville im August die Wanderschuhe schnüren, um den Mountains-to-Sea Trail innerhalb von drei bis vier Monaten komplett zu begehen. Die 33-Jährige hält zudem den Geschwindigkeitsrekord für den Appalachian Trail und lässt Interessierte auf Ihrer Wanderung durch North Carolina an ihren Erlebnissen teilhaben. Hierfür werden Events und gemeinsame Wanderungen organisiert, denen sich Naturliebhaber anschließen können.

Am 9. September 2017 werden sich zudem hunderte Outdoor-Enthusiasten auf den Weg machen und jeweils einen Teil des Mountains-to-Sea Trail laufen, so dass sämtliche 1.175 Kilometer des Trails an nur einem Tag begangen werden.

Gefertigt mit Aloha!

Pazifische Wellen: Herausforderung für Surfer, Inspiration für Künstler.(c) Hawaii Tourism Authority_Tor Johnson

Pazifische Wellen: Herausforderung für Surfer, Inspiration für Künstler.(c) Hawaii Tourism Authority_Tor Johnson

Die erührende Vielfalt der sechs hawaiianischen Inseln ist eine geschätzte Inspirationsquelle für Künstler und diejenigen, die aus lokalen Erzeugnissen besondere Produkte und köstliche Gerichte herstellen. Von der Geschichte des kalo (Taropflanze), die sich im Muster eines Hawai‘i-Hemdes wiederfindet, bis zur Faszination der Wellen, die in Bildern, Fotos und Handy-Hüllenmotiven ausgedrückt wird. Neben Können und traditionellen Handgriffen, darf bei der Herstellung vor allem eins nicht fehlen: die Zugabe von Aloha – denn ohne „Made with Aloha“ wäre „Made in Hawai‘i“ nur halb so schön…

HAWAI‘I ISLAND

Landwirtschaft: Auf Hawai‘i Island gelegen, ist Big Island Bees einer der weltweit führenden Honigproduzenten. Besucher bekommen hier einen Einblick in die lokale Bienenzucht und können sich von der exzellenten Qualität verschiedener Sorten Einzel-Blütenhonig überzeugen. Big Island Bees produziert den Honig nach Originalrezeptur, ohne das Erzeugnis zu erhitzen, zu filtern oder mit anderen Zutaten zu vermischen. Viele erstklassige hawaiianische Restaurants beziehen ihren Honig von Big Island Bees.

Mode: Sig Zane Designs ist das bekannteste Label in Hawai‘i, wenn es um Aloha-Kleidung geht. Die Hemden und Kleider erzählen die hawaiianische Kulturgeschichte – in Sig Zanes Mode wird den Pflanzen und der Kultur der Inseln Tribut gezollt, verschiedene Muster spiegeln Orte, Natur und Traditionen wider.

Kunst: Von der Melodie und der Schönheit der Natur inspiriert, praktiziert Roen Hufford das kapa-Drucken und –Designen. Der Künstler bedient sich natürlicher Rohstoffe und kreiert komplexe Muster, die von verschiedenen einheimischen Pflanzen und Früchten übernommen werden. Außerdem wandelt er Holzstöcke in Motiv-Stempel um.

Prägende Kulturpflanze auf den Hawaiianischen Inseln ist die Taro. (c) Hawaii Tourism Authority Tor Johnson

Prägende Kulturpflanze auf den Hawaiianischen Inseln ist die Taro. (c) Hawaii Tourism Authority Tor Johnson

KAUA‘I

Landwirtschaft: Doug und Genna Wolkon, Inhaber von Kauaʻi Farmacy an Kauaʻis Nordküste, haben sich ganz dem Tee verschrieben: Auf mehr als 1,5 Hektar Fläche werden über 60 medizinische Kräuterpflanzen, die zu erstklassigen Teesorten verarbeitet werden, angebaut. Kauaʻi Farmacy versorgt nicht nur zahlreiche Restaurants mit ihren Produkten, sondern bietet auch geführte Touren für Besucher an. Dabei kommen weder Verkostungen noch Geschichten über die Tradition und Kultur des Teeanbaus in Hawai‘i zu kurz.

Mode: Mit dem Label KaiKini Bikini werden Frauen in einem handgefertigten Bikini nicht nur schön in Szene gesetzt, auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Auf Kauaʻi und mit dem besonderen Flair der Insel gefertigt, sind die Stücke dank ihres schnell trocknenden und antimikrobiellen Materials ideal für jegliche Aktivität – zum Surfen, Sonnenbaden, Tauchen, Yoga oder auch, um Wandern zu gehen.

Kunst: Die lokale Künstlerin Patrice Pendarvis erzählt mit ihrer Aquarellmalerei die Geschichte Hawai‘is. Seit mehr als 40 Jahren bringt Patrice Schönheit, Charme und Vielfalt der Inseln in ihren Bildern auf die Leinwand – mit traditionellen und abstrakten Ansätzen.

MAUI

Landwirtschaft: Am Fuße des Haleakalā National Park liegt die Ali‘i Kula Lavender Farm (AKL). Mehr als fünf Hektar Farmland beheimaten rund 55.000 Lavendelpflanzen und 45 verschiedene Sorten. Die Pflanzen werden sowohl an Restaurants verkauft als auch zu zahlreichen Produkten, von der Seife über Backpulver, verarbeitet und im Laden angeboten. Die malerische Lage der Farm bietet sich zudem an, eine kleine Pause zu machen und Kaffee mit Lavendelzusatz sowie Lavendelscones zu probieren und an einer geführten Tour teilzunehmen.

Mode: Mit ihrer von der Insel inspirierten Schmuckkollektion hebt Jamie Shepherd, Designerin von Sophie Grace Maui, die besondere Schönheit Mauis hervor und spricht vor allem Frauen an, die das Strandleben lieben. Dabei verarbeitet sie Halbedelsteine und Muscheln, in Gold gefasste Haizähne und schwarze Tahitiperlen zu Ohrringen, Armbändern, Ringen etc. Die Stücke sind sowohl in Sophies Boutique in dem kleinen Ort Pāʻi als auch in vielen Geschäften in ganz Maui erhältlich.

Kunst: Sie gelten als die Lieferanten von „flüssigem Gold“: Kether Keyser und Tiare Rietow haben Queen Bee Productions Maui ins Leben gerufen und versorgen ihren Kunden mit einer Serie an Hautpflegemitteln, die nachhaltig und umweltfreundlich hergestellt werden und den Körper verwöhnen. Ihren Leidenschaften und Ausbildungen geschuldet, ist jedes Produkt von Hand mit Maui-Honig und Maui Bienenwachs gefertigt – vom Lippenbalsam bis zur Körperbutter aus ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen.

O‘AHU

Landwirtschaft: Manuele Distillers, die Heimat von Ko Hana Agricole Rum, bringen Hawai‘is Geschichte und Geschmack ins Glas. Einzelne Sorten werden von Hand geerntet, zu Saft gepresst und dann perfekt destilliert, um Zuckerrohrrum in  feinster, höchster Qualität anzubieten. Das Natürliche der Erde und das Süße des Rohrzuckers bringen den individuellen, charakteristischen Geschmack hervor – nur die besten Rumsorten kommen dann auch in die Flasche.

Mode: Salt Liko ist das Beste aus aktueller Mode und dem Kulturerbe Hawai‘is. Stylist Matt Bruening und die Designer Kuhao Zane und Brandi Serikakau haben das Label gegründet und verfolgen mit ihren Mustern und Kreationen die Idee, dass „wir alle aus den Elementen, die uns umgeben, geboren werden“. Salt symbolisiert die Inseln als Spielplatz und Liko spiegelt im übertragenden Sinne wider, dass sich verwurzeltes Holz jeder Landschaft anpassen kann. Das Design soll inspirieren und passt besonders gut zu denjenigen, die den entspannten Lifestyle Hawai‘is leben und lieben.

Kunst: Einer der weltweit bekanntesten Surf-Fotografen ist Zak Noyle – er schafft es nicht nur, mit seinen Bildern die Schönheit des Ozeans festzuhalten, sondern auch immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Seine Werke sind in Form von faszinierender Fotografie zu bestaunen und in Form von Accessoires und Kleidung wie Handy-Hüllen und T-Shirts als Andenken zu erwerben und damit dauerhaft ein Stück Hawai‘i mit sich zu nehmen.

Wenn die Rockies zum „Klassenzimmer“ werden

Natur wohin das Auge reicht: Aspen inmitten der Rockies Stand-Up-Paddling vor einmaliger Bergkulisse Wandern und Lernen: Unterwegs am West Maroon Trail. (c) C2 Photography

Natur wohin das Auge reicht: Aspen inmitten der Rockies
Stand-Up-Paddling vor einmaliger Bergkulisse
Wandern und Lernen: Unterwegs am West Maroon Trail. (c) C2 Photography

Stand-Up-Paddling oder Klettern, Fährtenlesen, Zeichnen, Schreinern – wer seinen Sommerurlaub in Aspen und Snowmass verbringt, hat gute Chancen, bei der Abreise um ein paar sportliche, geistige oder künstlerische Skills reicher zu sein. Ob es an der Strahlkraft der unbändigen Rocky Mountains liegt oder einfach an der Myriade von Möglichkeiten, die Aspen und Snowmass mit ihren mächtigen Bergen rundherum den Menschen eröffnen, wäre noch zu klären.

Von Profis lernen

Fakt ist derweil, dass die beiden Städtchen im Roaring Fork Valley ein Hotspot für Experten, Freaks und Profis aus den unterschiedlichsten Disziplinen sind.Das Gute daran: Die meisten von ihnen geben ihre Begeisterung und ihr Wissen mit großem Enthusiasmus weiter und so mancher Anfänger wundert sich, wie schnell sich bei respekteinflößenden Sportarten, wie Downhill-Biken und River Surfing, oder Fähigkeiten, wie Tischlern, Schweißen oder Schnitzen, beachtliche Erfolge einstellen.

Jeder in seinem Outdoor-Element

Wenn in den Sommermonaten dicke Wildblumenteppiche die lichten Espenwälder durchziehen, werden das Tal und die mächtigen Vier – Aspen Mountain, Snowmass, Buttermilk und Aspen Highlands – zu einem Tummelplatz für Outdoor-Freunde aller Art. Wälder, Felsen, Gewässer…so vielseitig wie das Terrain, sind auch die Sportarten, die hier betrieben werden. Für jede einzelne findet sich ein Guide oder Trainer, der den Gästen nicht nur hilft, die nötigen Techniken zu erlernen; die Experten führen ihre „Schüler“ nebenbei auch zu den magischsten Orten der vielseitigen Bergwelt.

Wasser hat keine Balken, aber Boards

Stand-up-Paddling zu lernen bekommt in der Bergwelt von Aspen und Snowmass einen reizvollen Kick. (c) C2 Photography

Stand-up-Paddling zu lernen bekommt in der Bergwelt von Aspen und Snowmass einen reizvollen Kick. (c) C2 Photography

Dabei sind es nicht nur Kletterer und Zweirad-Enthusiasten, die hier, am Berg oder auf präpariertem Gelände, neue Skills erlernen; auch auf den glitzernden Seen und schäumenden Gewässern im Tal wird gesportelt und gelernt. Hier sind die Stand-Up-Paddler und Kanuten in ihrem Element und wer sich ein paar Tage in der stillen Schönheit von Colorados Wasserwelten verlieren möchte, kann zum Beispiel bei Charlie MacArthurs Kayak & SUP Academy alles lernen, was für eine Paddel-Tour in die Wildnis nötig ist.

„Petri heil“ im Roaring Fork Valley

Auch zukünftige Angler sind in Aspen und Snowmass in guten Händen. Die Gewässer im Roaring Fork Valley gelten als äußerst fischreich und sind besonders bei Fliegenfischern beliebt. Örtliche Anglerläden wie der Taylor Creek Fly Shop oder Aspen Fly Fishing bieten regelmäßig geführte Angelausflüge und Kurse an. Für alle, die etwas über die Natur der Rocky Mountains, ihre artenreiche Vogelwelt und über hilfreiche Fähigkeiten, wie das Fährtenlesen lernen wollen, ist das Aspen Center for Environmental Studies die richtige Adresse. Hier finden regelmäßig kostenlose geführte Wanderungen, Vorträge und spannende Diskussionsrunden rund um Wälder, Landwirtschaft und Ökologie statt. Das Programm gibt es unter www.aspennature.org

Für Kopf und Hände

Es muss nicht immer Sport sein: Wer sich im Urlaub künstlerisch oder handwerklich weiterbilden möchte, kann in Aspen und Snowmass aus einer Vielzahl an Angeboten wählen – vom Indoor-Gärtnern über Fotografie und Drucktechnik bis hin zu Keramik- und Tischlerkursen ist alles möglich. Anlaufstellen hierfür sind unter anderem das Aspen Center for Environmental Studies, zum Beispiel für verschiedene Gartenbautechniken, oder das Anderson Ranch Arts Center. Hier werden Interessierte nicht nur in klassische Handwerkstechniken wie Tischlerei, Töpferei, Schweißen oder Textildruck eingeführt; die Coaches zeigen auch, was mit 3D-Druck, Laser-Cutter und CNC-Fräsen alles möglich ist.

Ideen (be)greifbar machen

Auch innovatives Möbel-Design und Workshops zu den verschiedensten Formen bildender Kunst sind im Angebot. Letztere sind vor allem im Red Brick Center for the Arts in Downtown Aspen zuhause. Inmitten wechselnder Ausstellungen lernen Menschen aller Altersstufen hier, ihren Ideen Ausdruck zu verleihen. Ein besonderes Erlebnis für Kunst- und Weinfreunde sind die Paint & Wine Social Art Events im Red Brick Center, immer dienstags von 17:30 bis 19:30 Uhr. Die Fired! Up Workshops, bei denen die Besucher Keramik aller Art mit ihren eigenen Designs versehen, erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit.

EIn Bild von einer Landschaft

Mit Freiluft-Künstler Mike Otte geht es derweil raus in Aspens inspirierende Natur, wo er seinen Schülern verschiedene Techniken der Landschaftsmalerei näher bringt. Weitere Informationen zu den Sommerkursen 2017 im Red Brick Center for the Arts sowie im Anderson Ranch Arts Center gibt es unter www.aspenart.org/learn  und www.andersonranch.org/workshops-at-the-ranch.

Virginias historische Gärten blühen wieder

Historic Garden Week in Virginia, Colonial Williamsburg (c) Kelly J Mihalcoe, Virginia Tourism Corporation

Historic Garden Week in Virginia, Colonial Williamsburg (c) Kelly J Mihalcoe, Virginia Tourism Corporation

Jedes Jahr im April feiert Virginia den Frühling auf ganz besondere Weise. Bei der „Historic Garden Week“ haben Besucher die Möglichkeit, die Farbenpracht von 250 Grünanlagen des US-Bundesstaates an der Ostküste zu bewundern und dabei auch den einen oder anderen Blick über den Gartenzaun zu werfen. 30 unterschiedliche Touren führen vom 22. bis 29. April 2017 neben öffentlichen auch zu privaten Gartenanlagen historischer Häuser, die für das Event mit mehr als 2.300 Blumenarrangements des „Garden Club of Virginia“ geschmückt wurden.

Architektur als schmückendes Beiwerk

Neben den Gärten und historisch interessanten Gebäuden stehen bei den Führungen auch bedeutende Wahrzeichen der amerikanischen Geschichte auf dem Programm.  Die „Historic Garden Week“, die in diesem Jahr zum 84. Mal stattfindet, bietet einen faszinierenden Einblick in die Architektur Virginias. Die geführten Touren werden von den 47 Mitgliedsvereinen des „Garden Club of Virginia“ angeboten und kosten je nach Stadt und den Locations, die besichtigt werden, zwischen 25 und 55 US-Dollar.

Führungen im ganzen Bundesstaat

Die Vielfalt der zu besichtigenden Anlagen ist riesig, denn Führungen werden überall im Bundesstaat angeboten – ob an der Küste in Norfolk und Virginia Beach, in der Hauptstadt Richmond, in Williamsburg und Leesburg oder in den kleinen charmanten Städten rund um den Shenandoah National Park. Die Einnahmen fließen in die Erhaltung und Renovierung der historischen Gärten Virginias und unterstützen die Arbeit des „Garden Club of Virginia“.

Filmreife Ferien in Georgia

Auf den Spuren von Forrest Gump in Savannah. (c) Georgia Department of Economic Development

Auf den Spuren von Forrest Gump in Savannah. (c) Georgia Department of Economic Development

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“ Dieser legendäre Ausspruch von Forrest Gump gilt nicht für das „Year of Georgia Film“, das der US-Bundesstaat Georgia 2017 feiert. Denn was viele nicht wissen: Georgia steht bei der Anzahl der Film- und TV-Produktionen in den USA an dritter Stelle und weltweit auf Platz fünf. Besuchern bietet sich deshalb vielerorts die spannende Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und Originalschauplätze von Kino-Blockbustern oder Kultserien zu besuchen.

Auf direktem Weg zu „The Walking Dead“

Hierfür werden in ganz Georgia geführte Touren zu Drehorten angeboten sowie zahlreiche Filmfestivals veranstaltet. Wer selbst auf Entdeckungsreise gehen möchte, findet auf der neuen Webseite www.exploregeorgia.org/film zahlreiche Informationen zu Locations, aktuellen Dreharbeiten sowie zu Attraktionen, Restaurants und Hotels, die auf der Leinwand eine tragende Rolle spielten. Unter dem Motto „Entdecke Georgia in neun Filmen“ sind zudem Routenvorschläge zu verschiedensten Locations von Serien wie The Vampire Diaries und The Walking Dead oder Streifen wie Forrest Gump, Die Tribute von Panem und Captain America: Civil War verfügbar.

Urlaub in der Filmkulisse

Während einer Reise in Georgia begegnet man immer wieder filmbekannten Plätzen. So pilgern viele in Savannah zum Chippewa Square, wo Forrest Gump einst mit seiner Pralinenschachtel auf den Bus wartete, oder neuerdings auch nach Tybee Island, wo etliche Strandszenen für den neuen Baywatch-Film entstanden. Die Hauptstadt Atlanta beherbergt zahlreiche Schauplätze aus Die Tribute von Panem, The Blind Side oder Ant-Man und bietet gute Chancen Dreharbeiten hautnah mitverfolgen zu können.

In Senoia wandeln Besucher auf den Spuren von "The Walking Dead" (C) Anja Hoebler

In Senoia wandeln Besucher auf den Spuren von „The Walking Dead“ (C) Anja Hoebler

In den Kulissen von „The Walking Dead“

Der Hotspot unter Serienfans ist derzeit das südlich von Atlanta gelegene Senoia, das als Kulisse für die fiktiven Orte Woodbury und Alexandria in The Walking Dead dient. Seit Beginn der Dreharbeiten zieht das kleine Städtchen Touristen an, die dort die Drehorte, den Woodbury Shoppe und das kleine Museum mit Filmrequisiten besuchen oder bei Nic & Norman’s, dem Restaurant von Hauptdarsteller Norman Reedus und Produzent Greg Nicotero, einen Burger essen. Wo vor zehn Jahren noch fünf Geschäfte im verschlafenen Senoia zu finden waren, sind es heute fast 50 und regelmäßig kommen neue dazu.

„Grüne Tomaten“ bis heute auf der Speisekarte

Ähnlich wiederbelebt wurde auch das winzige Dorf Juliette durch den Film Grüne Tomaten. Das Whistle Stop Cafe spielte in diesem eine zentrale Rolle und serviert auch 26 Jahre später noch grüne Tomaten oder Barbecue an mehr als 100.000 Besucher jährlich. Covington, wo 2009 die Dreharbeiten für die Serie Vampire Diaries begannen, verzeichnet ebenfalls einen ähnlichen Effekt und gilt mittlerweile als die Welthauptstadt der Vampire. Es dient als Kulisse für die Stadt Mystic Falls und begeistert Fans unter anderem mit dem Mystic Grill Restaurant, das einem Restaurant aus der Serie nachempfunden wurde.

Hollywood auf den Fersen

Laut der Motion Picture Association of America rangiert Georgia bei der Anzahl an Film- und TV-Produktionen in den USA hinter Hollywood und New York an dritter Stelle. Weltweit steht der Bundesstaat bereits auf Platz fünf. Der Film Deliverance, der Anfang der 1970er Jahre in den nordöstlichen Bergen von Georgia entstand, legte einst den Grundstein für die Filmindustrie des Bundesstaates. Dessen großen Erfolg war der Anlass für den damaligen Gouverneur von Georgia, Jimmy Carter, das Georgia Film Office ins Leben zu rufen.

Selbst die Briten drehen in Atlanta

Über die Jahre hinweg lernten Filmschaffende Georgias vielfältige Geografie sowie sein ganzjährig mildes Klima zu schätzen und so stieg die Zahl der Produktionen kontinuierlich an. 2008 wurde der Georgia Entertainment Industry Investment Act verabschiedet, der Film- und TV-Produktionen bis zu 30 Prozent Steuerersparnis gewährt, wenn diese im Bundesstaat drehen und diverse Auflagen erfüllen. Allein im Finanzjahr 2016 entstanden so 245 Filme, TV-Serien und Musikvideos in Georgia, was einem Investitionsvolumen von insgesamt 7,2 Milliarden US-Dollar und 79.900 Arbeitsplätzen entspricht. So betreiben beispielsweise die britischen Pinewood Studios einen Studiokomplex südlich von Atlanta, in dem aktuell die Marvel-Filme Guardians of the Galaxy Vol. 2 und Spider Man: Homecoming gedreht werden.